Wegen starker Rauchentwicklung im Treppenhaus eines Wohn- und Geschäftsgebäudes musste die Feuerwehr in der Nacht zu Dienstag in die Innenstadt ausrücken. Auslöser war offenbar eine Rauchbombe, die ein 32-Jähriger nach seinem Vater geworfen haben soll.

Ein Streit zwischen Vater und Sohn hat in der Nacht zu Dienstag zu einem großen Feuerwehreinsatz an einem Wohn- und Geschäftshaus in der Bergisch Gladbacher Innenstadt geführt. Gegen Mitternacht wurde die Feuerwehr wegen einer Rauchentwicklung in der Hauptstraße alarmiert, wie die Polizei am Mittwoch mitteilt.

Nach Ermittlungen der Polizei soll der 32-Jährige in einer Wohnung eine Rauchbombe gezündet und in Richtung seines 77-jährigen Vaters geworfen haben. Der soll daraufhin gegen den qualmenden Gegenstand getreten haben, der dadurch im Treppenhaus landete und eine Fußmatte entzündete.

Feuerwehr am Einsatzort in der Bergisch Gladbacher Hauptstraße. Foto: Feuerwehr GL

Als die Rettungskräfte eintrafen, war das Treppenhaus im dritten Obergeschoss stark verraucht. Mehrere Menschen befanden sich noch in ihren Wohnungen und machten an Balkonen und Fenstern auf der Gebäuderückseite auf sich aufmerksam. Die Feuerwehr rettete vier Personen aus dem Gebäude. 

Nachdem das Treppenhaus entraucht worden war, führten Feuerwehleute weitere Menschen aus ihren Wohnungen ins Freie. Zehn Menschen wurden vor Ort untersucht. Der 77-Jährige wurde durch die Rauchentwicklung leicht verletzt und kam ins Krankenhaus. 

Insgesamt waren rund 40 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst im Einsatz. Die Polizei war ebenfalls mit mehreren Fahrzeugen vor Ort. Laut Polizei ist kein Feuer ausgebrochen und kein Gebäudeschaden entstanden.

Gegen den tatverdächtigen Sohn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung eingeleitet und wegen häuslicher Gewalt ein 14-tägiges Rückkehrverbot verhängt.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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  1. Was ist aus unserer Gesellschaft und der Stadt Bergisch Gladbach geworden? Welche Ursachen sind für die steigende Vorfälle? Sieht die Stadt auch solch eine Entwicklung? Ich hoffe!

    1. Was soll die Stadt denn da sehen? Ist die jetzt auch für Probleme in der Familie zuständig?

    2. @ Steffi, die Frage was aus unserer Gesellschaft geworden ist, ist vielleicht berechtigt. Jedoch ist nachgewiesen, dass es vor 20, 50, 100, 200 Jahren ebenso Familienstreitigkeiten gegeben hat. Und dass es damals nicht friedlicher in unserem Land und der Welt war. Aber der Stadt Bergisch Gladbach kann man doch in einem solchen Fall keine Verantwortung zuschreiben.