Die CDU Senioren-Union Bergisch Gladbach hat sich über die Entscheidung der Stadt Bergisch Gladbach für den neuen Flächennutzungsplan informiert.

Eingeladen war der Vorsitzende des Stadtentwicklungs-und Planungsausschusses und stellvertretender Fraktionsvorsitzenden der CDU , Herr Lennart Höring, zum traditionellen Mittwochstreff im Restaurant-Hotel-Café Gronauer Tannenhof.

Der stellvertretende Vorsitzende Josef Mohr stellte den Referenten vor und erläuterte das Procedere des Verlaufs an diesem Nachmittag. Eine interessante und hocherfreuliche Neuigkeit konnte Herr Höring zu Beginn seines Berichts verkünden: Er wird neuer Kreisgeschäftsführer der Geschäftsstelle und folgt ab Januar 2019 Herrn Thomas Frank, der Bergisch Gladbach Richtung Essen verlässt.

Bereits vor fünf Jahren hatte man in Bergisch Gladbach an die Neuauflegung eines Flächennutzungsplans (kurz FNP) nachgedacht, um das Wachstum der Stadt zu ermöglichen. Der alte Plan wurde in den Siebziger Jahren von der Stadt Bensberg und der alten Stadt Bergisch Gladbach übernommen und reichte nicht mehr aus.

Die künftige Planung musste bebaubare Flächen aufweisen, die den Bedürfnissen einer Großstadt wie Bergisch Gladbach gerecht würden, wie Wohnungsbau, Schulen, Kitas , Altentagesstätten und Gewerbegebiete. Dies unter Berücksichtigung der Anbindung des Verkehrs im Sinne eines neuen Mobilitätsverhaltens der Bürger.

Der jetzige Plan wird getragen von den beiden Volksparteien CDU und SPD im Rat. Vor Einbringung des FNP in den Rat hätten nahezu 4000 Anfragen der Bürger beantwortet werden müssen sowie Einwände von Bürgerinitiativen, die in der Regel Eigeninteresse verfolgen. Für die in der Stadt ansässigen Wohnbauberechtigten ist der soziale Wohnungsbau nicht zu schaffen.

Der jetzige Plan wurde in der Fläche erheblich verkleinert, Flächen wie „Kölner Fenster“, am Neuborner Busch und Schlodderdicher Wiese wurden ebenfalls verkleinert und die restliche Fläche von der Prioritätenliste 1 in Prioritätenliste 3 verschoben. Mit einer Bebauung ist in Jahrzehnten nicht zu rechnen.

Die Bezirksregierung in Köln hat nun drei Monate Zeit, den Flächennutzungsplan zu prüfen und zu genehmigen. Danach gilt er als angenommen und verfügbar. Dann kann der Bebauungsausschuss Anträgen zustimmen.

Im Falle der Erweiterung des Gewerbegebietes der Fa. Krüger entscheidet die Bezirksregierung aufgrund des bestehenden Naturschutzes. Das Thema Verkehr und Ausbau des Radwegenetzes wurden im Rahmen einer Diskussion angeschnitten. Circa 30 Teilnehmer nahmen an der Veranstaltung mit regem Interesse teil.

Herr Mohr dankte Herrn Höring für seinen aufschlussreichen Bericht und schloss die Veranstaltung mit dem Hinweis auf die Weihnachtliche Feier im Rathaus am 12. Dezember 2018.

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4 Kommentare

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  1. Immer wieder weisen Politiker der GroKo darauf hin, dass sich in der zweiten Runde die Stellungnahmen der Bürger zum FNP wiederholt hätten. Das mag ja zum Teil sein, damit werden sie aber nicht falsch und wertlos.

    Wenn die Bürgerinnen und Bürger bei der Kommunalwahl in der Wahlkabine ihr Kreuzchen machen, dürfen sie das, wenn ich recht informiert bin, ohne Begründung. Jede Stimme zählt. So ist es auch beim Flächennutzungsplan. Wiederholungen in den Argumentationen sind nicht weniger wert, weil sie bereits in der ersten Runde vorgebracht wurden. Im übrigen enthält eine Vielzahl der Stellungnahmen aber auch neue Aspekte. Davon kann man sich beim Herunterladen der Eingaben von den Seiten der Stadt gut überzeugen.

  2. Es wird wohl wie beim Brexit laufen: Erst gibt es nur lautstarke Kritik von einigen wenigen. Nämlich denen, die sich für die Sache interessieren und engagieren. Später bei der Umsetzung des FNP wird man dann auch sicherlich etwas von den anderen hören, die im Moment (vermutlich eher aus Unwissenheit) schweigen.

    Aber dann ist es zu spät!

  3. Sehr geehrter Herr Röhr,
    richtig ist, dass sich die Politik in der ersten Runde vielen Stellungnahmen angeschlossen hat und den F-Plan deutlich verkleinert hat. Wir sind damit vielen Anregungen und Wünschen nachgekommen. Richtig ist aber auch, dass wir nach sorgsamer Lektüre der Stellungnahmen der zweiten Runde, die sich zu einem Großteil wiederholt haben, abgewogen haben, diesen nicht zu folgen. Verkehrslösungen müssen in B-Plänen im Detail gelöst werden, nicht auf der groben Ebene des F-Plans. Gleiches gilt für Umweltschutz, Artenschutz, usw.
    Die Stellungnahmen waren sehr unterschiedlich geprägt. Von ganz allgemeinen Vorschlägen, kritischen Äußerungen bis hin zu klarem Eigeninteresse: “bauen bitte ja, aber doch nicht vor meiner Haustüre”. Es war auch interessant zu sehen, wer sich am Anfang “lautstark” beschwert hat und am Ende nicht mehr zu hören war, weil Flächen, die ihn interessierten, rausgenommen wurden. Das gehört auch zur Wahrheit.
    MfG
    Lennart Höring

  4. Erneut wird die unfassbare Arroganz der CDU gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt deutlich. Zudem verschleiern die ungenauen Erklärungen des Autors die Tatsachen. Richtig ist:
    Zum Flächennutzungsplan gab es über 4.000 kritische Stellungnahmen und Einwendungen. Das waren keineswegs Anfragen, das war Protest. In der zweiten Runde haben über 2.300 Bürger ihre Kritik schriftlich und in beeindruckender Zahl äußerst dezidiert und umfassend geäußert. Hinzukamen ablehnende Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange, z.B. des RBN. Zu behaupten diese Einwendungen zum Flächennutzungsplan seien in der Regel aus Eigeninteresse erfolgt, ist eine grobe Missachtung des Engagements der Bürger und ihres Eintretens für eine lebenswerte Zukunft in Bergisch Gladbach. Herr Laufenberg verschweigt, dass ein Großteil der Kritik den gefährdeten Klimaschutz, das fehlende Leitbild und insbesondere die unterbliebene Lösung der Verkehrsprobleme zum Inhalt hatte.