Wo in Schildgen zeigt man am besten einen Film über die Familie Böhm? Genau: in der von Böhm gebauten Herz Jesu Kirche. Diese besondere Veranstaltungen hatte einen besonderen Zauber – und lieferte den perfekten Auftakt für die diesjährige Böhm-Reihe.

Mit einem großartigen Erfolg ist die Serie „Sechs Begegnungen mit Gottfried Böhm in Schildgen“ gestartet. Am Vorabend des 100. Geburtstags von Gottfried Böhm am 23. Januar zeigten die Veranstalter der Reihe – das Himmel und Ääd Begegnungscafé und die katholische Herz Jesu Gemeinde – den Film „Die Böhms – Architektur einer Familie“; eine beeindruckende und berührende Dokumentation von Maurizius Staerkle Drux aus dem Jahr 2014.

Ganz besonders dabei war der Ort, an dem der Film gespielt wurde: in Gottfried Böhms Herz Jesu Kirche. Mehr als 300 Besucher füllten das Haus und gaben begeisterte Rückmeldungen.

Die schwierige Akustik in der Kirche führte leider dazu, dass die Tonwiedergabe nicht immer gut war; dies wurde aber mehr als wett gemacht durch die Sprache der Bilder und die besondere Atmosphäre des Raumes – erdacht, geplant und gebaut von dem Menschen, der mit seiner Familie im Mittelpunkt dieses besonderen Films steht. Den Böhm-Film in einer Böhm-Kirche zu sehen hatte einen ganz besonderen „Zauber“.

Gottfried Böhm gilt als wichtigster Architekt Deutschlands. Als Sohn des Kirchenbauers Dominikus Böhm ist er Patriarch einer Architektendynastie, zu der auch seine Söhne Stephan, Peter und Paul gehören. Mit herausragenden Großbauten gelingt es ihnen, aus dem Schatten des berühmten Vaters zu treten. Auch im hohen Alter nimmt Gottfried Böhm noch regen Anteil an ihren Planungs- und Konstruktionsvorhaben.

Als seine Frau Elisabeth starb, ebenfalls Architektin und maßgebliche Inspirationsquelle aller vier Böhms, verlor die Familie ihr emotionales Zentrum.

Intimes und prägnantes Porträt

Über zwei Jahre hinweg hat der junge Filmemacher Maurizius Staerkle Drux die Arbeit und das Leben der Böhms begleitet und dabei ebenso anrührende Szenen wie auch konfliktgeladene Momente aufnehmen können. Der Film von 1994 zeichnet ein ebenso intimes wie prägnantes Portrait – über die Komplexität und Untrennbarkeit von Leben, Liebe, Glauben und (Bau-)Kunst.

Der „Hausherr“ der Herz Jesu Kirche, Pastor Wilhelm Darscheid, begrüßte die Zuschauer mit Hinweisen auf die weiteren geplanten Aktivitäten anlässlich des 100. Geburtstags und gab vorab Erläuterungen zum Film und zur besonderen Architektur der Herz Jesu Kirche in Schildgen.

Im Anschluss an den Film gab Thomas von der Heide (Katholisches Bildungswerk) Erläuterungen zum Film; es entwickelte sich ein interessantes und informatives Filmgespräch.

Nächte Veranstaltung:

Zur nächsten Veranstaltung der „Böhm-Reihe“ am Dienstag, 18. Februar 2020, 17.00 Uhr, laden wir herzlich ein zur Vernissage der Fotoausstellung „Gottfried Böhm in Schildgen – die Pfarrkirche Herz Jesu und andere Bauwerke“ in das Begegnungscafé „Himmel un Ääd“ in Schildgen.

Himmel un Ääd

Himmel un Ääd ist das ökumenische Begegnungscafé in Schildgen. Sie finden uns auf der Alteberger-Dom-Str. 125

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1 Kommentar

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  1. Im Artikel über die Filmvorführung in der Kirche ist ein Fehler: im unteren Teil steht, der Film sei von 1994, das ist falsch. Der Film ist aus dem Jahre 2014, so wie es richtig am Beginn des Artikels steht!

    Liebe Grüße
    Maria Walter