Unbekannte haben das ruhige Pfingstwochenende genutzt, um alle Düsen der Springbrunnen des Rosengartens zu stehlen. Das ist nicht der erste Fall eines Metalldiebstahls in den Grünanlagen der Innenstadt.

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Eigentlich ist der Rosengarten im Augenblick ein perfekter Ort zum Verweilen, denn die unzähligen Rosenstämme stehen in voller Blüte. Leider musste die Abteilung StadtGrün aber am Dienstag einen ungewöhnlichen Diebstahl feststellen. Alle neun Düsen der Brunnenanlage sind entwendet worden.

Die denkmalgeschützte Gartenanlage aus den 1930er Jahren wurde damit beschädigt, die Experten von StadtGrün müssen nun recherchieren, wo es diese Düsen noch gibt und zu welchem Preis sie nachgerüstet werden können. Es wird zudem Anzeige gegen unbekannt gestellt.

Immer gibt es im öffentlichen Raum Metall-Diebstähle, zuletzt waren vor rund zwei Jahren ganz in der Nähe eine Gruppe von Kranichen-Kunstwerken aus Metall über Nacht einfach abgesägt und entwendet worden.

Sachdienliche Hinweise zu dem Vorfall im Rosengarten an der Ecke Odenthaler Straße/Am Broich nimmt die Polizei unter der Rufnummer 02202 205-0 entgegen.

Hintergrund: Der Rosengarten

Der circa 4000 Quadratmeter große Rosengarten befindet sich in der Stadtmitte von Bergisch Gladbach zwischen der Odenthaler Straße im Osten und der Straße Am Broich im Norden.

Laut einer Quellenangabe erwarb die Stadt Bergisch Gladbach im Jahr 1936 die Parzellen für die Planung des Rosengartens von Wilhelm Odenthal, ein früherer Ziegeleibesitzer von Bergisch Gladbach. Eine dazugehörige Flurkarte aus dieser Zeit zeigt, dass das Gelände bis dahin unbebaut war und die heutigen Straßenführungen in diesem Plan schon dargestellt sind.

Ein Artikel der Zeitung „Westdeutscher Beobachter” aus dem Jahr 1936 kündigt die Gestaltung des Geländes des Rosengartens als „Eine Stätte der Erholung und ein Schmuckstück im Gesamtrahmen der gärtnerischen Gestaltung” an.

Archivfoto von 2004. Foto: Peter Mattes

Schaugarten und Erholungsstätte

Der Gartenarchitekt Carl Rohde aus Bad Godesberg wurde von der Stadt Bergisch Gladbach 1936/37 mit der Planung des Rosengartens beauftragt. Er gestaltete den Rosengarten als einen architektonischen Schmuckplatz unmittelbar in der Nähe des Villenviertels am Mühlenberg. Er sollte den Bewohnern und Besuchern der Stadt Bergisch Gladbach als Schaugarten und Erholungsstätte dienen.

1987 wurde der Park grundsätzlich überarbeitet. Die Landschaftsarchitekten Gustav und Rose Wörner hatten unter Berücksichtigung der historischen Substanz ein Sanierungskonzept erstellt, in dem auf der ehemaligen Rasenfläche einige Rosenbeetpflanzungen ergänzt wurden. Auch sind die Eingangsbereiche zu der Gartenanlage modifiziert worden.

Insgesamt wurde durch eine vielgestaltige Bepflanzung des Gartens mit Rosen und den üblichen standortgerechten Begleitstauden in meist gruppenweiser Anordnung und einem illuminierten Brunnen mit sehr schönem Wasserbild eine abwechslungsreiche städtische Gartenanlage geplant.

Im Jahr 2001 wurde der Rosengarten unter Denkmalschutz gestellt.

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1 Kommentar

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  1. Wenn man den Brunnen bzw den Ort (übrigens direkt neben der Grundschule) kennt,weiß man das dort neben Alkohol und Drogenexzessen sowie im Sommer letzten Jahres campierende Obdachlose zum Alltagsbild gehören.Wundert mich nicht das nun soetwas kommt meidet man als Zivilperson doch lieber diesen Ort Abends und vor allem am Wochenende.