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Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de. Twitter: @gwatzlawek

3 Kommentare zu “Der Zeitplan für die Schlossstraße bleibt vage”

  1. Bei dem offensichtlichen Kurzzeitgedächtnis von am Entwicklungsprozess Beteiligten gilt es einiges in Erinnerung zu rufen.
    Eine Straße der vielfältigen Begegnung, die nach langen und intensive, manchmal auch mühsamen und schmerzvollen Diskussionen aller Beteiligter, der Interessengemeinschaft Bensberger Handel (IBH), der Immobilien Standort Gemeinschaft (ISG), der Bürger, Anlieger und manchmal auch von Besuchern/Kunden geführt wurde, diese Straße der vielfältigen Begegnung als Ergebnis und jetzt als Ziel der Maßnahmen des Integrierten Handlungskonzeptes wurde von allen am Prozess Beteiligten befürwortet und ist gewollt. Ein Diskussionsergebnis unter Leitung der Verwaltung nach fast zwei Jahren harter Arbeit.
    Es ist das anerkannte Ergebnis. Auch das Ergebnis eines internationalen Architektenwettbewerbs als Krönung dieser Arbeiten bestätigt das. Eine Straße der vielfältigen Begegnung ist keine Fußgängerzone, schade auch, allerdings es ist auch kein Parkplatz, auch schade, vielleicht. Es ist allerdings eine sehr begründete Veränderung der derzeitigen Situation auf der Schlossstraße und im Stadtteil Bensberg, die viele gesellschaftliche Veränderungen reflektiert und mit ihren wesentlichen Argumenten eine öffentliche Investition von über 15 Mio € absichert. Die Dauer des Vorhabens war mit 5 – 8 Jahren angegeben und die Detailplanung für die einzelnen Entwicklungsschritte ist in Arbeit.
    Wenn nun im Verlauf dieser Umsetzungsarbeiten zum InHK immer wieder längst erledigte Diskussionen aufkommen, so auch die zur Anzahl der Parkplätze in der Schlossstraße, dann liegt das in der Natur der Sache. Ein Vorhaben mit einer solchen Laufzeit hat diese „Nebeneffekte“, man darf sich nur nicht beirren lassen.
    Es liegt natürlich auch daran, dass nicht alle Einzelhändler auch wirklich davon überzeugt zu sein scheinen, dass sie mit ihrem heutigen Angebot unter den sich rapide verändernden Rahmenbedingungen auch bestehen können. Da scheint die hochfrequentierte „Haltestelle“ vor der Haustür ein einfacher aber vielgeliebter Rettungsanker, leider nur oberflächlich.
    Auf der anderen Seite gibt es eher weniger belastbare Statistiken über die Anzahl und die Auslastung der Parkplätze um die Schlossstraße herum, im zumutbaren Nahbereich zu den Geschäften, abgesehen von den Möglichkeiten auf den eigenen Grundstücken Kundenparkplätze einzurichten. Es gibt also noch viel „room for improvement“ ohne die Allgemeinheit in die Pflicht zu nehmen. Zumal die absehbaren rapiden Veränderungen sichtbar, greifbar und teils berechenbar sind.
    Es gibt einen weiteren Verlust des bislang lokal getätigten Einzelhandelsumsatzes an das Internet. Man spricht von 30 % in den nächsten 3 – 5 Jahren, vielleicht auch mehr in kürzerer Zeit, eine Prognose. Die Babyboomer gehen in Rente. Das ist im Gegensatz zum Onlinehandel keine Prognose, sondern die Gruppe kennt man, die sind schon da. Dadurch kommt es in den nächsten 20 – 30 Jahren zu einer dramatischen Veränderung des Durchschnittsalters der Gesellschaft. Fast die Hälfte der Gesellschaft wird älter als 65 Jahre sein, ca. 20 % mehr als heute. Das wird zu einem anderen Einkaufsverhalten führen, so der Einzelhandelsverband. Der Umsatz wird wesentlich über die Aufenthaltsdauer entschieden, was ein angenehmes Ambiente, eine entsprechende Aufenthaltsqualität erfordert.
    Genau dafür ist die Straße der vielfältigen Begegnung die richtige Antwort, weshalb auch alle dafür sind. Es gibt viel zu tun.

  2. Beim “Gejammere der Händler” wegen zu wenig Parkplätzen im Entwurf würde jeder mit einstimmen, der als Geschäftsfrau/mann auf die “Brötchenholen-Mentalität” der Kunden angewiesen ist, also mit dem Auto genau vor das Geschäft, das sie besuchen wollen. Das aber würde wirklich zu weit gehen. Die Wünsche der Händler aber, nach jahrelangem Rückschritt endlich für sie dem Optimum nahe kommende Verhältnisse zu schaffen, als “Geschnatter” abzutun, zeugt von einseitiger Sichtweise.

    Andererseits sind die Händler und/oder die Hauseigentümer in Jahrzehnten nicht in der Lage gewesen, die Parkplatznot durch entsprechende Maßnahmen an der Steinstraße zu lindern bzw. zu optimieren. Da war niemand des anderen Freund, es könnte ja ein Stein aus der Krone fallen.

    Der Verweis Herrn Thimmes auf autonomes Fahren zeugt von einem gewissen Realitätsverlust. Wann soll das denn greifen, wenn unsere Automobilhersteller noch nicht mal dem Dieselskandal Herr werden?

    Ebenso uneinsichtig scheint der Trotz der Händler, man würde auf 90% der jetzigen Parkplätze – wenn welcher Zahl auch immer – “bestehen”.

    Diese Gemengelage ist keine gute Grundlage für ein schnelles Weiterkommen in der Schlossstraße. Liest man von diesen Streitereien um Parkplätze, wird man an Scheidungen erinnert, bei der jede Seite ihre Pfründe sichern will, wo doch der weglaufenden Zeit wegen Konsens gefragt ist. Armes Bensberg!

  3. Ich kann dieses leidige Geschnatter wegen der Anzahl der Parkplätze langsam wirklich nicht mehr hören. ALLE Entwürfe sahen eine ähnliche Anzahl von Parkplätzen vor und der Sieger des Entwurfs Club L94 bewegt sich mit den 65 Stellplätzen genau im definierten Korridor entsprechend den gemeinschaftlich definierten Vorgaben.

    Entlang der Steinstraße gibt es genug Möglichkeiten, bei Bedarf weitere Parkplätze zu schaffen. Da muß die Schlossstr. wirklich nicht durch eine übermäßige Anzahl parkender Autos verschandelt werden.

    Letztlich gehört die Zukunft – wie es die Händlerschaft mittlerweile auch begriffen hat – autonom fahrenden Autos, die sich ihren Parkplatz – wo auch immer – selber suchen.

    Ich bin der Meinung, dass das INHK Bensberg genau diese Zukunft mit den neuen Rahmenbedingungen gestalten sollte statt sich rückwärtsgewandtem gejammere über eine vermeintlich doch so schöne Vergangenheit zuzuwenden.

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