Bei den Deutschen Senioren-Leichtathletik-Meisterschaften in Mönchengladbach gewannen die Leichtathletinnen und Leichtathleten des TV Herkenrath sechs Meistertitel.

Monika Gippert (Foto oben, Mitte) erweiterte ihre inzwischen stattliche Goldmedaillen-Sammlung und konnte die 2017 im sächsischen Zittau errungenen Titel über 800m und 1500m der W 55 erfolgreich verteidigen. Im 800m Wettbewerb am Freitag bestimmte die Bergisch Gladbacherin vom Start weg das Geschehen und gewann in 2: 23,48 Minuten vor ihrer „Dauerrivalin“ Waltraud Klostermann (TV Norden) in 2:34,78 Minuten und ines Hock (TS Frechen, 2:37,82 Minuten).

„Meine Taktik war, vom Start weg für hohes Tempo zu sorgen und die Konkurrentinnen frühzeitig abzuschütteln. Doch durch den böigen Wind hat mein Alleingang mehr Kraft gekostet, als erwartet und Waltraud kam im Finish bedenklich nahe.“

Das hinderte Monika Gippert allerdings nicht daran am Samstag über 1500m auf die gleiche Taktik zu setzen, Tempomachen vom Start weg. Und auch hier ging ihre Rechnung auf. In 5:16,30 Minuten gewann sie ihren nächsten DM-Titel mit großem Vorsprung vor Klostermann (5:21,50min.) und Hock (5:27,93 min.)

Namensvetter Jochen Gippert (Foto, 2.v.r.) erlebte in Mönchengladbach ein völlig neues „Meisterschaftsgefühl“. War er in den vergangenen Jahren in seiner Altersklasse jeweils ohne ernsthafte Konkurrenz unterwegs, so hat er 2018 mit dem Deutschen Hallenmeister über 60m Hürden von 2004, Jan Schindzielorz, einen starken Konkurrenten.

Mit 11,29 Sekunden hatte Schindzielorz in den 100m-Vorläufen der M40 die beste Zeit vorgelegt, doch im Finale zeigte Gippert seine wahre Klasse. Nach einem für seine Verhältnisse eher schwachen Start setzte sich der 41jährige Bensberger letztlich deutlich durch und gewann in Saisonbestzeit von 11,04 Sekunden vor Schindzielorz, der 11,12 Sekunden erzielte.

Wegen leichten Achilessehnenbeschwerden verzichtete Gippert auf einen Start – und den möglichen weiteren Titel – über 200m. „Im Hinblick auf die Senioren-Weltmeisterschaften im September in Malaga möchte ich kein Risiko eingehen“ begründete Gippert seine Entscheidung.

Vereinskollege Kolja Ewert (Foto oben, rechts) gelang das Double über 400m und 800m der M45. In einem 800m-Bummelrennen am Freitag bewies der 48jährige Augenarzt seine große Schnelligkeit mit einem furiosen Spurt auf den letzten 120m und siegte in 2:13,13 Minuten vor Patrick Wende (Hannover Athletics) 2:13,76 Minuten.

Auch über 400m dieser Altersklasse war Kolja Ewert nicht zu schlagen. Mit 53,83 Sekunden stellte er trotz der schwierigen Windverhältnisse seine Saisonbestzeit ein und gewann mit großem Vorsprung vor Klaus Bodenmüller (LHG Östl. Bodenseekreis), der in 55,70 Sekunden einkam.

Einen weiteren Titel gewann Kolja Ewert gemeinsam mit Jochen Gippert, Henning Böhm (alle TVH) und Schlussläufer Matthias Esser (LT DSHS Köln) über 4x100m der M35. Trotz keinesfalls optimaler Wechsel lief das Quartett der Startgemeinschaft „Nutrixxion Masters“ mit 44,48 Sekunden eine Spitzenzeit.

Speerwerfer Gerd Michalek war mit Platz sechs im Wettbewerb der M55 sehr zufrieden, weniger allerdings mit seiner Weite von 38,86 Metern. Vor einigen Wochen hatte der 58jährige in Leichlingen den Speer bereits auf knapp 41Meter geschleudert.

image_pdfPDFimage_printDrucken

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.