Drei Jahre nach dem Ratsbeschluss hat die Feuerwehr ihre neue Unterkunft in Herkenrath in Betrieb genommen. Dabei hat die Kooperation mit dem Unternehmen Joke eine besondere Rolle gespielt. Als nächstes wird in Schildgen gebaut – und dann steht die Feuerwache Süd auf der Agenda.

Nachdem im April 2019 der Spatenstich für das neue Feuerwehrhaus Herkenrath gesetzt werden konnte, wurde das neue Gebäude zwischenzeitlich fertiggestellt und durch den ehrenamtlichen Löschzug Bensberg der Feuerwehr Bergisch Gladbach bezogen.

Aufgrund der Corona-Pandemie mussten bereits Termine für eine Eröffnungsfeier mit Eigentümer, Politik und der Öffentlichkeit verschoben werden. Dies wird schnellstmöglich nachgeholt, wenn es die Situation zulässt.

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Joke baut und vermietet langfristig

Das Gebäude im Asselborner Weg konnte nur drei Jahre nach Ratsbeschluss von der joke-Gruppe als Eigentümer an die Feuerwehr als Mieter übergeben werden. Die joke-Gruppe hatte seinerzeit der Stadt Bergisch Gladbach angeboten, auf ihrem Grundstück nach einer gemeinsamen Planung ein Feuerwehrhaus zu errichten und langfristig an die Stadt zu vermieten.

Nach Abwägung einiger Alternativen stellte sich dieses Angebot als das insgesamt sinnvollste und wirtschaftlichste dar. Bereits seit vielen Jahren waren Teile des ehrenamtlichen Löschzuges Bensberg behelfsmäßig in einer Werkhalle der joke-Gruppe untergebracht.

Sicherheit im östlichen Stadtgebiet verbessert

In dem Neubau entstanden neben Schulungs- und Sozialräumen eine Fahrzeughalle für drei Feuerwehrfahrzeuge, die eine direkte Ausfahrt auf den Asselborner Weg ermöglicht.

Baubeschreibung:

  – Fahrzeughalle mit drei Stellplätzen für Einsatzfahrzeuge
  – Zwei Schulungsräume, eine Küche, zwei Büros, Umkleide- und
    Sozialräume, Lagerräume sowie eine Dachterrasse für die
    ehrenamtlichen Kräfte und die Jugendfeuerwehr
  – Rund 700 qm Nutzfläche im gesamten Gebäude
  – Investitionssumme: 1,6 Mio. Euro
  – Bauherr: joke-Gruppe, Bergisch Gladbach
  – Architekt: Eduard Kniffler, Bergisch Gladbach
  – Generalunternehmer: otto bilo GmbH, Bergisch Gladbach

,,Wir danken insbesondere der Politik, die dem Angebot der joke-Gruppe gefolgt ist und somit die Feuerwehr diesen optimalen Standort für die ehrenamtliche Einsatzkräfte im Stadtteil Herkenrath realisieren konnte. Durch den Standort verbessert sich die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in den östlichen Stadtteilen von Bergisch Gladbach deutlich“ erläutert der Leiter der Feuerwehr Bergisch Gladbach, Jörg Köhler.

Markus Nahr, Zugführer des Löschzuges Bensberg ergänzt: ,,Ein zeitgemäßes Feuerwehrhaus ist die höchste Form der Wertschätzung für ehrenamtliches Engagement. Die ohnehin hohe Motivation der Einsatzkräfte in unserer Einheit ist durch dieses Projekt nochmals gestiegen.“

Zwei weitere Bauprojekte stehen an

Mit dem Einzug in das neue Gebäude ist eines von drei wichtigen Bauprojekten der Feuerwehr in dieser Dekade abgeschlossen. Die Bauarbeiten für das Feuerwehrhaus in Schildgen haben zwischenzeitlich begonnen.

Auf dem Gelände des ehemaligen „Haus Pohle“ entsteht ebenfalls ein Gebäude mit Schulungs- und Sozialräumen sowie einer Fahrzeughalle für drei Fahrzeuge für die ehrenamtlichen Kräfte der Löschgruppe Schildgen.

Die Planungen für den Neubau der Feuer- und Rettungswache 2 in Bensberg schreiten weiterhin langsam voran. Gemäß Ratsbeschluss aus Februar 2020 werden zurzeit eine Machbarkeitsstudie erstellt und weiterhin geeignete alternative Grundstücke geprüft. Mit den Ergebnissen wird im Sommer 2021 gerechnet.

Feuerwehr GL

Elmar Schneiders, Pressesprecher der Feuerwehr Bergisch Gladbach

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5 Kommentare

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  1. Achnee, wir brauchen also mehr Speicher, virtuelle Kraftwerke und flexible Verbraucher.
    Das ist ja mal ne ganz neue Erkenntnis…! ;-)

    Dass „die Politik“ den Ausbau der Erneuerbaren inkl. Speicher ausgebremst hat und das immer noch macht, ist in der Tat ein Problem. Wir könnten schon deutlich weiter sein.

    Ändert aber nichts daran, dass Wind und Sonne heute in der Regel die billigsten Energiequellen sind.
    Selbst ohne Einpreisung der Klimaschäden oder der Atommüll-Folgekosten.

  2. Weil Solar-Energie ganz schön viel Geld kostet für die Verfügbarkeit.

    Aktuell (9:45) trägt Solar ganze 0,3% in DE bei.

    35% Kohle
    10% Kernenergie
    17% Erdgas
    18% Wind

    Und sogar 1,5% beziehen wir aus französischer Kernenergie

    Bei 420g CO2/kWh kein wirklicher Erfolg für die Energiewende.
    Frankreich kommt aktuell auf 90g/kWh bei 60% Kernenergie.
    Sollten einige mal bei der Klima-Diskussion bedenken.
    https://www.electricitymap.org/zone/DE

  3. Sieht schick aus – die Funktionalität mögen Andere beurteilen. :-)
    Warum ein Neubau nicht von Anfang an mit Solardach geplant wird, verstehe ich auch nicht. Hoffentlich findet sich eine Schulklasse, um die etwas langweilige weiße Fassade zu bemalen.

    Die Kalkulation der ÖPP-Kooperation mit der Joke-Gruppe würde mich interessieren. Da das Unternehmen sicherlich mit dem Projekt Gewinn machen möchte, muss es für die Stadt eigentlich teurer sein. Wenn nicht irgendwelche Steuertricks im Spiel sind.

  4. Mein Kommentar ist verschwunden, also nochmal:
    Alles schön und gut, allerdings fragt man sich schon wieso bei einem solchen Neubau keine einzige Umweltvorrichtung , z.B. Solaranlage o.ä. vorgesehen wurde?! Für die Umwelt wurde hier gar nichts getan. Eine Schande in der heutigen Zeit!

  5. Alles schön und gut, allerdings bei so einem größeren Neubau hätte man auf der Dachfläche wenigstens eine Solaranlage o.ä. vorsehen sollen. Wo ist die Umwelt dabei geblieben? Ich verstehe nicht wieso man heutzutage überhaupt ohne umweltfreundliche Vorrichtungen solche Projekte abwickeln darf!