Im kleinen Wäldchen zwischen dem Marien-Krankenhaus und der Straße Am Reiferbusch werden stattliche Rotbuchen gefällt. Die Bäume sind schwer geschädigt, Nachpflanzungen sind geplant. 

Betroffen sind 14 Rotbuchen von insgesamt 71 großen Bäumen auf dem Grundstück nördlich des Marien-Krankenhauses. Schon von weitem sind die Schäden zu erkennen. Drei Gutachten ließ die Krankenhaus-Muttergesellschaft anfertigen, jetzt steht das Urteil fest.

„Wir bedauern sehr, dass die Buchen gefällt bzw. zurückgeschnitten werden müssen. Aber die Sicherheit unserer Mitarbeiter, Patienten und Bürger der Stadt ist uns sehr wichtig”, sagt Jörg Zbick, Leiter der Unternehmenskommunikation der GFO Kliniken Rhein-Berg.

Drei Gutachten eines Baum-Sachverständigen seien eingeholt worden. Sie ergaben massive Mängel in der Bruch- und Standsicherheit der Bäume. Die Schäden würden als irreparable und ohne Aussichten auf eine Regeneration bewertet. Insgesamt sei der Rotbuchen-Bestand von „erheblichen Vitalitätsdefiziten” gezeichnet. Als Ursache nennt der Experte unter anderem die Trockenheit der Sommer 2018 und 2019.

Das Krankenhaus steht nach eigenen Angaben im engen Kontakt mit dem Grünflächenamt und dem Bauamt, der Antrag zur Baumfällung wurde jetzt gestellt. Bei den betroffenen Buchen handele sich ausschließlich um Randbäume mit exzentrisch entwickelten Kronen auf den östlich angrenzenden Grundstücken. Die Anwohner waren ins Marien-Krankenhaus eingeladen und ausführlich informiert worden.

Zum Ausgleich für die Fällungen soll die vorhandene natürliche Verjüngung geschützt werden. Durch Umpflanzung sollen noch im Winter Lücken geschlossen werden. Einige der Baumstümpfe stehen bleiben, um Insekten eine Heimat zu bieten.

Anwohner akzeptierten die Erklärungen, sorgen sich um den langfristigen Erhalt des Wäldchens, in dem eine Vielzahl an Tieren (Eichelhäher, Eichhörnchen, Waldkauz, verschiedene Spechtarten, Kleiber, Mäusebussarde etc.) leben.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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