Die GRÜNEN in Bergisch Gladbach, die BUND-Kreisgruppe Rheinisch Bergischer Kreis, der ADFC Kreisverband RheinBerg-Oberberg rufen auf zur Teilnahme an der Demonstration zum Kohleausstieg

am: 1. Dezember 2018 (Samstag)
um: 12:00 Uhr
in: Köln-Deutz, Deutzer Werft, 50679 Köln.

Eine Gruppe der GRÜNEN und ADFC fährt mit dem Fahrrad zur Demo nach Köln, eine weitere Gruppe fährt mit der S-Bahn.

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Treffpunkt beider Gruppen

um: 09:45 Uhr
in: Bergisch Gladbach vor dem Historischen Rathaus (Konrad-Adenauer-Platz 1, 51465 Bergisch Gladbach).

Die Radfahrer*innen schließen sich der Sternfahrt von ADFC und BUND an, die S-Bahn-Fahrer*innen gehen vom Rathaus zum S-Bahnhof Bergisch Gladbach und fahren von dort mit der S 11 nach Köln-Deutz.

Unter der Leitung des ADFC startet ab Refrath (Stadtbahnhaltestelle, Wickenpfädchen) eine zweite Radfahrer-Gruppe.

Im Dezember geht es gleich doppelt ums Klima: Beim Weltklimagipfel in Polen und in der Kohle-Kommission in Berlin. Während die Welt im polnischen Kattowitz über die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens verhandelt, entscheidet sich in Berlin, ob Deutschland seine Versprechen wahr macht – und schnell aus der Kohle aussteigt.

Und die Zeit drängt. Der Hitzesommer 2018 hat uns erneut bewusst gemacht: Der Klimawandel erhöht die Zahl extremer Wetterereignisse schon heute. Immer mehr Waldbrände und Hitzewellen, lang anhaltende Dürren, Überschwemmungen und Missernten sind die Folge. Im Globalen Süden sind die Folgen der Klimakrise besonders verheerend: Sie verschärfen Hunger und Armut und zwingen viele Menschen zur Flucht aus ihrer Heimat.

Wir müssen jetzt handeln, um die Erderhitzung zu stoppen und eine ungebremste Klimakatastrophe in der Zukunft zu verhindern – für uns alle und die kommenden Generationen. Als reiches Industrieland steht Deutschland besonders in der Verantwortung, beim Klimaschutz voranzugehen und das Pariser Klimaabkommen konsequent umzusetzen. Das bedeutet auch, die ärmsten und verwundbarsten Länder im Kampf gegen den Klimawandel besonders zu unterstützen.

Doch die Große Koalition versagt beim Klimaschutz: Das Klimaschutzziel 2020? Aufgegeben. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien? Ausgebremst. Der Ausstieg aus der Kohle? Aufgeschoben. Die Bundesregierung, die in der internationalen Klimapolitik einmal Antreiberin war, droht endgültig zur Bremserin zu werden.

Das wollen und werden wir ändern. Zusammen mit vielen tausend Menschen. Am 1. Dezember in Köln, vor den Toren des größten Braunkohlereviers Europas, und in Berlin, vor der Haustür der Bundesregierung. Wir rufen all den Verzagten in der Bundesregierung und der Kohlekommission zu: Wir müssen die weitere Erderhitzung stoppen und dafür den sozialverträglichen Kohleausstieg schnell und kraftvoll beginnen!

Theresia Meinhardt

Stadtrat Bergisch Gladbach Bündnis '90/ Die Grünen

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3 Kommentare

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  1. Hallo Herr Hövel,

    vielen Dank für Ihren Kommentar zum Demoaufruf und die abwägenden Gedanken zum Ausstieg aus der Kohle.
    Sie beendeten Ihren Kommentar mit der Hoffnung, dass von Deutschland aus eine breite Bewegung zum globalen Umdenken und Umsteuern in Sachen Klimaschutz startet.
    Ich denke, diese Bewegung gibt es bereits und sie hat sich am Samstag sehr bunt, kreativ und friedlich gezeigt. Ich finde es nur bedenklich, dass Deutschland, welches ja durchaus auf einem guten Weg in Sachen Klimaschutz war, nun als der große Bremser wahrgenommen wird von der Weltgemeinschaft.
    Nur wenn das reiche Deutschland, das die finanziellen Mittel hat, voran geht und zeigt, dass man eine hochkomplexe energieabhängige Wirtschaft umbauen kann, werden Schwellenländer dies aufgreifen und ein paar besonders schmutzige Schritte in der Wirtschaftsentwicklung überspringen. Die Weltgemeinschaft schaut ziemlich genau auf Deutschland und beachtet auch ein Stück weit abwartend, ob wir es schaffen oder ob wir scheitern. Ich erlebe das zb immer wieder, wenn ich beruflich in Frankreich unterwegs bin. Da sind die Leute meist sehr positiv und bewundernd eingestellt, was Deutschland sich vorgenommen hat, sagen aber auch, wenn wir es nicht schaffen, aus Kohle und Atom auszusteigen, dann kann Frankreich es mit seiner Atomkraft auch nicht schaffen.
    Natürlich könnte man kurzfristig global fürs Klima mehr erreichen, wenn wir Technologie in Indien, wie Sie vorschlugen, finanzieren. Langfristig dürfte uns das aber einholen. Wie soll man andere zum Saubermann erziehen wollen, wenn das eigene Haus weiter dreckig ist?
    Wie weit der Grünen für den Umbau der Energieversorgung bereit sind Kompromisse einzugehen, haben, denke ich, die Jamaika-Verhandlungen gezeigt. Sicher werden auf den Demos wie am Samstag grüne Utopien artikuliert, aber in Sachen realistischer Umsetzbarkeit haben die Grünen auch gezeigt, dass sie ideologisch lange nicht so verbohrt sind, wie viele glauben. Wenn es darum geht vorwärtszukommen, sind auch kleine Schritte besser als gar keine.
    Ich hoffe auch sehr, dass besonders die Ministerpräsidenten aus dem Osten für den erforderlichen Strukturwandel dort erfolgreich um viele Milliarden kämpfen werden. Da Ich selber aus dem Osten komme und erlebt habe und es immer noch erlebe, wie sehr der Zusammenbruch von großen Unternehmen das Aus für ganze Landstriche bedeutet hat, hoffe ich, dass man aus den Erfahrungen der Wende lernt und nicht wieder und weiter die Menschen dort ihrem Schicksal überlässt und somit weiter das Sonderförderprojekt für die AfD sponsert. Jede Million mehr, nimmt dieser Partei einen Teil ihrer Grundlage. Gleiches gilt natürlich für die Kohlereviere im Rheinischen, wobei man hier, wie Sie ja selbst schreiben, schon länger am sozialverträglichen Umbau arbeitet. Und dann hoffe ich natürlich für RWE und die anderen Energieversorger, dass sie ihre Konzerne erfolgreich umbauen werden. Noch ein Fiasko wie Bayer mit Monsanto oder VW und Co mit Dieselgate brauchen wir alle nicht.
    LG Theresia Meinhardt

  2. Solange die Speicherung elektrischen Stroms nicht hinreichend zuverlässig möglich ist, nützen die hohen installierten Leistungen der alternativen Energien nicht wirklich viel. Solange die Transportstraßen für Strom nicht ausreichen, stehen die Auspuffrohre der e-Autos und der anderen elektrisch betriebenen Aggregate (Waschmaschinen, Staubsauger, Toaster, etc,) in Frimmersdorf u.ä. Orten. Solange die Bereifung unserer Fahrzeuge mit Gummi und ähnlichen Stoffen erfolgt, wird die Feinstaubbelastung nicht wirklich sinken können. In Anbetracht des zunehmenden Aufkommens an täglichen Personenkilometern erscheint es angebracht, darüber nachzudenken, ob die in den 60er Jahren verworfene Erkenntnis, dass der Menschenmassenverkehr nur per Schiene zu bewältigen sei, vielleicht doch einen Ansatz für eine klimafreundlicheren Verkehr liefert.
    Das Thema „Senkung der CO2 Immission“ ist sehr komplex und kann derzeit nicht auf eine einzelne Maßnahme reduziert werden. Aber es ist erfreulich, dass der Sommer 2018 die Notwendigkeit vor Augen führte, dass den Menschen nicht mehr allzuviel Zeit bleibt, um das Problem der Klimaerwärmung zu lösen und es ist erfreulich, dass die Menschen das Problem zu erkennen scheinen.
    Ich kann nur hoffen, dass endlich eine Systemanalyse in Angriff genommen wird, um die Prozesse im einzelnen zu identifizieren und zu gewichten, die wirklich für die Klimaerwärmung verantwortlich sind. Ohne die Ergebnisse einer solchen Analyse bleibt leider viel Spekulation in den Disputen und verhindert fundierte Maßnahmen zum Schutz für uns alle.
    Lothar Sütterlin

  3. Hallo Frau Meinhardt,
    mittlerweile fehlt mir bei dem Thema Kohleausstieg bei beiden Lagern der realistische Blick. Der sozialverträgliche Ausstieg aus der Braunkohle läuft im rheinischen Revier bereits seit Jahren. Alte Blöcke werden schrittweise abgeschaltet. Personal wird über Vorruhestandsregelungen bereits reduziert. Soviel zu dem Beginnen eines sozialverträglichen Kohleausstiegs. Jetzt zu dem genannten Schnell und Kraftvoll. Haben wir hierfür bereits die energietechnische Infrastruktur? Die Netze müssten zunächst schnell und kraftvoll ausgebaut, oder? Wo ist der rote Faden für die Energiewende in Deutschland? Bei der Frage kommt dann die Standardantwort: „Die Bundesregierung hat hier versagt“. Das stimmt sogar. Aber mit Artikeln wie sie ihn schreiben bringen sie die Energiewende kein Stück voran. Im Gegenteil, der Artikel polarisiert, schafft Meinungslager, und setzt so bei der Energiewende einen absolut falschen Schwerpunkt…. die Braunkohle ist das Übel.
    Jetzt kann man sagen Klimaschutz und Energiewende soll man getrennt betrachten. Nun, das können wir in Deutschland nicht. Damals haben wir uns mit dem Ausstieg aus dem Atomstrom für eine Energiewende entschieden. Der Atomstrom soll durch erneuerbare Energie ersetzt werden. Das Alles unterstütze ich zu 100%. Nun hat der Ausbau der Netze nicht mit dem Ausbau von z.B. Offshore Windparks mitgehalten. Mit diesem Fakt führen wir in Deutschland eine Diskussion über einen schnellen Kohleausstieg! Aus meiner Sicht steht vor einem sozialerträglichen Kohleausstieg zuerst einen verbraucherverträglichen Kohleausstieg. Diesen hat man wohl nur wenn eine Infrastruktur bestehen würde.
    Nur hiermit kann man in der Öffentlichkeit nicht punkten, ist auch alles zu kompliziert. Aus meiner Sicht sind die Grünen mittlerweile in eine Art Populismus verfallen. Das sage ich mit großem Bedauern. Meine favorisierte Koalition für Deutschland war immer ROT / GRÜN.
    Aus meiner Sicht, und das sage ich als RWE Mitarbeiter, sollten alte Kraftwerksblöcke, wie bereits begonnen, schnellstmöglich vom Netz genommen werden. Jedoch sollte Deutschland mit Priorität 1 Länder wie z.B. Indien unterstützen (Finanziell und mit technischen Wissen) um dort die CO2 Bilanz zu verbessern. Hier kann man in dem gleichen Zeitraum viel mehr für das Klima bewirken. Klimaschutz ist nun mal global zu betrachten. Nur mit dem Slogan würden die Grünen wahrscheinlich auch nicht kurzfristig punkten. Dort wo am meisten imitiert wird sollten die reichen Industrieländer schnell und kraftvoll eingreifen. Wie gesagt… Klimaschutz ist global.
    Zu mir und meinem Arbeitsplatz. Wenn der Kohleausstieg in Deutschland für die Rettung des Klimas der sinnvoll nächste Schritt wäre, würde ich sofort meine Arbeit aufgeben wollen. Verlieren sie bitte nie bei ihren Forderungen die Menschen aus den Augen. Auch die betroffenen Menschen. Auch für Sie machen sie Politik. Auch wenn sie wahrscheinlich keine Stimmen von ihnen erwarten können.
    Wünsche ihnen für Morgen eine erfolgreiche und gute Demonstration. Am 09.12.2018 werde ich dann bei der Deutzer Werft stehen und demonstrieren. Aus meiner Sicht sind beide Termine überflüssig. Es wird das Klima keinen Micrometer in die ein oder andere Richtung bewegen….. leider aus Sicht des Klimaschutzes. Vielmehr sollte man in Deutschland ein breite Bewegung für das Einsetzen von Mitteln für einen globalen Klimaschutz starten. Diese Strahlkraft könnte die Weltgemeinschaft wahrnehmen, und zum Denken bringen.
    Freundliche Grüße
    Udo Hövel