Im Vorfeld von Halloween warnt die Polizei vor strafrechtlichen Folgen einiger „Streiche” – die als Sachbeschädigung gewertet werden können. Für die Schäden kommen oft die Eltern auf – daher sollten sie mit ihrem Nachwuchs reden. 

Fast 20 Sachbeschädigungen sind in der Halloweennacht 2017 in RheinBerg angezeigt worden, berichtet die Polizei.  Tatverdächtige seien fast immer Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene. Daher richtet sich die Polizei mit einem Appell an die Eltern: „Reden Sie mit ihren Kindern über mögliche Konsequenzen – viele sogenannte Streiche sind Straftaten und werden verfolgt!”

Zwar können Kinder bis zum 14. Lebensjahr strafrechtlich nicht belangt werden, weil sie noch nicht schuldfähig sind. Aber schon Siebenjährige oder – bei Verletzung der Aufsichtspflicht – die Eltern, können für die Wiedergutmachung entstandener Schäden, die schnell Größenordnungen von einigen tausend Euro annehmen, zur Verantwortung gezogen werden.

In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November, der Nacht vor Allerheiligen, wird seit einigen Jahren auch in Deutschland Halloween gefeiert: Als Gespenster oder Hexen verkleidete Kinder und Jugendliche ziehen von Haus zu Haus und bitten um Süßigkeiten.

Wer nichts geben will oder kann, dem wird ein Streich gespielt: Der Briefkasten wird beispielsweise mit Konfetti gefüllt oder die Mülltonne mit Toilettenpapier oder Luftschlangen eingewickelt. Diese Streiche sind harmlos, andere dagegen können strafrechtliche Konsequenzen zur Folge haben.

„Wenn fremdes Eigentum beschädigt, beispielsweise ein Auto beim Einwickeln mit Toilettenpapier zerkratzt wird, ist das eine Sachbeschädigung”, sagt Joachim Schneider, Geschäftsführer der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

Dasselbe gelte, wenn die Hausfassade oder Autos mit Eiern beworfen werden oder brennende Gegenstände im Briefkasten landen. „Sachbeschädigungen werden mit einer Geldstrafe und sogar mit bis zu zwei Jahren Gefängnis geahndet. Hinzu kommt, dass die Täter den entstandenen Schaden ersetzen müssen”, so Schneider.

Mitgegangen, mitgefangen: Auch wer bei einem strafrechtlich relevanten Streich „nur” dabei war, könne wegen gemeinschaftlicher Sachbeschädigung belangt werden und muss ebenfalls mit mindestens einer Geldstrafe rechnen. Darüber hinaus sind die Kosten für den entstandenen Schaden aufzubringen.

„Es ist wichtig, dass Eltern ihre Kinder darüber aufklären, was noch als Streich durchgeht, was eine Sachbeschädigung ist und welche Konsequenzen daraus folgen”, betont Schneider. Außerdem sollten Eltern ihre Kinder dazu ermutigen, trotz Gruppendruck nicht bei Sachbeschädigungen mitzumachen, so Schneider weiter.

Mehr Infos der Polizei zum Thema Vandalismus

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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