Carolin Alberti ist FSJlerin im Museum. Foto: Anni Faust

Carolin Alberti macht ein „Freiwilliges soziales Jahr Kultur” im Bergischen Museum in Bensberg. Keine schlechte Idee – denn die 17-Jährige kann dort in der Natur arbeiten, sich mit Geschichte beschäftigen und eigene Projekte entwickeln.

,,Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich: mal ist man im Büro, mal ist man draußen – hier wird einem nicht langweilig”, berichtet Carolin Alberti. Im Bergischen Museum für Bergbau, Handwerk und Gewerbe macht die 17-jährige FSJlerin jeden Tag etwas Neues. Sie ist bei Projektplanungen dabei, bereitet Veranstaltungen im Museum vor, sortiert ab und zu ein paar Dinge und kümmert sich um die Facebook-Seite.

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Das Museum bietet neben der Dauerausstellung und Sonderausstellungen auch Workshops. Besucher erfahren in dem kleinen Museumsdorf hinter dem Bensberger Rathaus, wie die Menschen in der Region vor rund 150 Jahren gelebt und gearbeitet haben. Handwerkstechniken und Erzbergbau stehen dabei im Fokus.

Noch bis zum 31. Oktober 2020 zeigt das Bergische Museum die Ausstellung ,,Mittagspause! – Über den Wandel der Auszeit vom Arbeiten”. Auf das Rahmenprogramm musste das Museum aufgrund der Corona-Regeln verzichten – stattdessen kann man sich auf der Webseite kurze Videos über die Ausstellung ansehen.

Das Bergische Museum hat Carolin Alberti sich ausgesucht, weil es ein Freilichtmuseum mit viel Natur sei, weil die Mitarbeiter sehr freundlich seien und weil sie sich besonders für Geschichte interessiere.

Ein eigenes Projekt wird Carolin auch bald machen. Aber da sie das Museum erst seit Anfang September unterstützt, hat das noch Zeit. Vielleicht kann sie dieses Projekt sogar zusammen mit ihrer „Kollegin“ machen, die im Kunstmuseum Villa Zanders arbeitet.

Das Bergische Museum am Burggraben in Bensberg

Das Bergische Museum sei ganz lang sehr unbekannt gewesen, sagt Carolin. Deshalb achten die Mitarbeiter jetzt besonders auf die Medienpräsenz. Dabei spielen auch soziale Medien eine Rolle, um auch jüngere Menschen zu erreichen.

Oft kommen Schulklassen ins Museum. Beim letzten Projekt ,,Bauerngarten” hat Carolin mit den Kindern Spinat gepflanzt und die museumseigenen Sonnenblumen geerntet. Sie bringt in jedes Projekt ihre eigenen kreativen Ideen ein.

Auch der Apfelmost-Tag war eine der besonderen Aktionen des Museums. Dort konnten die Teilnehmer ihre eigenen Äpfel zu Saft verarbeiten, die museumseigenen Quitten wurden zu Marmelade gekocht.

Weitere Veranstaltungen des Museums finden Sie auf der Webseite und auf der Facebook-Seite.

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