Schienenbus auf der Brücke über den Refrather Weg, vor der Moschee. Foto: Jörg Seidel

Eigentlich gibt es auf dem Bahndamm zwischen Gladbach und Bensberg schon seit 54 Jahren keinen Personenverkehr mehr. In wenigen Tagen kann man die Strecke aber noch einmal ein Stückchen weit befahren. Bis zum ehemaligen Hauptbahnhof, der früher in Gronau lag. 

Der Rheinische Industriebahn Museum e.V. hat angekündigt, mit seinem historischen Schienenbus noch einmal die noch befahrbaren Streckenteile der sogenannten Sülztalbahn zu bereisen – die  einst von Köln-Mülheim bis Lindlar führte.

Die Fahrt startet am Sonntag, 31. März, auf dem Betriebsgelände des Vereins in Köln-Bilderstöckchen, nur dort und bei einem Zwischenhalt im Kölner Hauptbahnhof kann man zusteigen. Die Fahrkarten kosten 30 Euro, Details siehe unten.

Von Köln aus geht es zunächst bis Hoffnungsthal und von dort über Deutz-Tief nach Bergisch Gladbach. Hier will der Verein auch den früheren Bahnhof in Gronau ansteuern, bestätigt Jörg Seidel, der die Tour organisiert. Wie bereits 2006, von der damaligen Fahrt stammen die Fotos.

2006 auf dem Zanders-Gelände. Foto: Jörg Seidel

Für die Fahrt auf dem ersten Stückchen des „alten Bahndamm” wurde die Strecke extra freigeschnitten. Weit über den Refrather Weg hinaus geht es jedoch nicht, weil dort die Gleise nicht mehr sicher sind.

So sieht es auf der Trasse heute aus. Links der Bahnsteig des Gronauer Bahnhofs

Die Sülztalbahn wurde ab 1868 gebaut und reichte von Köln über Bergisch Gladbach, Bensberg, Rösrath, Hoffnungsthal nach Lindlar. Heute sind von dieser Bahnlinie nur noch Streckenabschnitte in Rösrath und Bergisch Gladbach in Betrieb.

Das heutige Verwaltungsgebäude der FHDW war damals der Gronauer Bahnhof, der auch als „Hauptbahnhof Bergisch Gladbach” firmierte. Die Geschichte dazu hatten wir gerade in der Serie „Bild der Woche” aufgeschrieben.

Heute FHDW, bis in die 1960er Jahre der Gronauer Bahnhof. Foto: Thomas Merkenich

Der Abzweig auf den (inzwischen) alten Bahndamm war noch lange für Güterzüge ins Industriegebiet Zinkhütte genutzt worden – aber auch das ist nun seit einigen Jahren Geschichte. Der Bahndamm selbst ist längst weitgehend zugewuchert und Gegenstand einer ebenso erbitterten wie lang anhaltenden Debatte über seine künftige Nutzung.

Gewerbegebiet Zinkhütte. Auch hier ist das Gleis demontiert worden. Foto: Jörg Seidel

Fahrplan und Preise:

Abfahrt ab Köln-Bilderstöckchen am 31.3. um 12:45 Uhr. Köln Hbf. ab ca. 13:00 Uhr.

Fahrpreis für Fahrgäste ab 14 Jahre:  30,00 Euro, Fahrgäste von 8-13 Jahre: 15,00 Euro

Während der Fahrt gibt es Erläuterungen zur Strecke sowie Kuchen, Kaffee und kühle Getränke.

Anmeldungen per E-Mail unter sonderfahrten@rimkoeln.de

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Bild der Woche: Ein Bahnhof für die Bildung

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4 Kommentare

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  1. Natürlich war es kein offizieller Hauptbahnhof, er ist aber offenbar eine Zeitlang so wahrgenommen und genannt worden.Die in unserem Beitrag genannte Quelle ist Wikipedia. Dort heißt es im Beitrag „Bergisch Gladbach (Gronau)“ u.a.: „Nach Fertigstellung des Bahnhofs in Gronau, der den kompletten Personenverkehr übernahm und volkstümlich als „Hauptbahnhof“ bezeichnet wurde, und der entsprechenden Gleisanlagen rollte die Eisenbahn ab 4. Januar 1912 über die neue Strecke.“

    Für den Volksmund gibt es in der Regel keine offizielle Quelle.

  2. Auch wenn es in der von Ihnen selbst verfassten Quelle so steht, wird es nicht richtiger. Es war nie ein Hauptbahnhof. Weder bahnamtlich, noch im Volksmund. Bitte nennen Sie mir eine offizielle Quelle.

  3. Der Gronauer Personenbahnhof war nie ein Hauptbahnhof. Weder bahnamtlich, noch im Volksmund.
    Eine Zeitlang war er der einzige Personenbahnhof auf Gladbacher Gebiet, mehr aber auch nicht.