#BürgerClub: Ragnar Migenda stellt sich vor

Ein Plädoyer für Innenraumverdichtung, Entsiegelung, weniger Parkraum und mehr Fahrradstraßen hat Ragnar Miegenda, der neue Beigeordnete für Klimaschutz und Stadtentwicklung, im BürgerClub abgegeben. Er warb dafür, Themen wie Rad- und Autoverkehr nicht als Gegensätze zu diskutieren.

Stadtentwicklung sei ein sehr umfassendes Thema, sagte Ragnar Migenda in der Online-Debatte des BürgerClubs. Es gehe in den kommenden Jahren darum, die verschiedenen Funktionen der Innenstädte wie Einkaufen, Wohnen, Freizeit und Kultur wieder zusammenführen. Und das immer unter den Aspekt des Klimaschutzes.

Sie können sich den gesamten BürgerClub als Video (oben) oder als Podcast anschauen und anhören:

Dabei sprach sich der neue Beigeordente dafür aus, Flächen wieder zu entsiegeln, Bäumen sehr viel mehr Platz einzuräumen und die für Autos reservierten Flächen zurück zu drängen. Migenda verteidigte den Plan, die Laurentiusstraße in eine Fahrradstraße auszubauen. Er warnte aber auch davor, die Interessen von Auto- und Radfahrern automatisch als Gegensätze zu verstehen.

Um den Wohnungsmangel zu mildern und den Anstieg der Immobilienpreise zu dämpfen sprach sich Migenda klar für eine Innenverdichtung und weitere Urbanisierung der Stadt aus. Dabei müsse verstärkt in die Höhe gebaut werden: auch über Supermärkten oder Parkplätzen könnten Wohnungen entstehen.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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9 Kommentare

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  1. Herr Migenda stellt sich herzerfrischend vor. Kein Wort von Grüner Partei, kein Wort von Einwanderen oder sonstwas. Wenn man die Kommentare hier liest, dann fragt man sich, warum einige Menschen so engstirnig denken und die Menschen in Schubladen stecken. Bergisch Gladbach ist in vielen Dingen hintendran, siehe heute der Fahrradklimaindex, in dem Bergisch Gladbach vom drittletzten nun auf den vorletzten Platz abgerutscht ist. Lasst ihn doch mal anfangen, Bedenken kann man immer noch finden.

  2. U.Kleinert
    Nur zur Verdeutlichung, ich habe geäußert, dass nur durch Innenstadtverdichtung die Wohnraumprobleme nicht beseitigt werden können. Leider verdiene ich Ihr Lob nicht. Wenn es brennt, greife ich zur Kanne und Lösche. Wohnen ist ein ungeschriebenes Grundrecht und eine demokratische Partei sollte dem Rechnung tragen.

  3. Hallo Ralf Havermann,
    dass alle Verkehrsarten betrachtet werden müssen, sagen Fahrrad-Interessierte schon seit vielen Jahren. Leider ist es so, dass bisher zu 100% nur der Autoverkehr berücksichtigt wurde (siehe Ausgaben, siehe Platzverteilung) und Manche eisern versuchen, an dieser einseitigen Privilegierung festzuhalten. Das macht die Debatten etwas mühsam.

    Dem Bürgerportal danke ich für die Veranstaltung, auch wenn ich leider nicht teilnehmen konnte.
    Vielleicht war es wirklich noch etwas früh – der Beitrag liest sich so, als sei es noch nicht so sehr um konkrete Projekte und Probleme gegangen. Nächstes Mal.

    Herr Humbach – Sie beklagen sich einerseits über Innenstadtverdichtung, und werfen andererseits „den Grünen“ vor, nicht zu sagen, ‚wo die Menschen dann wohnen sollen‘? Muss mensch nicht verstehen, oder? Dass Sie geduldig genug sind, nach dem sechsten Massensterben wieder 65 Millionen Jahre zu warten, bis sich intelligentes Leben auf der Erde entwickelt, ehrt Sie natürlich.

  4. Ist gibt wohl kaum einen Menschen der nicht das Klima schützen will. Aber nicht alle glauben, der Mensch könne den Wandel aufhalten oder verhindern. Irgendwo habe ich gelesen, Ereignisse hätten seit bestehen des Planeten bereits fünf mal fast alles Leben ausgerottet. Wenn das so ist, dann sind wir aus dem was bei der letzten Katastrophe übrig blieb hervorgegangen auch die Grünen. Nun beschwören sie mit dem Klimawandel die nächste hervor. Und damit haben sie das Ei des Kolumbus in der Hand. Ob es ein zerbrechliches ist, werden wir wohl nie erfahren. Klimaschutz immer wo und wie es möglich ist, aber man kann auch verhungern. Damit das nicht passiert, brauchen wir auch intakte Verhältnisse für die Wirtschaft.

  5. Eine Stadt liebenswerter gestalten oder lebenswerter kann man natürlich nicht erreichen, wenn Parkplätze vor Arztpraxen entfernt werden zu Gunsten der Radfahrerlobby. Auch sind Innenstadtverdichtungen , wie zum Beispiel in Teilen von Refrath nicht geeignet ein wünschenswertes Stadtbild dar zu stellen. Aber wovon niemand spricht, durch die rücksichtslose Verdichtung wird der Wert Immobilien reduziert. Viele Menschen sind vor Jahren in eine Wohnstadt gezogen um sich wohl zu fühlen und haben sicher nicht geahnt, dass sie in einem Stadtkäfig ihr Leben beenden sollen. Die Wohnraum Probleme können nicht nur durch Verdichtung gelöst werden. Die grünen Bremser wollen aus Deutschland ein Einwanderungsland machen. Wo die Menschen dann wohnen sollen offenbaren sie nicht.

  6. Endlich jemand, der begriffen hat, dass Rad- und Autoverkehr gemeinsam zu betrachten und zu verändern sind und nicht den beinahe suchtähnlichen Motiven nach „Radfahrer first“ folgt.

  7. Innenstadt liebenswerter machen, eine gute Idee. Vor allem die jungen Jahrgänge würden sich freuen. Dabei denke ich nicht nur an die Geschäftsstraßen sondern auch an die anderen Bereiche. Man muss doch nicht unbedingt an den Rhein fahren um ein Kölsch bei lauschiger Atmosphäre im Mondenschein zu trinken, das kann doch an der Strunde genau so schön sein.

  8. Die Veranstaltung war meiner Meinung nach etwas
    zu früh angesetzt. Nach so kurzer Zeit im Amt konnte Herr Migenda doch nur recht unverbindliche Aussagen machen da er verständlicherweise noch keinen Überblick über die lokalen Verhältnisse gewinnen konnte. Deshalb bitte Wiederholung nach den üblichen 100 Tagen.