Nachrichten, Hintergründe, Termine und Service aus Bergisch Gladbach

ist Bürger aus Schildgen und aktiv bei der Bürgerinitiative Sträßchen Siefen.

3 Kommentare zu “Die Arroganz der Planer und Politiker”

  1. Liebe Anja Nuding, ich stimme Ihnen vollkommen zu, dass möglichst keine Naturflächen zubetoniert werden dürfen. Und genau deswegen bin ich für Verdichtung innerhalb(!) bestehender Siedlungen – denn die Alternative ist der Bau neuer Wohnungen und Häuser außerhalb, was viel mehr Verkehr erzeugt, Fläche verbraucht und die grüne Landschaft ‘zersiedelt’. Nur ein Beispiel: Außerorts sind die meisten auf das Auto angewiesen – in der Stadt nicht. In Großstädten ist es ökologisch durchaus sinnvoll, in die Höhe zu bauen, da es weniger Flächenverbrauch und kürzere Wege bedeutet.

    Auch Ihre Anregung, dass mehr Menschen wohnortnah arbeiten sollten statt nach Köln zu pendeln, kann ich unterschreiben. Allerdings müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass dazu mehr Arbeitsplätze und mehr (Klein-)Unternehmen in unserer Stadt nötig sind.

    Vielleicht wird sich das Problem in 20 Jahren erledigen, weil dann die meiste Arbeit flexibel von zuhause erfolgt (soweit sie nicht ohnehin von Robotern erledigt wird) und Menschen wieder verstärkt aufs Land ziehen, wo es Platz und günstige Wohnungen gibt. Aber bis dahin müssen wir die Realität des Zuzugs und der ‘wachsenden Städte’ akzeptieren.

  2. Vielen Dank für den informativen Artikel!

    Von dem Projekt „Raumperspektive 2035“ hatte ich bisher noch nichts mitbekommen.

    Es ist sehr traurig, dass die Stadtverwaltung sich überregionalen Bauprojekten widmet bevor, das Thema Flächennutzungsplan beendet wurde.

    Ich stimme dem Autor in seinen Kritikpunkten voll zu, gerade das Thema „Grünflächen und Verkehr“ wird mal wieder komplett an der Realität vorbei geleitet.

    Was mir schleierhaft ist, weshalb in Politik und Wirtschaft immer nur von Wachstum und Effizienz die Rede ist. Wer profitiert vom FNP und der „Raumperspektive 2035“? Es wird so viel Geld und Zeit in Dinge gelegt, die nur darauf ausgelegt sind „Wachstum“ zu fördern, alles effizienter zu gestalten und mehr Steuern in die Kasse zu bringen. Nachhaltigkeit scheint ein Begriff zu sein der im Vokabular vieler Menschen nicht vorhanden ist, oder rein aus „ästhetischen“ Gründen eingesetzt wird.

    Was kann man z.B. dafür tun, dass nicht jeder zum arbeiten nach Köln pendeln muss um den Verkehr und die „Verdichtung“ zu entzerren? (Btw, die S11 hatte heute Morgen 120 Minuten Verspätung, 120 Minuten wegen einer Stellwerksstörung in Düsseldorf und die DB ist nicht in der Lage eine Ersatzbahn zu stellen? Und das ist kein Einzelfall, das passiert fast täglich das eine Bahn ausfällt, die nachfolgende fährt nur bis Dellbrück… wo ist da unsere Stadtverwaltung?)
    Wie wäre es, wenn sich die Politik mit aktuellen Problemen beschäftigt? Kita Plätze, Ganztagsbetreuung… es gibt bereits einen Mangel und der hebt sich durch Wachstum nicht von alleine auf.

    Ich möchte gerne auch noch auf einen Kritikpunkt im Kommentar von U. Kleinert eingehen.
    Mit Hinblick auf den „FNP“ hat eine „Verdichtung“ zur Folge, dass Grünflächen bebaut werden. Allein aus diesem Grund ist eine „Verdichtung“ für mich negativ belastet. „Jede Flächennutzung ist mit Umweltfolgen verbunden.“ schreibt das UBA auf seiner Homepage. Unter dem folgenden Link finden Sie alle Informationen zum Thema „Folgen der Flächennutzung“ oder auch „Verdichtung“: https://www.umweltbundesamt.de/daten/flaeche-boden-land-oekosysteme/flaeche/folgen-der-flaechennutzung#textpart-5 .
    Die Bewohner einer Großstadt wie Bergisch Gladbach profitieren von den grünen Flächen die sie umgeben. Wenn es im Sommer über Tage hinweg über 30° warm ist, sind es Wiesen und Wälder die wohltuende Abkühlung bieten. Beton und Architektur kann das nicht leisten. Auch „Urban Gardening“ ist vielleicht ein wundervolles Hobby, aber kein Ersatz für Wiesen und Wälder.

    Wenn eine nötige Bebauung stattfindet, sollte diese immer unter Berücksichtigung der Umwelt geschehen. Es ist schön, wenn neue Steuerzahler in die Stadt kommen, dies sollte m.M. nach nicht zu Lasten der Lebensqualität geschehen.

  3. Danke für den Hinweis auf das ‘Regiebuch’. Allerdings werde ich aus dem Beitrag nicht wirklich schlau, er scheint mir ziemlich wirr zusammengewürfelt.

    Was an einer ‘Verdichtung’ schlecht sein soll, erschließt sich z.B. nicht.
    Bergisch Gladbach ist kein Dorf mehr – sind es nicht gerade verdichtete Siedlungsräume, die eine Stadt ausmachen? Dabei geht zwar innerstädtisches Grün verloren, aber das ist allemal besser als eine Zersiedlung der Landschaft (die auch mehr Straßen erfordert).

    ‘Qualifizierung des Grüns’ mag ein merkwürdiger Technokratenbegriff sein, aber wenn damit eine Gestaltung von Parks und Grünflächen im Sinne der Nutzer*innen gemeint ist, z.B. Spielflächen, Sitzbänke, WLAN und urbanes Gärtnern, dann gerne!

    Unverständlich finde ich, warum hinsichtlich des Bedarfs an Gewerbeflächen von “fehlenden Zukunftstrends” und daher “nicht vorliegenden belastbaren Prognosen” die Rede ist. Die Trends (Automatisierung bzw. KI, Dezentralisierung, mehr Dienstleistungen, weniger Ressourcenverbrauch) sind klar erkennbar, und hier würde es sich lohnen nachzuhaken: Was bedeuten diese Entwicklungen für die lokale Ebene?

    Die Verkehrswende wird sicher nicht an der Finanzierung scheitern, da alles billiger ist als das erschreckend ineffiziente aktuelle Verkehrssystem. Mag sein, dass (auch) das ‘Regiebuch’ hier recht unkonkret bleibt – aber ist die Feinplanung seine Aufgabe?

    Lieber Herr Röhr, mir scheint, Sie suchen etwas zu krampfhaft die Haare in der Suppe. Es gibt sicher Punkte, die kritisiert werden können und sollten – aber Kritik ist überzeugender, wenn sie konkret und, wenn möglich, auch mal konstruktiv ist.

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