Legionellen sind winzige Bakterien, die über Wasserdampf eingeatmet werden und eine besondere Lungenentzündung hervorrufen.

In den Turnhallen der IGP und der Nelson-Mandela-Gesamtschule sind Legionellen im Trinkwasser gefunden worden. Daher dürfen Sportler und Schüler die Duschen ab sofort nicht mehr nutzen.

Bei regelmäßigen Trinkwasserkontrollen ist in dieser Woche an den beiden Gesamtschulen im Stadtgebiet an einigen Warmwasserhähnen im Sporthallenkomplex die Überschreitung der Grenzwerte der Belastungen mit Legionellen festgestellt worden. Sowohl an der Integrierten Gesamtschule in Paffrath als auch an der Nelson-Mandela-Gesamtschule in Gronau können daher ab sofort die Warmwasserhähne nicht mehr genutzt werden.

Händewaschen ja, Duschen nein

Das hat natürlich Auswirkungen auf den Sportbetrieb. Die Schülerschaft sowie die Sportlerinnen und Sportler müssen sich nach dem Sport Zuhause waschen. Das Händewaschen nach dem Besuch der Toiletten bleibt möglich. Denn hier gibt es nur Kaltwasserhähne.

„Wir bedauern diese Beeinträchtigung”, erklärt Bernd Martmann als für den Sport zuständiger Co-Dezernent. „In zahlreichen Warmwassersystemen haben wir bereits automatische Spülsysteme eingebaut, an den beiden Schulen fehlen diese aktuell noch.“

Die zuständige Gebäudewirtschaft im Immobilienbetrieb, dem Bernd Martmann ebenfalls vorsteht, hat bereits mit dem Kreisgesundheitsamt Kontakt aufgenommen. Natürlich sind auch die Schulleitungen involviert.

Die Sportvereine, deren Mitglieder an den beiden Schulen aktiv sind, werden ebenfalls zeitnah informiert.

Die zuständige Fachabteilung hat Schritte für eine thermische Desinfektion eingeleitet. Nach der Durchführung wird das Wasser erneut untersucht. Sobald das Ergebnis vorliegt, kann die Anlage wieder frei gegeben werden.

Hintergrund: Legionellen

Legionellen sind winzige stabförmige Bakterien, die sich in stehendem Wasser vermehren. Wird mit ihren Keimen belasteter Wasserdampf eingeatmet, können sie eine besondere Form der Lungenentzündung – die Legionellose – hervorrufen. Hingegen besteht keine Infektionsgefahr, wenn keimhaltiges Wasser getrunken oder zum Händewaschen benutzt wird.

Die Erreger können in warmem Wasser aufkeimen und durch zerstäubtes oder vernebeltes Wasser übertragen werden, zum Beispiel aus Duschen, Luftbefeuchtern, Wasserhähnen und Klimaanlagen. Die Aufkeimung der Legionellen im Wassersystem droht immer dann, wenn das Wasser im System nicht regelmäßig über 60 Grad erhitzt wird. Dann sterben diese Keime nämlich erst ab.

Auch das zuständige Gesundheitsamt des Rheinisch-Bergischen Kreises informiert auf der Homepage über das Thema Legionellen.

Pressestelle Stadt BGL

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