Bei einem Probe-Backtag im Bergischen Museum lernten Schüler der Evangelischen Grundschule Bensberg, wie man vor 100 Jahren Korn in leckeres Brot verwandelte.  

Wie verarbeitete man vor Brotmaschine und Fertigbackmischung Korn vom Feld in leckeres Brot? Das wollten Drittklässler von der Evangelischen Grundschule Bensberg wissen, die sich bereit erklärt hatten, einen neu konzipierten Workshop für Grundschulen im Bergischen Museum für Bergbau, Handwerk und Gewerbe auszuprobieren.

Denn das Backen hat im Bergischen Museum Tradition. Wenn einmal im Monat der Geruch frischen Brotes aus dem historischen Backhaus strömt, ist das kleine Häuschen Anlaufpunkt Nummer eins von Besuchern, Mitarbeitern und Kollegen aus dem Bensberger Rathaus.

Die Klasse aus der benachbarten Evangelischen Grundschule sind nun die ersten Schüler, die nicht nur Museumsbäcker Bernhard Fröhlingsdorf über die Schulter schauen dürfen, sondern in einem begleitenden Workshop einen Backtag wie vor 100 Jahren Schritt für Schritt nachvollziehen. „Unser Ziel ist es, den Schülern zu zeigen, wie wichtig Brot als Grundnahrungsmittel für die Menschen früher war – und wieviel Arbeit es bedeutete, wenn man Brot nicht beim Backautomaten im Diskounter nebenan kaufen konnte“, so die Museumsleiterin Sandra Brauer.

Daher hat sich Nina Görlich, Museologiestudentin aus Hückeswagen, während ihres vierwöchentlichen Praktikums intensiv mit dem historischen Handwerk beschäftigt und sich Aktivitäten ausgedacht, um mit den Schülern anhand historischer Objekte und Kopien von Fotos aus den Museumssammlungen den Weg vom Korn zu Brot zu erarbeiten.

„Wir freuen uns sehr, dass sich die Klasse von der benachbarten Evangelischen Grundschule bereit erklärt, mit uns den Workshop auszuprobieren“, so Brauer weiter. „Wir sehen so, was gut funktioniert und was wir noch überarbeiten müssen. Die Rückmeldungen der Schüler sind für diesen Prozess unglaublich hilfreich.“

Bei den Vorbereitungen unverzichtbar war der Museumsbäcker. Mit viel Engagement füllt seit zwei Jahren Bäckermeister Bernhard Fröhlingsdorf diese Rolle aus. „An einem solchen Ofen zu arbeiten“, weiß der Bäckermeister heute, „erfordert viel Fingerspitzengefühl und ist immer wieder eine reizvolle Herausforderung.“

Mit im Boot ist auch sein Arbeitsgeber, die Bäckerei Kürten in Herkenrath. Inhaber Hubert Kürten unterstützt die Backtage im Museum – und somit auch das neue museumspädagogische Angebot – schon seit mehreren Jahren mit Sachspenden. Denn natürlich backen auch die Schüler ihren eigenen Blatz am Ende des Workshops!

„Leider können wir das neue museumspädagogische Angebot in diesem Jahr zunächst nur an ausgewählten Terminen für jeweils eine Grundschulklasse anbieten“, bedauert Brauer. Denn das Museum und Förderverein suchen noch personelle Unterstützung. „Wir freuen uns über Interessenten, die Lust haben, als Honorarkräfte bei der Entwicklung und der Durchführung von solchen Angeboten für Schulen zu helfen“, erklärt Herbert Ommer, Vorsitzender des Fördervereins. Interessenten können sich bei der Museumsleitung telefonisch oder per E-Mail melden.

Der Workshop dauert ca. zwei Stunden und ist für Grundschulklassen ab Jahrgangsstufe zwei geeignet. Die Kosten betragen 5 Euro pro Schüler inklusive Eintritt. Mehr Informationen zu den Terminen, den Inhalten und zur Buchung sind ab dem 28. März 2019 unter www.bergisches-museum.de zu finden.

Pressestelle Stadt BGL

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