Markus Ebenhoch ist Filialdirektor Finanzierungen in der Regional-Filiale Bergisch Gladbach der Kreissparkasse Köln

Beim Geld vom Staat für die eigenen vier Wände stehen Änderungen bevor. Was das für Kunden bedeutet, erläutert Markus Ebenhoch von der Kreissparkasse Köln in seiner Expertenkolumne.

In Zeiten niedriger Zinsen eint viele unverändert der Wunsch nach den „eigenen vier Wänden“. Dabei ist eine Form der staatlichen Unterstützung für Menschen, die fürs eigene Heim sparen möchten, in der letzten Jahren zunehmend aus dem Blickfeld geraten: die Wohnungsbauprämie auf Bausparverträge. Ein Grund dafür ist, dass die Eckpunkte der Förderung über 20 Jahre lang nicht angepasst wurden.

Verbesserte Förderung ab 2021

Denn während die Tariflöhne in Deutschland in den letzten 20 Jahren um rund 50 Prozent gestiegen sind, blieben derweil Eckpunkte der Förderung wie die Einkommensgrenzen unverändert. Durch die Lohnentwicklung fielen daher mehr und mehr Bausparer aus der Förderung heraus. Es ist daher gut, dass der Gesetzgeber reagiert hat: Denn zum 1. Januar 2021 wird die Prämie als auch die Einkommensgrenze angehoben.

Künftig gilt: Ein Alleinstehender mit einem zu versteuernden Einkommen bis 35.000 Euro erhält auf eine jährliche Sparleistung bis 700 Euro eine Prämie von 10 Prozent. Bei Verheirateten gelten die doppelten Beträge, das heißt bei einem Einkommen bis 70.000 Euro und einer Sparleistung von 1.400 Euro somit eine Prämie von 140 Euro. Gegenüber der bisherigen Regelung erhöht sich die Wohnungsbauprämie damit um rund 55 Prozent.

Bis 31.12.2020Bis 31.12.2020Ab 1.1.2021Ab 1.1.2021
AlleinstehendVerheiratetAlleinstehendVerheiratet
Jährlich maximal geförderte Sparleistung512 Euro1.024 Euro700 Euro1.400 Euro
Höhe der Prämie8,8, %8,8 %10 %10 %
Maximale Prämie45,06 Euro90,11 Euro70 Euro140 Euro
Einkommensgrenzen25.600 Euro51.200 Euro35.000 Euro70.000 Euro

Nicht aufs Brutto kommt es an

In Gesprächen stellen wir immer wieder fest, dass viele Kunden irrtümlich davon ausgehen, über den Einkommensgrenzen zu liegen und keinen Anspruch auf die Förderung zu haben. Das liegt daran, dass viele zuerst an ihr Bruttoeinkommen denken. Für die Prämie maßgeblich ist jedoch das zu versteuernde Einkommen, und das liegt in der Regel deutlich unter dem Bruttoeinkommen.

So hat laut Stiftung Warentest zum Beispiel ein alleinstehender Arbeitnehmer ohne Kinder künftig bei einem Einkommen bis 43.300 Euro brutto noch Anspruch auf die Prämie. Bei einem Ehepaar mit zwei Kindern sind es sogar 105.500 Euro Bruttoeinkommen. Nach einer LBS-Studie sind damit insgesamt nahezu 60 Prozent der Bevölkerung prämienberechtigt. Im Zweifel hilft ein Blick auf den letzten Steuerbescheid, denn hier ist das zu versteuernde Einkommen ausgewiesen.

Wichtig zu wissen: Die verbesserte Förderung gilt nicht nur für neu abgeschlossene Bausparverträge, sondern auch für bereits bestehende. Die erhöhte Prämie wird in den Förderanträgen, die Bausparer jährlich mit dem Jahreskontoauszug zugesandt bekommen, automatisch berücksichtigt.

Weitere Förderbausteine nutzen

Übrigens: Mit dem Baukindergeld läuft eine andere staatliche Förderung demnächst aus. Nur wer bis Ende dieses Jahres selbstgenutztes Wohneigentum erwirbt, kann noch die Förderung von jährlich 1.200 Euro pro Kind über zehn Jahre erhalten. Weiterhin bestehen bleibt hingegen die Möglichkeit, eine staatliche Förderung über die Riesterrente auch für eine Investition in die eigenen vier Wände zu nutzen.

Letztlich gibt es also für jeden Finanzierungswunsch rund ums Eigenheim die Möglichkeit, öffentliche Mittel einzubeziehen. Dazu zählen ebenfalls Förderkredite oder Zuschüsse wie von der KfW oder der NRW.Bank. Wenn Sie Fragen dazu haben, hilft Ihr Sparkassenberater Ihnen gerne weiter. Sprechen Sie uns einfach in einer unserer Filialen an oder nehmen auf einem anderen gewünschten Weg Kontakt zu uns auf.

Ihr Markus Ebenhoch

Zur Person: Markus Ebenhoch (41) ist bereits seit 1995 bei der Kreissparkasse Köln beschäftigt und war seitdem durchgängig im Rheinisch-Bergischen Kreis eingesetzt. Nach Stationen unter anderem als Berater von Gewerbekunden in Hoffnungsthal ist der ausgebildete Bankkaufmann und studierte Bankbetriebswirt (Bankakademie) seit 2013 Filialdirektor Finanzierungen in der Regional-Filiale Bergisch Gladbach. Dort leitet er ein siebenköpfiges Beraterteam für Baufinanzierungen und Geschäftskunden.

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Zum Selbstverständnis der Sparkasse gehört zudem ein intensives gemeinnütziges Engagement. So unterstützt die Kreissparkasse Köln Jahr für Jahr Initiativen aus den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen über Spenden, Fördermittel aus der PS-Lotterie oder Ausschüttungen ihrer 14 Stiftungen – darunter auch zahlreiche in Bergisch Gladbach.

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