Die Gruppe „#ichtuwasfürGL“ füllte in Sand neun Säcke mit Müll, vor allem an den Zufahrtsstraßen. Der Termin für die nächste Aktion der Initiative steht bereits fest.

Die Bilanz kann sich sehen lassen, hinterlässt aber auch Nachdenklichkeit: Am letzten Samstag im August sorgten 17 Frauen und Männer der Gruppe „#ichtuwasfürGL“ dafür, dass Straßenränder, Grünstreifen, Parkplätze und Wanderwege in der Umgebung von Sand gründlich von Abfällen aller Art befreit wurden. Am Ende waren neun gefüllte Abfallsäcke stumme Zeugen dafür, dass die Wegwerfmentalität wie eh und je existiert.

Nette Geste: Die Familie Hetzenegger lud zum Abschluss alle Akteure zu Frei-Eis und/oder kühlem Getränk ein. Dafür waren in dem Sander EDEKA-Supermarkt extra Tische und Stühlen aufgestellt worden.

„Wir sind auf einem guten Weg; es werden stetig mehr Leute, die bei uns mitmachen“, zeigte sich Debby Landwehr nach dem fünften Einsatz erfreut. „Wir wollen unsere Stadt sauberer machen. Es geht uns aber auch darum, das Bewusstsein aller zu schärfen. Unsere Botschaft: Wir müssen mit der Natur, die uns umgibt, viel schonender umgehen“, fügt sie hinzu.

Debby Landwehr ist Mitbegründerin dieser Aktionsgruppe, deren Mitglieder und Anhängerschaft aus allen Stadtteilen Bergisch Gladbachs kommen. Für Greifzangen und genügend blaue Säcke ist stets gesorgt. Nur eigene Schutzhandschuhe müssen selbst mitgebracht werden.

Bei der Aktion in Sand dabei: Rita Oberstein, Angie Schlösser sowie Ulrich Gürster und Oliver Renneberg, beide Mitglieder der CDU-Stadtratsfraktion

Plastikmüll und leere Flaschen

Den meisten Müll in Form von leeren Flaschen, Plastikbechern, zusammengedrückten Trinktüten, Pappe, Papierresten und zerdrückten Zigarettenschachteln fanden sich, wie man sich später gegenseitig bestätigte, in den Grünstreifen und Gebüschen an den Sander Zufahrtsstraßen.

Der Ortskern selber zeigte sich vergleichsweise sauber. „Offensichtlich werfen einige Menschen solchen Abfall einfach aus dem fahrenden Auto“, stellte Rita Oberstein aus Paffrath fest. Sie war zum ersten Mal dabei.

Es wurde auch Sondermüll entdeckt: zum Beispiel geschätzte 30 wild hinter einem Busch am Straßenrand entsorgte Musik-Kassetten oder ein vergammelter Autoreifen in der zweiten Grünreihe am Straßenrad.

Auch Oliver Renneberg, Mitglied der CDU-Stadtratsfraktion und früher langjähriger Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes „Stadtmitte, Sand, Hebborn“ war bei dieser Müllsammelaktion dabei. Er und Ulrich Gürster, Sachkundiger Bürger in der CDU-Fraktion, hatten sich – ausgerüstet mit Greifzange und oranger Sicherheitsweste – gemeinsam mit Rita Oberstein und Angie Schlösser das Gebiet vom Parkplatz Schloss Lehrbach hinauf nach Sand vorgeknöpft.

Nächster Einsatzort Paffrath

Für die Gruppe „#ichtuwasfürGL“ gilt: Nach der Aktion ist vor der Aktion. So heißt das nächste Einsatzgebiet Paffrath und Umgebung. Ort und Zeit stehen bereits fest.

Am 29. September werden sich die freiwilligen Müllentsorger(-innen) um 11.00 Uhr am Parkplatz der Gesamtschule (IGP) treffen.

Debby Landwehr: „Es wäre schön, wenn sich dann noch mehr Bürgerinnen und Bürger zum Mitmachen entschließen könnten.“

Weitere Beiträge zum Thema:

Initiative säubert GL, diesmal: die Saaler Mühle

„Ich tu was für GL“ räumt die Innenstadt auf

.

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.