Lena Rosenbaum an ihrem Arbeitsplatz im Kulturamt. Foto: RBK/Eva Burger

Von der Eissporthalle ins Kulturamt – Lena Rosenbaum startet in ihr Freiwilliges Soziales Jahr Kultur beim Rheinisch-Bergischen Kreis. In einem Interview hat sie erklärt, welche Aufgaben sie hat, außerdem berichtet sie über die Vielfältigkeit ihres FSJs.

Das Kulturamt des Rheinisch-Bergischen Kreises bietet seit 2016 das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) Kultur an. Dieses startet immer am 1. September jeden Jahres. Hierbei können Freiwillige Einblicke in vielfältige Projekt im Kulturamt und die facettenreichen Aufgaben im Programm der KulturScouts, dessen Geschäftsstelle im Rheinisch-Bergischen Kreis sitzt, erhalten.

Lena Rosenbaum berichtet nach den ersten Wochen von ihrem FSJ-Kultur beim Rheinisch-Bergischen Kreis. In ihrer Freizeit spielt die 19-Jährige Eishockey bei den Kölner Haien. Heute gibt sie Einblicke in die vielseitigen Arbeitsfelder des Kulturamtes des Rheinisch-Bergischen Kreises abseits des Haie-Zentrums in Köln-Deutz.

Warum hast du dich für ein FSJ-Kultur entschieden? Ich habe mich immer für Kunst und Kultur interessiert. Nach dem Abitur am Otto-Hahn-Gymnasium in Bergisch Gladbach wollte ich mich sozial engagieren und schauen, wohin mich mein Weg nach einem freiwilligen Jahr führt.

Mein zweiwöchiges Pflichtpraktikum in der Schule habe ich in einer Grundschule absolviert. Es macht mir Spaß mit Kindern zu lernen und zu arbeiten. Das hilft mir auch hier im Kulturamt, in dem es einen Schwerpunkt bei der kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche gibt.

Welche Aufgaben übernimmst du im Kulturamt und bei den KulturScouts? Ich bin zwar noch recht neu beim Kulturamt des Rheinisch-Bergischen Kreises, trotzdem kann ich bereits viele Aufgaben übernehmen und die Mitarbeiterinnen in einigen Bereichen unterstützen. Bevorzugt arbeite ich im Bereich kulturelle Bildung.

Natürlich kann ich mich durch mein Alter gut in die Zielgruppe Kinder und Jugendliche hineinversetzen und habe so einen anderen Blickwinkel auf Projekte und Veranstaltungen. Gerade erst fand ein digitales Treffen mit den Chorleiterinnen und Chorleitern im Vorfeld des Kinderchortreffens statt.

Ich fand es spannend zu sehen, welche digitalen Alternativen sich die Beteiligten zu einer Veranstaltung vor Ort überlegen, um ein Projekt zu realisieren. Aber auch bei „Gitarissimo“ und „Jugend musiziert“ bin ich mit dabei.

Welche Erfahrungen hast du bislang sammeln können? Ich habe beispielsweise schon viele Eindrücke und Erfahrungen in der Projektarbeit sammeln können. Es ist spannend in ein neues Berufsfeld hineinzuschauen. Ich freue mich, viele Akteure kennenzulernen, die zusammen mit dem Kulturamt oder den KulturScouts tolle Projekte und Veranstaltungen auf die Beine stellen.

Natürlich bekomme ich beim Rheinisch-Bergischen Kreis auch Einblicke in Verwaltungstätigkeiten. Strukturiertes Arbeiten gehörte bislang schon zu meinen Stärken. Ich mag es strukturell zu arbeiten und analytisch zu denken. Das kommt mir jetzt zugute.

Welche Projekte hast du schon begleiten können? Aktuell evaluieren wir die Besuche der KulturScouts, die vor dem Lockdown stattfanden. Dabei stellen wir eine Übersicht zusammen, was aus Sicht der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte gut gelaufen ist und wo es noch Optimierungsbedarf gibt.

Momentan finden leider keine Besuche statt. Daher wurde von den Kolleginnen und Kollegen ein neues Format entwickelt: Digitale Besuche: Die KulturOrte haben digitale Angebote zusammengestellt die im Klassenzimmer erlebt werden können – dafür stellen wir Materialien zur Verfügung und beraten die Kulturorte, wie auch zu Zeiten von Corona kulturelle Bildung den Kindern und Jugendlichen zugänglich gemacht werden kann.

Hierzu zeigen wir beispielsweise Best-Practice-Beispiele von anderen Kulturorten im Bergischen Land, an denen sich die Kulturschaffenden orientieren können.

Was war das bisherige Highlight in deiner Zeit als FSJlerin? Mein persönliches Highlight war es Veranstaltungen und Pressekonferenzen zu begleiten. So war ich beispielsweise bei Käpt’n Book und der Pressekonferenz zum Beethoven-Jahr mit dabei. Eine Idee von der Planung bis zur Umsetzung zu begleiten bereitet mir große Freude.

Warum würdest du Schülerinnen und Schülern ein FSJ-Kultur empfehlen? Mir war am Anfang nicht bewusst wie viele verschiedene kulturelle Bereiche es gibt. Es ist ein sehr abwechslungsreicher und spannender Job, bei dem man mit vielen Menschen in Kontakt kommt. Dabei kann man Ansichten und Perspektiven wahrnehmen, die einen schließlich selbst bereichern.

Was möchtest du gerne nach dem FSJ-Kultur machen? Ich bin mir noch nicht ganz sicher, was ich nach dem FSJ beim Rheinisch-Bergischen Kreis machen möchte. Gerade die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen macht mir Spaß. Insofern überlege ich, ob ich eventuell Grundschullehrerin werden möchte.

Das Interview führte Katharina Krause. Weitere Informationen zum FSJ-Kultur gibt es auf der Website des Rheinisch-Bergischen Kreises.

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