Früher als geplant kehren die Kitas in NRW zum Regelbetrieb zurück. Damit entspannt sich die Situation für Eltern, Kinder und Betreuer. Freilich unter den Bedingungen der Pandemie. Und vorbehaltlich des weiteren Infektionsgeschehens.

Familienminister Stamp erklärte heute: Alle Kinder könnten ab dem 17. August – unter ständiger Berücksichtigung des Infektionsgeschehens, der Bedürfnisse der Kinder, der Interessen der Beschäftigten und der Belange der Familien – ihre Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflege wieder im vertraglich vereinbarten Umfang besuchen. Für den Kita-Alltag bedeute dies vor allem, dass pädagogische Konzepte wieder umgesetzt werden könnten.

Ursprünglich war der eingeschränkte Regelbetrieb bis zum 31. August geplant. Die Öffnung sei mit Trägern und Kommunen, Gewerkschaften, Kinderärztinnen und -ärzten beraten worden, hieß es. Dabei habe man sich darauf verständigt, nicht unmittelbar mit dem Ende der Sommerferien den Regelbetrieb aufzunehmen, sondern am 17. August zu starten. So hätten die Einrichtungen genügend Zeit zur Vorbereitung.

Was heißt dies konkret:

  • Alle Kinder haben wieder einen uneingeschränkten Anspruch auf Bildung, Erziehung und Betreuung, auch in dem vertraglich vereinbarten Betreuungsumfang
  • Alle gewohnten pädagogischen Konzepte können wieder umgesetzt werden
  • Die strikte Trennung der Gruppen entfällt
  • Sollte coronabedingt nicht ausreichend Personal zur Verfügung stehen, kann es zu Einschränkungen der Betreuung kommen
  • Zwischen Erwachsenen (Betreuer, Eltern) ist der Mindestabstand einzuhalten, ansonsten muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden
  • Eine Rückverfolgbarkeit von möglicherweise eintretendem Infektionsgeschehen muss weiterhin gewährleistet werden.
  • Notwendige Hygienemaßnahmen sind weiterhin umzusetzen
So informiert das Land NRW über die Rückkehjr zum Regelbetrieb in den Kitas

Träger von Kindertageseinrichtungen würden kurzfristig finanzielle Unterstützung erhalten, um den gestiegenen Anforderungen zur Umsetzung der Hygienevorgaben (Desinfektion, Händewaschen, Essenszubereitung, Einhaltung von Abständen) Rechnung zu tragen.

Regelmäßige Tests möglich

Um den Bedürfnissen des Gesundheitsschutzes der Beschäftigten nachzukommen habe das Land beschlossen, dass alle Beteiligten sofort und umfänglich getestet würden, wenn vor Ort in der Kindertagesbetreuung ein Infektionsgeschehen auftreten sollte.

Zusätzlich könnten sich alle Beschäftigten in der Kindertagesbetreuung und die Kindertagespflegepersonen bis zu den Herbstferien freiwillig alle 14 Tage testen lassen. Die Kosten dafür übernehme das Land. Sollte bei diesen Testungen eine Infektion festgestellt werden, würden von den Gesundheitsämtern weitere Maßnahmen ergriffen. Tests der Kinder seien nicht vorgesehen.

Öffnung unter Vorbehalt

Gleichwohl ist die Pandemie noch nicht ausgestanden. Das Ministerium stellte daher klar: Je nach Entwicklung des Infektionsgeschehens, Empfehlungen des RKI oder weiteren wissenschaftlichen und empirischen Erkenntnissen könne es immer zu erneuten Einschränkungen kommen. Auch landesweite Regelungen könnten derzeit nach wie vor nicht ausgeschlossen werden.

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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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