999 Kinder werden in dieser Woche in Bergisch Gladbach eingeschult. In Bensberg mussten einige Grundschüler nach Moitzfeld ausweichen, auch in Refrath gab es Engpässe. Dort praktiziert die Stadt ein vorgezogenes Anmeldeverfahren für 2020 – mit ersten Fristen in wenigen Tagen. 

Im Grundsatz gibt es bei der Versorgung der Bergisch Gladbacher Kinder mit Grundschulplätzen (im Gegensatz zu Kita und OGS) keine Probleme. Wo einzelne Engpässe auftreten, regelten das die gut vernetzten Schulen untereinander, bestätigte die Schulverwaltung jetzt noch einmal.

Es gibt aber Ausnahmen: In Refrath waren die Plätze schon 2018 knapp, in diesem Jahr zeichneten sich auch in Bensberg hohe Anmeldezahlen ab. Schon im Frühjahr hat die Stadt daher bei den Grundschulen in beiden Stadtbezirken die Zahlen abgefragt.

Demnach mussten zehn Bensberger in Moitzfeld und ein weiterer Schüler in Herkenrath eingeschult werden, teilte die Verwaltung im März im Schulausschuss mit. Ob es bei diese Zahlen geblieben ist, darüber hat die Schulverwaltung keine Informationen.

In Refrath wurde ein zusätzlicher Klassenraum in einem Container an der Schwerfelstraße eingerichtet, um den Bedarf zu decken.

Erste Frist läuft am 6. September aus

Um Engpässe im folgenden Schuljahr 2020 zu vermeiden hat die Stadt die Eltern dort sehr früh angeschrieben; schon bis zum 6. September sollen sie bis zu drei Wunschschulen melden. Einzelne Schulen wir die KGS Frankenforst reagierten ebenfalls und bieten schon jetzt Infoabende an, in Frankenforst am 2.9. um 19:30 Uhr.

Betroffen sind im Bezirk Refrath/Kippekausen/Frankenforst fünf  sowie in Bensberg drei Grundschulen. Wenn sich aus den Vor-Anmeldungen weitere Engpässe ergeben, sollen die Schulleitungen der im Bereich liegenden Grundschulen gemeinsam über die Aufnahme entscheiden, erläutert die Stadtverwaltung. Daher macht es Sinn, die Wahl der Wunschschule auf dem Anmeldebogen zu begründen.

Schon Anfang Oktober sollen die Eltern einen Bescheid gekommen, auf welcher Grundschule ihr Kind aufgenommen werden soll. Mit diesem Schreiben kann dann die endgültige Anmeldung erfolgen.

Schulen ziehen Infoabende vor

Der Vorteil dieses Verfahrens, so die Stadt, sei ein frühzeitiger Ausgleich zwischen den Schulen. Außerdem bekommen die Eltern sehr früh eine Planungssicherheit.

Die betroffenen Grundschulen wurden gebeten, die jeweiligen Informationsabende frühzeitig stattfinden zu lassen, so dass eine Information vor Abgabe der Meldebögen erfolgen kann. Die Termine lassen sich bei den jeweiligen Schulen erfragen.

Allerdings ist nach dem Besuch der jeweiligen Elternabende noch eine Änderung des Schulwunschs bis zum 16. September möglich ist.

Dieses Verfahren wurde in Refrath bereits 2018 zum ersten Mal eingesetzt und hat sich nach Einschätzung der Stadtverwaltung bewährt.

In allen anderen Stadtteilen laufe das Verfahren wie bisher: Die Stadt schreibt die Eltern der Kinder an und die Eltern haben die Möglichkeit, ihr Kind im Oktober (nach den Infoabenden der betreffenden Grundschulen) direkt bei der jeweiligen Grundschule anzumelden. Dieses Verfahren wird ausschließlich durch die Grundschulen durchgeführt.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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1 Kommentar

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  1. Für die Kinder, die fern des Wohnortes eingeschult werden, ist das vielleicht kein so schöner Tag. Oder kann die Schulverwaltung ausschließen, dass dadurch Freundschaften aus der Kindergartenzeit getrennt werden?
    Interessant ist die Frage, wie die Kinder ausgewählt werden? Nach dem Listenplatz bei der Anmeldung? Losverfahren? Wurden die Eltern bei der Auswahl mit einbezogen?
    Und: Wie kommen die Kinder von Bensberg nach Moitzfeld? Für ÖPNV ist es ja noch etwas früh. Wird ein Eltern-Taxi erwartet? Das könnte manche Eltern durchaus vor Probleme stellen. Oder sorgt die Stadt dafür, dass die Kinder einfach und sicher zur Schule kommen?
    Die letzte Aktualisierung der Homepage von Bergisch Gladbach zur Einschulung ist vom 07.11.2012.
    Das wirkt mal wieder Alles nicht wie optimal geplant.
    Das Ziel für die nächsten Jahre sollte sein, dass so etwas nicht wieder vorkommt und nicht, dass dieser Missstand früher planbar wird.