BU: Annette Karkossa, neue leitende Hebamme der Geburtshilfe am EVK, Foto: Susanne Prothmann

Das Hebammen-Team am Evangelischen Krankenhaus hat Verstärkung bekommen. Annette Karkossa ist die neue leitende Hebamme und mit großem Tatendrang in die neue Aufgabe gestartet.

„Der Beruf Hebamme war die beste Entscheidung meines Lebens“, sagt Annette Karkossa, die neue leitende Hebamme der Geburtshilfe am Evangelischen Krankenhaus Bergisch Gladbach. Mit großem Tatendrang ist sie in ihre neue Aufgabe gestartet: „Es ist eine neue, spannende Herausforderung“, sagt Karkossa.

Sie war zuvor als Hebamme in einem Krankenhaus in Langenfeld beschäftigt und führt parallel gemeinsam mit einer Kollegin eine eigene Hebammenpraxis. Für die familienorientierte Geburtshilfe des EVK hat die neue leitende Hebamme bereits viele Pläne: „Wir haben hier tolle Voraussetzungen. Ein super Team, einen großen Kreißsaaltrakt mit gut ausgestatteten Kreißsälen, eine tolle und moderne Wochenbettstation und viele begleitende Angebote für die Frauen vor und nach der Schwangerschaft.“

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Das breite Angebot der geburtshilflichen Abteilung möchte Karkossa künftig auch über soziale Medien in die Bevölkerung kommunizieren. „Wir möchten den Menschen einen Einblick in unsere wunderbare Arbeit geben.“

Teamarbeit ist ihr sehr wichtig; mit ihren Hebammen und auch mit den Ärzten. Einer der wichtigsten Vorteile aus Karkossas Sicht: „Wir haben hier Zeit für die Frauen. Eine Geburt ist ein ganz besonderes Erlebnis und das möchten wir für jede Schwangere individuell nach ihren Bedürfnissen gestalten.“ Für Annette Karkossa war ihre erste Schwangerschaft ein prägendes Erlebnis und hat sie maßgeblich in ihrem Leben beeinflusst, denn ihr Karriereweg zur Hebamme verlief nicht schnurgerade.

Nach dem Abitur hatte Karkossa zunächst ein Jurastudium begonnen. „Ich habe aber schnell gemerkt, dass es dieser Beruf für mich einfach nicht ist“, so Karkossa. Im Anschluss absolvierte sie eine Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau. „Meine Hoffnung war, viel zu reisen, aber das war leider nicht so.“

Karkossa blieb dem Job aber bis zu ihrer ersten Schwangerschaft treu. „Die Schwangerschaft mit meinem ersten Kind verlief mit einigen Komplikationen. Meine damalige Hebamme hat mich in dieser teils schweren Zeit großartig betreut“, erinnert sich Karkossa. Dieses Erlebnis war schließlich der entscheidende Punkt: „Ich dachte: Hebamme ist ein toller und erfüllender Beruf!“ 

In der Elternzeit absolvierte Karkossa deshalb zwei Praktika, die sie in ihrem neuen Berufswunsch bestärkten. Zwei Jahre später, nach ihrer zweiten Schwangerschaft, bewarb sie sich schließlich um eine Ausbildung als Hebamme. „Normalerweise dauert es mit einer Zusage einige Jahre, aber ich hatte Glück und bekam bei zwei Bewerbungen direkt eine Zusage.“

Mit zwei kleinen Kindern war eine dreijährige Ausbildung im Schichtdienst und in Vollzeit keine einfache Aufgabe und nur dank der vollen Unterstützung der ganzen Familie und Freunden zu schaffen. „Ich bin jeden Tag von meinem Wohnort in Leverkusen zur Ausbildungsstelle nach Duisburg gependelt. Außerdem habe ich mit meinem Mann in dieser Zeit auch noch ein Haus gebaut.“

Die Zeit war aber auch lehrreich: „Nach dieser Erfahrung schmeißt mich so schnell nichts mehr aus der Bahn“, sagt Karkossa, die nach der Ausbildung ab 2015 in der Geburtshilfe im St. Martinus Krankenhaus in Langenfeld gearbeitet hat. Mit der Übernahme der Leitungsfunktion im EVK macht sie nun den nächsten Karriereschritt.

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