Foto: Bettina Vormstein

Der Bauerngarten des Bergischen Museums in Bensberg ist ab sofort für Museumsbesucher zugänglich. Schüler der örtlichen Grundschulen hatten ihn unter fachkundiger Anleitung angelegt, sie werden den „lebendigen Garten” dauerhaft pflegen.

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Wer genau hinschaut, sieht sie zwischen dem satten Grün hervorblitzen: Bemalte Steine zieren seit Mittwochmorgen den Bauerngarten vor dem Bergischen Museum. Zur feierlichen Ausstellungseröffnung haben es sich die Schülerinnen und Schüler der Evangelischen Grundschule Bensberg nicht nehmen lassen, „ihren“ Garten zu verzieren und zukünftige Besucher mit ihren Pflanzenkenntnissen zu beeindrucken.

Die Eröffnung macht den Garten nun auch für Museumsbesucher zugänglich, die sich über die dort angepflanzten Sorten informieren möchten. Ein Infoblatt verrät mehr über die Geschichte der Bauerngärten im Bergischen und stellt das gemeinsame Projekt vor, an dem neben der Evangelischen auch die Katholische Grundschule Bensberg mitwirkt.

Nachdem die Schüler beider Schulen den Garten Mitte Mai angepflanzt hatten, konnten sie diese Woche erste Ergebnisse ihrer harten Arbeit bestaunen: Bohnen winden sich an den traditionellen Bohnenstangen hoch, der Kohlrabi ist fast erntereif und schon bei den letzten Besuchen konnten die fleißigen Bauerngarten-Kinder Salat mit nach Hause nehmen.

Die Beiträge des Gärtnernachwuchses zu den Eröffnungsreden fielen dementsprechend positiv aus: „Uns hat die Zeit zusammen mit euch hier sehr gut gefallen“, lautet das Fazit eines Bauerngarten-Schüler. „Ich fand es super, dass wir Erdbeeren essen durften, als wir das letzte Mal hier waren“, so ein weiterer Schüler der Katholischen Grundschule.

Dass die Eröffnung nicht das Ende, sondern erst der Beginn einer längerfristigen Kooperation mit den Schulen ist, stellt Museumsleitung Sandra Brauer klar: „Der Garten soll unseren Besuchern zeigen, wie sich vor rund 150 Jahren die Menschen bei uns versorgt haben. Damals waren Gärten eine absolute Notwendigkeit für viele Familien, deshalb darf er auch bei uns im Museum nicht fehlen.

Dies ist aber kein Schaugarten,“ so Brauer weiter. „sondern ein lebendiger Garten, der sich ständig wandelt“. Daher wurde den beiden Schulen ein Schlüssel überreicht, der es den Bauerngarten-Kindern und ihren Schulkameraden ermöglicht, jederzeit zum Unkrautjäten, Pikieren und Ernten vorbeizuschauen. Regelmäßige Workshops rund um den Garten sollen das Wissen der Kinder vertiefen und die Kooperation verfestigen.

Unter den 80 Gästen waren auch viele der Unterstützer und Sponsoren vertreten, die zusammen mit den Projektmachern die Eröffnung mit Kaffee und Kuchen und einem Gläschen Sekt feierten. Die Bensberger Bürgerstiftung unterstützte die Umsetzung des Gartens finanziell, während sich die Firmen Knauber, BGS Vitar und Stauf mit Sachspenden um das Projekt verdient gemacht haben.

Tatkräftige Unterstützung kamen von Gärtnermeisterin Birgitta Höller, die das Projekt auch fachlich begleitete, und vom Obst- und Gartenbauverein Refrath, den ein langjähriges Engagement mit dem Bergischen Museum verbindet.

Besucher können den Garten während der Öffnungszeiten des Museums von Dienstag bis Freitag von 10 bis 13.30 Uhr und am Wochenende von 11 bis 17 Uhr besichtigen. Das Infoblatt ist kostenfrei und an der Kasse erhältlich. Neugierige können natürlich jederzeit einen Blick vorab über den Zaun werfen.

Pressestelle Stadt BGL

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