Das Gesundheitsamt meldet den sechsten Coronafall in RheinBerg: In Overath wurde ein 54-Jähriger infiziert. Da er am „Prinzen-Ausziehen“ teilgenommen hatte werden alle Besucher vorsorglich unter Quarantäne gestellt.

Nach Angaben der Kreisverwaltung hatte der Overather hat Fieber, allgemeines Krankheitsgefühl und Abgeschlagenheit, ein Test ergab jetzt eine Infizierung mit dem Coronavirus. Derzeit werden alle Kontaktpersonen ermittelt und kontaktiert.

Der Mann hatte am 25. Februar beim „Prinzen-Ausziehen in Overath teilgenommen. Da nicht zweifelsfrei ermittelbar sei, mit wem der Erkrankte in engeren Kontakt getreten ist, lassen sich hier die unmittelbaren Kontaktpersonen nicht präzise und zweifelsfrei ermitteln, berichtet der Kreis.

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Daher wurden alle Besucher des Prinzen-Ausziehens vorsorglich unter Quarantäne gestellt und gebeten bis einschließlich 10. März das Haus nicht zu verlassen. 

Am Bürgertelefon des Kreises können sich Kontaktpersonen, die an der Veranstaltung teilgenommen und Erkältungssymptome haben, um einen Termin für einen Abstrich zu vereinbaren, unter der Telefonnummer 02202 131313 melden. Eine zentrale Abstrichnahme ist für Montag geplant.

Wie sich der Mann infizierte hatte, ist unbekannt. In Overath sind allerdings schon zuvor zwei Infektionen gemeldet worden.

Hintergrund: Wer ist Kontaktperson?

Eine Kontaktperson ersten Grades stand in direktem physischen Kontakt mit einer möglicherweise infizierten Person. Da der Übertragungsweg des Corona-Virus über Tröpfcheninfektion erfolgt,  ist der unmittelbare Kontakt entscheidend. Dazu gehört zum Beispiel ein mindestens 15-minütiger Gesichts-Kontakt, beispielsweise im Rahmen eines Gesprächs. Ein Infektionsrisiko ist hier gegeben.

Die Kontaktperson zweiten Grades stand hingegen in weniger engem Kontakt mit der infizierten Person. Beispielsweise hat sie sich mit der infizierten Person zwar  in einem räumlichen Umfeld aufgehalten jedoch hat der Kontakt nicht direkt und über einen Zeitraum hinweg bestanden. Das Infektionsrisiko ist in diesem Fall gering. 

Als Kontaktperson dritten Grades wird vom Robert-Koch-Institut medizinisches Personal angesehen, welches adäquate Schutzkleidung getragen hat und einen Kontakt von weniger als zwei Metern geführt hat. Hier geht das Infektionsrisiko gegen Null.

Das Gesundheitsamt des Rheinisch-Bergischen Kreises betrachtet immer den Einzelfall. Dann wird über weitere konkrete Maßnahmen entschieden. Die Situation auf den Einzelfall bezogen, ist bei dem Besuch einer Karnevalsveranstaltung anders zu bewerten. Deshalb werden hier alle Besucher der Veranstaltung derzeit als Kontaktpersonen ersten Grades gewertet. Eine weitergehende Differenzierung ist nicht möglich. 

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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