Das neue Konzept für die Personalkonzeption der Musikschule liegt nun vor und wird am Dienstag im Ausschuss für Bildung, Kultur, Schule und Sport besprochen. Das vorgeschlagene Modell, dass es zukünftig 70 Prozent festangestellte Lehrkräfte geben soll und 30 Prozent Honorarkräfte, ist ein großer Schritt in die richtige Richtung.

Die Musikschule könnte damit endlich wieder qualitativ angemessen arbeiten. Auch die vorgeschlagene Erhöhung der Honorarsätze von 25  auf 30 Euro ist wichtig und ein Signal an die Honorarkräfte, dass ihre Arbeit sehr geschätzt wird, kann aber nur ein Einstieg in eine wirklich angemessene Bezahlung sein.

Spannend wird sein, wie angesichts des Defizits der Stadt die Finanzierungsvorschläge in den Haushaltberatungen ausfallen werden und wie schnell das vorgeschlagene Konzept im nächsten Jahr umgesetzt werden kann.

+ Anzeige +

Wir begrüßen das neue Konzept sehr und hoffen, dass der politische Wille da ist, unserer Musikschule ein dauerhaft auskömmliches Bestehen zu garantieren und die prekäre Lage der Honorarkräfte ein Stück weit zu verbessern.

Das komplette Konzept finden Sie hier. 

Theresia Meinhardt

Stadtrat Bergisch Gladbach Bündnis '90/ Die Grünen

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

1 Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Hier die Stellungnahme eines Betroffenen (Honorarkraft für Violine und Viola seit 2002):
    Schön, dass nun doch endlich Bewegung in die Frage um die Personalsituation an der Musikschule kommt. Meine volle Zustimmung zum Beitrag von Theresia Meinhardt, dass das 70/30-Konzept (incl. 5 EUR Erhöhung des Stundenentgeltes der noch verbleibenden Honorarkräfte) ein ERSTER Schritt ist, auf den aber weitere folgen sollten.

    Als ich 2002 als Honorarkraft begann, habe ich übrigens 23 EUR für 45 Minuten Einzelunterricht bekommen. Heute, 16 Jahre später, sind es 25 EUR.

    Zu den Zusammenhangstätigkeiten: Die angedachte Summe von 20.000 EUR entspricht auf die einzelne Unterrichtsstunde heruntergerechnet 3 Minuten für 1,92 EUR, was dem tatsächlichen Bedarf bei weitem nicht gerecht wird. Hier nun ein Beispiel: Wie oft sitzen wir z. B. außerhalb des Unterrichts an unseren (übrigens selbstgekauften) Notenschreibprogrammen, um den Schülerinnen und Schülern Stücke, die sie gerne spielen wollen, passend für ihr Instrument und ihren momentanen Leistungsstand zu arrangieren. Im Vorlauf gehören dazu dann Recherchen im Internet, im eigenen Notenbestand oder im Notenfachgeschäft.
    Also auch hier, ein erster Schritt, dem bald weitere folgen sollten.

    Nichtsdestotrotz, danke an die Stadt, dass die Situation der Musikschule und die prekäre Lage vieler hochqualifizierter Lehrer mit akademischem Abschluss zunehmend Beachtung findet.