Norbert Pfennings, Martin Keppel, Richard Schmitz, Fritz Herweg und Andreas Rabenschlag bereiten das 2. VIP-Konzert vor

Das erste Mitsingkonzert mit Bergisch Gladbacher Promis im Bergischen Löwen war für alle Beteiligten ein großer Spaß – und für die Musikschule ein finanzieller Segen. Im Mai soll es eine Neuauflage des Projektes geben. 

Das Organisationsteam des Lions-Club Bergisch Gladbach / Bensberg ist mit dem Verlauf des ersten Mitsing-Konzerts vollauf zufrieden. Die vielen „Künstler” seien genauso begeistert gewesen wie die Gäste und freiwilligen Helfer aus den Kreisen der Lions und der Prinzengarde, berichteten jetzt Martin Keppel, Norbert Pfennings, Andreas Rabenschlag und Richard Schmitz.

Das besondere bei diesem Mitsingkonzert: Auf der Bühne standen lokale Prominente aus Unternehmen, Vereinen, Kultur und Politik  – die vom Start weg für eine Bombenstimmung sorgten.

Musikschule kann wichtige Projekte fortführen

Ausgesprochen zufrieden ist auch Fritz Herweg, der Leiter der Max-Bruch-Musikschule. Immerhin 5000 Euro fließen aus den Erlösen des Konzerts an den Förderverein der Musikschule. „Damit können wir vieles machen, was sonst nicht möglich wäre”, sagt Herweg.

Das Geld sorge dafür, dass die Musikschule ihr Projekt für mittlerweile 14 SchülerInnen mit Behinderung  sowie die Kooperation mit einer Kita in Gronau fortsetzen kann. Zudem sollen mit dem Erlös Patenschaften für engagierte Musikschüler finanziert werden, deren Eltern sich den Unterricht nicht leisten können.

Details zum Projekt „Unterstützung der Musikgruppen für junge Menschen mit Behinderung
An der Städtischen Max-Bruch-Musikschule Bergisch Gladbach existieren 3 Ensembles für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Behinderung. Insgesamt musizieren momentan dort 14 Jugendliche.

Ausgehend von den Vorlieben und individuellen Fähigkeiten jedes*r einzelnen Teilnehmers*in erarbeiten wir Arrangements von Musikstücken, die jedem*r die Möglichkeit geben, sein*ihr besonderes Können einzubringen.

Respekt vor den jeweiligen Leistungen der anderen, gegenseitige Anerkennung und Ermutigung haben zu einer Atmosphäre geführt, in der die Gruppen mit Freude Musik machen, erleben und genießen können.

Das Musizieren ist ein bestimmender Faktor in der individuellen Freizeitgestaltung geworden und für viele ein integraler Bestandteil des Selbstbildes.

Die Teilhabe an diesen Kursen ist für Menschen mit Behinderung zu den üblichen Konditionen im Rahmen der ihnen zur Verfügung stehenden Finanzmittel nicht zu realisieren.

Durch die Unterstützung des Lions-Clubs ist eine Fortführung des Projektes und eine Weiterführung unserer wertvollen musikalischen Arbeit als einem für die Teilnehmer*innen wichtig gewordenen Aspekt des gesellschaftlichen Lebens ermöglicht worden.

Details zum Projekt „Wir lassen kein Kind zurück‘
In der Kita Kradepohl, die größte Kita Bergisch Gladbachs, die in einem sozialen Brennpunkt beheimatet ist, haben 70% der Kinder einen Migrationshintergrund. Einige der Kinder sprechen gar nicht, bzw. kaum deutsch. Es sind 15 Nationen und fast alle Konfessionen vertreten.

Der Stadtteil Gronau mit seinem hohen Anteil an Sozialwohnungen ist Zuzugsgebiet für Familien. Dabei haben viele Eltern ein niedriges Bildungsniveau, sind ohne Arbeit und ohne Zukunftsperspektive. Auch ein hoher Anteil von Flüchtlingsfamilien hat sich in Gronau angesiedelt. Die wirtschaftlichen Verhältnisse und die sprachlichen Probleme der Familien vor Ort erschweren es ihnen, Angebote der Musikschule außerhalb des Stadtteils zu besuchen.

Für die Kita hat Integration und ein respektvolles Miteinander höchste Priorität. Die Kita wünscht sich, dieses Ziel durch ein nachhaltiges und regelmäßig stattfindendes Musikangebot für alle Kinder zu unterstützen.

Die Städtische Max-Bruch-Musikschule ist erfahren in der Zusammenarbeit mit Kindertagesstätten und ist mit den verschiedenen Einrichtungen der Stadt individuelle  gut funktionierende Kooperationen eingegangen. An der Musikschule arbeiten Musikerzieher*innen mit abgeschlossenem Musikhochschulstudium, Einfühlungsvermögen und viel Erfahrung.

Für die heterogene Situation in der Kita Kradepohl bietet sich Musik als verbindendes Medium an. Im gemeinsamen Singen, Tanzen und Musizieren ist die unterschiedliche Herkunft der einzelnen Kinder kein Hindernis, sondern bunte Vielfalt. In der Musik kann Sprache Nebensache sein und das gemeinsame Tun und Erleben im Vordergrund stehen. Dadurch wird das Miteinander gestärkt. Mit Musik kann man einerseits ohne Worte kommunizieren, aber andererseits mit Liedern die Sprachentwicklung der Kinder fördern. Gemeinsam wird geübt und auch präsentiert. Das stärkt das Selbstbewusstsein und ist eine sehr gute Vorbereitung auf die Anforderungen in der Schule.

Einmal in der Woche gibt es einen Musiktag in der Kita, an dem vormittags eine Lehrkraft aus der Musikschule in die Kita kommt und mit allen Kindern zwischen 3 und 5 Jahren musiziert. Es werden Gruppen von ca. 10 – 15 Kindern gebildet, die je 45 Minuten gemeinsam mit der Lehrkraft singen, tanzen und mit Instrumenten musizieren. Neben dem Spiel mit den Orff‘schen Instrumenten bringt die Musikschullehrkraft immer wieder „besondere Instrumente“ mit, die die Kinder dann kennenlernen und ausprobieren. Auch Instrumentallehrer werden kommen, die ihr Instrument besonders gut spielen können.

Damit die Inhalte der Musikstunden in der Kita weitergetragen werden können, nehmen Erzieher*innen an den Stunden teil. (team-teaching). Auf diese Weise werden musikpädagogische Inhalte langfristig in der Kita verankert. Einzelne Unterrichtsinhalte können mit den Kindern geübt und geprobt und dann bei Veranstaltungen in der Kita oder im Rahmen von Musikschulveranstaltungen präsentiert werden. 

Noch bei der Party nach dem 1. Mitsingkonzert waren die Forderungen nach einer Neuauflage laut geworden. Und genau die wird es auch geben: am Samstag, den 16. Mai, im Bergischen Löwen. Die Karten kosten 15 Euro, der Vorverkauf hat in der Theaterkasse des Bergischen Löwen bereits begonnen.

Schon jetzt gebe es Bewerbungen für 19 Acts, berichtete Richard Schmitz. Darunter seien viele Promis, die schon beim ersten Mal dabei waren; aber auch einige Neuzugänge und Überraschungen.

Der Erlös wird wieder an die Musikschule gehen. „Wir wollen unsere Projekte nachhaltig fördern”, erklärt Schmitz.

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Redaktion

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