Vertreter des Refrather Aktionsbündnisses für den Erhalt des Schwimmbads Mohnweg haben 4291 Unterschriften von Bürgerinnen und Bürgern den beiden großen Fraktionen des Stadtrates, CDU und SPD, überreicht. Das Bündnis hatte in den letzten Wochen verstärkt geworben, eine online-Petitionsmöglichkeit zu nutzen und sich dadurch für den Erhalt eines Schwimmbades am Mohnweg auszusprechen.

Dieses eindrucksvolle Ergebnis nahm der Koordinator des Bündnisses, Volker Schiek von der Stadtteil AG der SPD Bergisch Gladbach zum Anlass, an die Vertreter von CDU und SPD einen Appell zu richten, in ihren Fraktionen für eine zügige Entscheidung zugunsten des Standortes Mohnweg zu werben und im Rat die notwendigen Realisierungsschritte zu beschließen.

Michael Wilke, Vorsitzender des Fördervereins Schwimmbad Mohnweg, stellte vor der Übergabe noch einmal die besondere Situation des Schwimmbades dar. Das Bad werde derzeit in der Woche von gut 1000 Menschen genutzt. Darin inbegriffen sind nicht nur die Vereine, sondern auch die sechs Grundschulen, die dort ihren Schwimmunterricht durchführen. Bis jetzt hat der Förderverein trotz seiner begrenzten Mittel mehr als 30.000 Euro aus eigenen Mitteln in das Schwimmbad investiert, so Wilke.

Winfried Krux, Vorsitzender des Bürger- und Heimatvereins Refrath, stellte fest, dass die Bedeutung des Bades für den Stadtteil Refrath Refrath ist mit rund 24000 Einwohnern eines der größten Stadtteile in Bergisch Gladbach. Viele Refrather und ihre Kinder hätten im Schwimmbad Mohnweg Schwimmen gelernt. Heute lernten dort ihre Enkel schwimmen.

Heinz Kelzenberg, Vorsitzender des TV Refrath betonte, dass auch aus der Sicht eines großen Sportvereins mit einer großen Schwimmabteilung der Standort Mohnweg erhalten bleiben muss.

Klaus Waldschmidt, Fraktionsvorsitzender der SPD-Ratsfraktion, verwies darauf, dass die Sanierung des Schwimmbades Mohnweg seit fast zwei Jahrzehnten bei allen Haushaltsberatungen ein Thema gewesen sei, aber man aus unterschiedlichen Gründen keine Finanzierungsmöglichkeit gehabt habe, um die Situation zu verändern. Diese Situation verändere sich, wenn man die Bädergesellschaft als 100 Prozent Tochtergesellschaft der Stadt und deren Finanzierungsmöglichkeiten einbeziehe, deren Zweck u.a. der Erwerb, Bau und Unterhalt städtischer Bäder sei. Er stehe zu der Aussage in der Kooperationsvereinbarung, die städtische Bäderlandschaft zu erhalten.

Josef Willnecker, stellvertretender Bürgermeister (CDU), pflichtete Klaus Waldschmidt bei und sagte, dass man ein Schwimmbad am Standort Mohnweg allein aus Kapazitätsgründen erhalten müsse, da die die anderen städtischen Bäder ansonsten die Bedarfe nicht ausgleichen könnten.

Die eingeforderten politischen Entscheidungen im Rat und im Aufsichtsrat der Bädergesellschaft werden, laut Klaus Waldschmidt, entweder vor oder direkt nach den Sommerferien fallen.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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