Die Bagger stehen bereit, der Abriss der alten Steinbüchel-Gebäude zwischen Innenstadt und Gronau beginnt. Auf dem Gelände der Sanitärfirma entstehen 13 Häuser mit 168 hochpreisigen Wohnungen. Wir zeigen, wie es aussieht – und was entstehen soll.

Den Startschuss für das 47-Millionen-Euro-Projekt „Stadtquartier 13″ gaben jetzt der Investor Alexander Matis (MK Immobiliengruppe), Miteigentümer Jürgen Kops, Architekt Bernd Zimmermann und Vertreter von Verwaltung und Stadtrat bei einem Ortstermin. Die Gebäude werden gerade freigeräumt, der Abriss beginnt.

Investor Alexander Matis (2.v.l.), Jürgen Kops (4.v.l.) mit Vertretern der Stadt und Partnern

In 2,5 Jahren, so Matis, sollen die Wohnungen fertig sein. Erste Wohnungen sind bereits verkauft, Investoren zeigen Interesse für ganze Häuser.

Dazu gehört auch Jürgen Kops, der das 10.000 Quadratmeter große Gelände zwischen zwischen Kalk-, Tannenberg- und Dechant-Müller-Straße sowie dem Spielplatz am Beit-Jala-Platz, am Matis verkauft hatte. Zwei Häuser mit 28 Wohnungen an der schmalen Tannenbergstraße hat Kops zurückgekauft.

Vertreter von CDU, SPD und Grünen zeigten sich zufrieden. Durch einen Grundstückskauf und Anpassungen der ersten Pläne habe die Stadt nun alle Optionen, die Verkehrsbeziehungen im Osten der Innenstadt (Stichwort Gleisdreieck) neu zu ordnen.

Der komplette Komplex ist mit einer Tiefgarage unterkellert, mit 150 Stellplätzen. Hinzu kommen einige wenige Außenstellplätze, der gesamte Innenhof wird für eine – öffentlich zugängliche – Grünanlage genutzt.

Eigentlich müssen bei Neubauten je Wohnungen 1,5 Stellplätze nachgewiesen werden. Bei diesem Projekt hatte die Stadt jedoch Abstriche gemacht, weil die Wohnungen sehr nahe am S-Bahnhof und Busbahnhof liegen.

Das Angebot sei für Menschen ideal, die auf das eigene Auto verzichten wollen, sagt Matis. Daher hätten die Investoren gerne noch weniger Parkplätze gebaut, doch da hatte die Stadt nicht mitgespielt. Auch eine Kooperation mit der Belkaw bei der Einrichtung von Ladestationen für Elektroautos, die Matis vorgeschlagen hatte, ist nicht zustande gekommen.

Die Wohnungen kosten mindestens 200.000 Euro, in der Spitze werden bis zu 4500 Euro pro Quadratmeter aufgerufen. Ein ganzes Haus kann man ab 3,8 Millionen Euro kaufen.

Wie es im Moment noch auf dem Steinbüchel-Gelände aussieht können Sie sich bei unserem interaktiven Rundflug in 360-Grad-Optik anschauen:

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G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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10 Kommentare

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  1. Das wird bestimmt ein sehr schöner Bau. Der Architekt B. Zimmermann hat es schon immer verstanden außergewöhnliche Bauten zu errichten. Ich hoffe nur das auch ausreichend ortsansässige Firmen mit der Errichtung beauftragt werden, so das dieses Objekt im Herzen von Gladbach, auch ein Gewinn für das Handwerk wird. Ich wünsche jetzt schon gutes Gelingen und freu mich das mit dem Abriss der alten Lagerhallen begonnen worden ist.

  2. Und wo bleibt der soziale Aspekt. Wohnungen für gering verdiener?
    So ein was wie das Bau Vorhaben, ist idioti. Meine Meinung nach. Gibt bestimmt wichtigere Bau Objekte.

  3. Schon wie Bonzenpalast. Sinn voller Wären, wen die Stadt soziale Wohnungen bauen würde. Aber das ist Gladbach.

  4. Da kann man den Initiatoren und allen am Gelingen Beteiligten nur gratulieren und Danke sagen, auch für das Durchhaltevermögen. Ein weiterer Baustein auf dem Weg, weg von “Schäbbisch Gläbbisch”. Weitere innerstädtische Brachflächen warten auf vergleichbare Meldungen.

    Die Anzahl der Parkplätze halte ich in der Innenstadt bei guter Verkehrsanbindung für zukunftweisend und ausreichend. Der eingeleitete modale Shift wird seine Wirkung zeigen. Da sollte man das Mobilitätskonzept ernst nehmen. Sehr schade ist, dass die Belkaw nicht mit einigen Ladestationen vertreten ist und das ausgerechnet beim ersten großen Wohnungsbauprojekt in der Innenstadt.

    Es gibt noch viel zu “entwickeln”.

  5. Investoren haben immer noch nicht den “Goldtopf” Parkplätze erkannt. Ich würde pro Wohneinheit mindestens 2,5 Parkplätze rechnen. Was zu viel ist an die weitere Umgebung vermieten, da auf Dauer Parkplätze im öffentlichen Raum immer mehr verschwinden werden. Aber das ist Autodeutschland Denke… Wenn hier Stadt und Investoren vorausschauender Denken würden

  6. Ich verstehe nicht warum da Abstriche bei der Anzahl der Stellplätze gemacht werden! Menschen die sich Wohnungen in dieser Preisklasse kaufen besitzen auch mindestens ein Auto pro Wohneinheit, wenn nicht noch mehr! Das ändert auch die Nähe zur S-Bahn nicht!