Mit der Debatte über das Integrierte Handlungskonzept ist erst ins Bewusstsein gerückt, dass Bensberg einen Stadtgarten besitzt. Unsere Autorin zeigt in einer Fotoreportage, was damit gemeint ist – verbunden mit einem Wunsch an die Stadtplaner.

Text und Fotos: Helga Niekammer (Bensberg im Blick)

Unter dem Begriff „Stadtgarten” verstehen die Stadtplaner das großflächige Wiesengelände unterhalb des Vinzenz-Pallotti-Hospitals. Im Rahmen des Integrierte Handlungskonzeptes soll auch der Stadtgarten aufgewertet werden. Dabei sind einige landschaftliche Veränderungen für das naturbelassene Gelände geplant.

In einer Bildserie stelle ich den den Stadtgarten vor. Verbunden mit dem Wunsch, dass das Gelände am Lieblingsweg nicht verändert wird.

Dieses Foto zeigt den Schwester-Matthia-Weg. Er schlängelt sich durch grüne Wiesen, vorbei an der stattlichen Baumreihe hinab in die City von Bensberg.

Der ruhige Weg bietet neben dem  Panorama-Blick angenehme Ruhemomente in naturbelassener Landschaft. Er führt von Bensbergs Höhe – Vinzenz-Pallotti-Straße – hinab in den Klausenberg und mündet nahe der Schlossstraße im geschäftigen Treiben.

Zu jeder Jahreszeit offenbaren dieser schmale Pfad und sein Umfeld die Möglichkeit, den Blick schweifen zu lassen, egal ob man ins Tal oder auf die Höhe spaziert.

Dominierend ist hier das Panorama von Schloss Bensberg (Foto ganz oben) oder die ausgefallene Architektur des Rathauses, im Volksmund Affenfelsen genannt.

In den Wintermonaten blinzelt sogar die Thomas-Morus-Akademie (Kardinal Schulte Haus), hinter den Ästen der Bäume hervor. Beeindruckend ist bei klarer Sicht auch der Blick auf die Kulisse der Kölner Bucht mit Dom und Colonius.

Den „Stadtgarten“ (so die offizielle Bezeichnung für das Gelände) ist ein Bereich der ohne Gestaltungsmaßnahmen viel Charme entwickelt. Kinder und Erwachsene nutzen diese Oase mit Begeisterung.

Im Herbst steigen hier bunte Papierdrachen in luftige Höhen. Im Winter ist die hügelige Adresse ein kleines Rodelparadies. Der Sommer lädt zum Ausruhen und Sonne tanken ein. Außerdem hat der Standort zauberhafte Sonnenuntergänge im Programm.

Hinweis: Der Schwester-Matthia-Weg führt von der Vinzenz-Pallotti-Straße (VPH) ins Tal. Hier befinden sich Haltestellen zum öffentlichen Nahverkehr.

Den Ursprung des Namens konnten wir leider nicht herausfinden. Vielleicht wissen Sie etwas über Schwester Matthia? Oder über die Geschichte des Stadtgartens? Nutzen Sie das Kommentarfeld unten oder melden Sie sich per Mail.

Diese Bildserie wurde aus aktuellen und Archiv-Fotos zusammengestellt.

Mehr Informationen zur geplanten Aufwertung des Stadtgartens finden Sie hier. Über die verschiedenen Aspekte des InHK informieren wir in diesem Beiträgen.

ist freiberufliche Journalistin (Text und Bild), weitere Berichte und Fotos finden Sie auf bensberg-im-blick.de.

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6 Kommentare

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  1. Guten Tag Herr Eschbach – Ihr Vorschlag… ” Schön wäre, wenn Stolperfallen beseitigt wären, man sich ohne Probleme auch mit “Gegenverkehr” bewegen könnte, egal ob Kinderwagen oder Rollator, auch Fahrrad und wenn die Wegeverbindungen für die Naherholung eine Erweiterung erfahren würden.” ….gefällt mir sehr gut! So wäre das Gelände für alle gut begehbar.

  2. Zum Stadtgarten wurde dieses Naturschutzgebiet erst durch das integrierte Handlungskonzept für Bensberg (InHK Bensberg), auch wenn die Überlegungen dazu schon sehr viel älter sind. Wenn dieses Gebiet denn nur einen Teil der Aufwertung erfährt, wie sie im InHK geplant ist, bei dieser Lage, ein Gewinn für die Stadt. Schön wäre, wenn Stolperfallen beseitigt wären, man sich ohne Probleme auch mit “Gegenverkehr” bewegen könnte, egal ob Kinderwagen oder Rollator, auch Fahrrad und wenn die Wegeverbindungen für die Naherholung eine Erweiterung erfahren würden. Ein landschaftlicher Erlebnisraum vor der Haustür, als Bindeglied im Stadtteil, ein Stadtgarten eben.
    Auch schön zu sehen, dass das Kölner Fenster ein typischer Blick in die Rheinische Tiefebene ist, am Rande der Kölner Bucht, die Wertigkeit liegt eben in der Lage in der Metropolregion. Die Wertigkeit gilt es für den Höhenrücken am Rande der Kölner Bucht zu erkennen, zu erhalten, zu schützen und für viele nutzbar zu machen. Herzlichen Dank für die Auswahl schöner Bilder.

  3. ‘Rodelparadies’, naja…dazu bräuchte es erstmal Schnee. ;-)
    Irgendwie amüsant, dass die ortsunkundigen Stadtplaner die Krankenhauswiese als ‘Stadtgarten’ bezeichnen. Aber was sind Namen, wenn es so schöne Fotos gibt? Danke dafür!

  4. Schade, dass man für ihre Informationen zusätzlich googeln muss, um die Bedeutung der (lateinischen) Begriffe zu erfahren.

  5. Guten Tag, Herr Meier, vielen Dank für den Hinweis zu Schwester Matthia. Ich hatte auch in der Chronik zum VPH gesucht, aber dort leider keine Angaben gefunden. MfG Helga Niekammer

  6. Schwester Matthia Feilen (1909-1968). Sie war in der Verwaltung des VHP tätig und in ihrem Orden (Missionsschwestern vom katholischen Apostolat) Generalprokuratorin. Im VPH war sie ab 1962 Kommunitätsoberin.