Den Kölner Zoo kennt jeder. Die Besucher des letzten Mittwochstreffs der Senioren-Union bekamen einen besonderen Einblick: Direktor Theo Pagel berichtete von der Philosophie und den Aufgaben des Zoos, erläuterte die Unternehmensstruktur und stellte aktuelle Baumaßnahmen vor.

Der Kölner Zoo, neben dem Dom der beliebteste Aufenthaltsort der Kölnerinnen und Kölnern: Über diese gute Stube informierte der Zoodirektor, Herr Prof. Theo B. Pagel, die 45 Besucher des letzten Mittwochstreffs der Senioren-Union im Gronauer Tannenhof.

Bereits in seiner Jugend wollte Pagel Zoodirektor werden, sein Traumberuf ist es bis heute. Er war der Wunschkandidat als Nachfolger seines Vorgängers, Herrn Professor Nogge, und zu dessen Zeit Kurator.

Pagel ist Mitglied in zahlreichen Gremien auf internationaler Ebene und hat einen Lehrauftrag an der Universität Köln. Er studierte an den Universitäten in Duisburg und Düsseldorf Biologie, Pädagogik und Geografie.

Der Gedanke hinter der Idee, zoologische Gärten zu errichten, war das Sammeln seltener Tiere. Bereits 2000 vor Christus entstanden zoologische Gärten in China. Johann Caspar Garte hatte die Idee zu Gründung des Kölner Zoos. 1860 wurde der zoologische Garten zu Köln dann eröffnet. Dr. Bodinus wurde der erste Direktor, seine Büste steht im Zoo.

Pagel stellt die Aufgaben zoologischer Gärten auf vier Säulen: Sie dienen 1. der Erholung, 2. der Bildung, 3. der Forschung, 4. dem Arten- und Naturschutz. Zuchtprogramme sind heute wichtig, ebenso die Zooschule. Nogge und seine Vorgänger hatten bereits Kontakte zu Ländern im afrikanischen Raum, entwickelten Projekte im Umgang mit einheimischen Tieren. All das wird bis heute ausgebaut.

Der Kölner Zoo ist eine AG, zu ihr gehören zwei Tochterunternehmen, das Zoorestaurant und der Zoo Shop. Beschäftigt sind im Zoo derzeit 169 Mitarbeiter, er ist Ausbildungsbetrieb, die Berufslaufbahn ist Auszubildender Tierpfleger, Tierpfleger und Tierpfleger-Meister. Die Aufgaben als Tierpfleger sind umfangreich, sie müssen in allen Lebenslagen der Tiere tätig werden.

Die Philosophie der zoologischen Gärten ist: Den Tieren in ihnen geht es besser als in der freien Wildbahn. Voraussetzung ist die artgerechte Haltung in Käfigen und Freigehegen, bestes Beispiel ist die Haltung der Elefanten im Kölner Zoo. Fast jede Kölnerin und Kölner weiß über die Elefantenfamilie Bescheid.

Aktuelle Baumaßnahmen stehen an, die Errichtung des Südamerikahauses, Restaurierung des alten Vogelhauses und Umbau der Tigeranlage.

Die aufschlussreichen und interessanten Einblicke rundete eine Diskussion ab. Die Besucher erhielten durch ihre Fragen weitere aktuelle Informationen. Sie dankten Theo Pagel mit anhaltendem Applaus. Der Vorsitzende der Senioren-Union Bergisch Gladbach, Manfred Klein, schloss sich an und überreichte Pagel als Dankeschön einen kleinen Kölner Dom unter Glas.

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

2 Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. wo kann man sich denn anmelden um bei der Senioren Union mitglied zu werden?