Nach der Schließung de Stadtteilbüros gibt es nur noch ein einziges Bürgerbüro, im alten Stadthaus am Marktplatz (links).

Die Fraktion der CDU kritisiert die Zustände im Bürgerbüro in der Innenstadt hart. Gleichzeitig macht sie konkrete Vorschläge für die Neueröffnung von Bürgerbüros in Bensberg und Refrath. 

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Für eine Neueröffnung von Bürgerbüros in Bensberg und Refrath wird sich die CDU-Fraktion nach den Worten ihres Vorsitzenden Dr. Michael Metten (Foto) „mit Nachdruck einsetzen“. Die gegenwärtige Situation, dass das Beantragen und Ausstellen von Personalausweisen und Pässen nur noch in dem einzigen Bürgerbüro in der Stadtmitte möglich sei, „ist ein unhaltbarer Zustand“, bemängelt Metten.

„Der Warteraum innerhalb des Bürgerbüros im alten Stadthaus ist viel zu oft restlos überfüllt; es gibt zu wenig Stühle; die Wartezeiten werden lang und länger“, gibt der Fraktionsvorsitzende zu bedenken. Entsprechend nähmen die Beschwerden zu, „was absolut verständlich ist“.

Stadt schließt das Bürgerbüro Bensberg (vorerst)

Eine Entzerrung der Situation könne nur über Dezentralität erreicht werden. „Die CDU-Fraktion wird deshalb einen deutlichen Antrag in den zuständigen Fachausschuss einbringen und darin die Verwaltung auffordern, die Einrichtung der Bürgerbüros in Bensberg und Refrath rasch zu realisieren“, kündigt Metten an.

Geeignete Räumlichkeiten in Refrath

„Viele Bürgerinnen und Bürger sind zurecht verärgert über die gegenwärtige Situation, die alles andere als bürgernah ist“, betont der Vorsitzende des CDU-Ortsverband Refrath, Robert Martin Kraus, der auch Mitglied des Fraktionsvorstands ist.

Es gebe bereits ein „leerstehendes, knapp 80 Quadratmeter großes Ladenlokal im Zentrum Refraths, von den Mietkonditionen moderat, das alle Voraussetzungen für ein Bürgerbüro erfüllt“, ergänzt Hermann-Josef Wagner, der den Wahlbezirk Refrath-Mitte/Kippekausen im Stadtrat vertritt. „Die Eröffnung dieser Außenstelle kann also ganz rasch über die Bühne gehen, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen“, so Kraus und Wagner.

Bensberg braucht schnelle Lösung

Eine schnelle Lösung strebt die CDU-Fraktion auch für Bensberg an. Konkret sollte von der Verwaltung geprüft werden, ob innerhalb des für die Schlossstraßen-Sanierung notwendigen Bürokomplexes des Integrierten Handlungskonzepts (InHK) ein Teilbereich vorübergehend für ein Bürgerbüro genutzt werden kann, empfiehlt der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Lennart Höring, im Stadtrat Vertreter des Bezirks Bensberg-Süd/Kaule.

Falls dafür innerhalb des InHK-Büros die Voraussetzungen nicht gegeben seien, müsse ein geeignetes Ladenlokal angemietet werden. Michael Metten plädiert dafür, dass nach Abschluss aller Baumaßnahmen in der Innenstadt „ein angemessenes Bürgerbüro ins Bensberger Rathaus gehört“.

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2 Kommentare

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  1. Ich kann “Karl Heinz” nur zustimmen. Ich kenne die Situation in anderen Städten. Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung leisten im Bürgerbüro Bergisch Gladbach einen guten Service. Auch ich werte die Einlassungen des CDU-Fraktionsvorsitzenden als nachträgliches Wahlkampfgetöse, übrigens genauso wie die plötzliche Kehrtwende zum Thema Gewerbegebiet Spitze. Das neue Nachdenken ist zwar sehr zu begrüßen, der zeitliche Zusammenhang mit der CDU-Schlappe bei der EU-Wahl hat aber ein Geschmäckle und in der städtischen Broschüre zum Flächennutzungsplan (FNP) klingt das alles noch sehr anders. Auch ist bemerkenswert, wie die CDU nun auf die Verwaltung eindrischt, der die Alleinverantwortung für das Nachsitzen des Rates zum Flächennutzungsplan zugeschoben wird. Nein, das Gesamtkonzept FNP ist das eigentliche Problem und da tragen CDU und SPD die Hauptverantwortung, gemeinsam mit der Stadtverwaltung.

  2. Da ich vor kurzem noch im Bürgerbüro war, muss ich ihnen widersprechen. Obwohl der Wartebereich sehr voll war (34 Leute vor mir) ging es zügig voran und es dauerte genau 29 min bis ich meinen neuen Ausweis hatte. Während der Wartezeit kam ich ins Gespräch mit einem Ehepaar aus Refrath, die mir erzählten das es bei weitem nicht so lange dauert als beim mobilen Bürgerbüro in der Sparkasse und man kann es schön mit einem Besuch der Stadt verbinden wenn man ins Bürgerbüro muss. Das meiner Meinung nach nicht vorhandene Problem greifen Sie doch jetzt nur auf da die EU Wahl ja nicht so gut für Sie lief und die Kommunalwahlen anstehen. Da greifen Sie nach jedem Strohhalm um die Bürger auf ihre Seite zu ziehen. Dafür nehmen Sie sogar in Kauf das die gute Arbeit der Mitarbeiter des Bürgerbüros in Frage gestellt wird.