Nachdem sich ein Teil des Efeu-Bewuchses vom historischen Verwaltungsgebäude der Firma Zanders gelöst hat, soll bald auch der Rest fallen. Damit wird die Originalfassade aus dem Jahre 1906 wieder vollständig sichtbar. 

Zu alt, zu schwer, zu morsch – das ist die Diagnose der beauftragten Fachfirma, die aktuell den Efeu-Bewuchs an dem historischen Verwaltungsgebäude auf dem Zanders-Gelände begutachtet hat. Vor einigen Tagen hatte sich ein Teil der Fassadenbegrünung gelöst und war als grün-brauner Teppich zu Boden gesunken.

Insbesondere am Mittelteil der zur Straße An der Gohrsmühle weisenden Außenwand ist der Efeu stark geschädigt, und weitere Partien drohen die Haftung zu verlieren. Um Gefährdungen von Menschen auszuschließen, die sich auf der Grünfläche vor dem Gebäude aufhalten, wurde der Bereich vorsorglich abgesperrt.

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Die abgestürzte Biomasse ist zwischenzeitlich entsorgt worden. Es ist vorgesehen, auch den Rest der Rankpflanzen zu beseitigen. Zunächst soll der Mittelbau freigelegt werden, um akute Absturzgefahren zu bannen. Nach Ablauf der Vogel- und Nistschutzfrist im Oktober wird dann auch die verbliebene Begrünung fallen.

Damit präsentiert sich die ehemalige Zanderssche Administrationszentrale, in der u.a. standesamtliche Trauungen stattfinden, mit seiner Originalfassade aus dem Jahre 1906.  Von Seiten der Denkmalbehörde bestehen gegen die Entfernung des Efeubewuchses keine Bedenken.

Für die Maßnahme sind insgesamt etwa 10.000 Euro veranschlagt. Das Mauerwerk hat die jahrzehntelange Begrünung offenbar gut überstanden: Bislang sind nur geringe Schäden durch Efeu-Verwurzelung festgestellt worden.

Pressestelle Stadt BGL

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2 Kommentare

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  1. Eigentlich schade, dass der Rest des Efeus auch verschwinden wird, statt sich sofort um eine Ersatzbepflanzung zu bemühen. Dieses wunderbare Beispiel einer überaus gelungenen Fassadenbegrünung wird somit unnötig zerstört. Gerade in Zeiten des Klimawandels kann jede noch so kleine zentrale Stadtbegrünung nicht überschätzt werden. Viele vertikale Flächen bieten dafür eine ausgezeichnete Möglichkeit. Nachdem klar ist, dass bei Zanders das Mauerwerk keinen Schaden genommen hat, sollten sich noch mehr Eigentümer mutiger zu Wandbegrünung bekennen. Jeder Hausbesitzer, der seine Fassade begrünt und damit für ein besseres Klima in der Stadt sorgt und verbesserte Lebensbedingungen für Insekten, Vögel und Fledermäuse schafft, sollte steuerliche Vorteile geniessen können!! Es gibt so viele Flächen, gerade auch an Industriebauten, an denen leicht Grün empor wachsen könnte und Luft, Mikro-Klima, Flora und Fauna verbessern könnte.

  2. Hallo,

    es müsste heißen: Zanders Zentrale zeigt IHRE Fassade.Auch im Text.

    Zanders zeigt SEINE Fassade
    Die Zentrale zeigt IHRE Fassade
    Das Gebäude zeigt SEINE Fassade

    :-)

    Mit freundliche Grüßen

    Norbert