Auch die Ausbildungsprämie verhindert nicht, dass 21 Prozent der Betriebe ihre Ausbildungsplätze streichen. Kein Wunder, denn viele kämpfen laut IHK um ihre Existenz und sind in Kurzarbeit. Gleichwohl gibt es für das neue Ausbildungsjahr noch viele Angebote.

Jedes zweite Unternehmen (55 Prozent) in der Region setzt trotz der Corona-Krise weiterhin auf die betriebliche Ausbildung. Ein Teil ist dabei auf die von der Bundesregierung in Aussicht gestellte Ausbildungsprämie angewiesen. Rund 21 Prozent müssen jedoch Plätze abbauen, während rund sieben Prozent sogar mehr Azubis einstellen als zuvor.

Das ist das Ergebnis einer Umfrage der IHK Köln, an der sich 712 Ausbildungsbetriebe aus dem IHK-Bezirk (Köln, Leverkusen, Rhein-Erft-Kreis, Rheinisch-Bergischer Kreis, Oberbergischer Kreis) beteiligt haben.

Ausbildungsprämie nicht hoch genug

„Viele Betriebe kämpfen um ihre Existenz, mitunter sind große Teile der Belegschaft in Kurzarbeit”, so Dr. Nicole Grünewald, Präsidentin der IHK Köln, zu den Hintergründen.

Immerhin geben mehr als 20 Prozent der befragten Betriebe an, wegen der in Aussicht gestellten Prämie von 2.000 Euro je Ausbildungsvertrag weiter wie bisher ausbilden zu können. Allerdings hätte der Effekt noch größer sein können. Darauf deute hin, dass viele Betriebe angeben, der finanzielle Anreiz durch die Prämie sei nicht groß genug.

Noch Ausbilundgsplätze vorhanden

Für das neue Ausbildungsjahr gebe es noch viele attraktive Angebote, erklärt Christopher Meier, Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung der IHK Köln. Neben „Klassikern“ wie den Kaufleuten für Büromanagement oder der Fachkraft für Lagerlogistik sind unter den Top-5 auch Berufe aus absoluten Boombranchen vertreten – der Fachinformatiker, die Kaufleute für IT-System-Management sowie für Immobilien.

Informationen für ausbildungsinteressierte Jugendliche und Unternehmen gibt es auf https://www.ihk-koeln.de/av.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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