Fotos: Helga Niekammer

Das von 27 Künstlern genutzte „Atelier 24“ im Technologiepark in Moitzfeld wird aus Sicherheitsgründen geräumt. Ein Brandschutzgutachten hatte ergeben, dass eine Nutzung des Atelierhauses nicht zulässig und eine Sanierung nicht möglich ist.

Sämtliche Mieter müssen das Gebäude kurzfristig verlassen, teilte das Immobilienunternehmens BEOS am Mittwoch mit. BEOS führt den TechnologiePark Bergisch Gladbach seit Ende 2017.  „Aufgrund der baulichen Situation ist eine Sanierung nicht möglich“, sagt Nike Boch, BEOS-Projektmanagerin.

Nach der Übernahme des Areals hatte BEOS alle 35 Gebäude des TechnologieParks unter dem Aspekt Brandschutz unter die Lupe genomme. Dabei seien bei dem in den 1970er-Jahren errichteten Gebäude erste Sicherheitsbedenken festgestellt worden, die durch die Gutachten nun bestätigt wurden.

BEOS bedauert, dass eine Nutzung für die Mieter nicht möglich ist – und wolle bei der Suche nach neuen Flächen helfen, erklärte Boch weiter. Dazu würden auch Gespräche mit der Stadt geführt. „Unsere Hoffnung ist, dass zeitnah geeignete Flächen für möglichst viele Künstler gefunden werden können“, sagt Frau Boch.

Seit 2000 wird das Gebäude als Künstlerhaus genutzt. Zuletzt hatten dort auf 900 Quadratmetern 26 Künstler gearbeitet. Betroffen ist auch die Galerie Atelierhaus24, die von Karsten K. Panzer geleitet wird.

Technologiepark und Technologie Zentrum in Moitzfeld. Foto: Bergisch Schön

Zum Hintergrund

Der TechnologiePark Bergisch Gladbach umfasst 35 Gebäude mit einer Gesamtmietfläche von 74.600 Quadratmetern, die zwischen 1960 und 2007 errichtet wurden. Insgesamt gibt es zurzeit 140 gewerbliche Mieter mit circa 2.000 Mitarbeitern.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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2 Kommentare

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  1. Vor knapp 20 Jahren zogen da Küstler ein, und jetzt dann doch schon so schnell hat man festgestellt, dass das brandgefährlich ist?
    Donnerwetter!

  2. Diese Art von Zwangsräumung fühlt sich an
    wie eine würdelose Vertreibung aus Räumen,
    in denen Kreativität und Leidenschaft zur
    Kunst zu Hause war.
    Und nun? Obdachlos?
    Künstlerinnen suchen bezahlbare Räume,
    ein Asyl. Vielleicht in den leer stehenden
    Containern für Asylanten?
    Ein Künstlerinnen-Dorf in Bergisch Gladbach?
    Welch eine Vision