Archiv-Foto: Feuerwehr Bergisch Gladbach

Das Unwetter hat große Teile der Stadt überschwemmt, besonders stark sind die Odenthaler Straße, die Locher Mühle, der Vollmühlenweg und die Gierather Straße betroffen. Die Schadensbeseitigung ist angelaufen, die Kläranlage läuft wieder an, die RheinEnergie stellt die Stromversorgung wieder her. Eine erste Bilanz

Am Morgen nach dem Unwetter ist der städtische Stab für Außergewöhnliche Ereignisse wieder zusammengekommen, um die Aufräumarbeiten und die Schadensbeseitigung im Stadtgebiet zu koordinieren. Beteiligt sind Feuerwehr, Abfallwirtschaft, Bauhof, StadtGrün Immobilienbetrieb und Abwasserwerk. Mit der RheinEnergie steht die Stadt seit dem Abend in ständigem Kontakt, um in möglichst vielen Haushalten, die von einer Abschaltung betroffen sind, die Stromversorgung so schnell wie möglich wiederherzustellen.

Eine erste ausführliche Bestandsaufnahme der städtischen Stellen zeigt, dass im gesamten Stadtgebiet Schäden zu verzeichnen sind; die Schwerpunkte liegen an der Odenthaler Straße und an der Locher Mühle, im Bereich Vollmühlenweg und Gierather Straße. Entlang der Gewässer sind die Anrainer von Strunde und Lerbach besonders stark betroffen.

Grund für die großflächige Überschwemmung an der Odenthaler Straße ist der Bruch des Hebborner Baches oberhalb des Rückhaltebeckens, worauf hin das Wasser unkontrolliert über Straße und Gärten ablief. Das Bachbett wurde bereits instandgesetzt; die Feuerwehr kümmert sich um Entwässerung der Gebäude. Zurzeit wird geklärt, inwieweit besonders betroffene Gebäude in diesem Bereich statisch sicher sind. Die Sperrung der Odenthaler Straße, die gestern Abend notwendig wurde, wird aufgehoben, sobald der Schlamm beseitigt und der Zustand der Straße kontrolliert ist.

Bürgermeister Frank Stein hat sich gestern spätabends noch gemeinsam mit Feuerwehrchef Jörg Köhler an mehreren Stellen im Stadtgebiet mit den Betroffenen gesprochen und sich ein Bild der Lage gemacht. Er zeigt sich beeindruckt von der Eigeninitiative der Bürgerinnen und Bürger: „Die Betroffenen helfen sich an vielen Stellen selber, dem gebührt große Anerkennung! Wo Hilfe trotzdem dringend erforderlich ist, werden die städtischen Stellen soweit es geht helfen.“ 

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Das Abwasserwerk meldet, dass die städtische Kläranlage zurzeit wieder hochgefahren wird, um sie auf Funktionsstörungen zu überprüfen. Meldungen über Staubildungen durch Unrat in den Bächen wird nachgegangen und Hindernisse beseitigt.  

Die Abfallwirtschaft stellt in den am stärksten betroffenen Bereichen Abrollcontainer zur Verfügung, in die die Bürgerinnen und Bürger Sperrgut entsorgen können, das durch das Hochwasser verursacht wurde. In den kommenden Tagen sollen in allen Stadtteilen Sonderabfuhren von Sperrmüll stattfinden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Nähere Informationen zu Terminen werden noch mitgeteilt. Achtung: Elektrogroßteile bitte sepatat stellen, auf keinen Fall in die Container werfen! Die Stadtverwaltung bittet um solidarisches Verständnis für Sperrmüll, der in diesem Zusammenhang auch einmal länger als einen Tag an der Straße steht. 

Die Straßenreinigung konzentriert sich auf die am stärksten verschmutzten Bereiche der Stadt und setzt dort ihre Kehrmaschinen ein. Viele Stellen sind schon gereinigt, teilweise auch vom Bauhof mit schwerem Gerät freigeräumt.

Der städtische Bauhof ist seit dem frühen Morgen im Einsatz, um Straßenschäden aufzunehmen und zu reparieren. Die Straßendecken und –unterbauten scheinen ansonsten kaum beeinträchtigt zu sein. Sperrungen sind außer der oben genannten nicht erforderlich.

Die kurzfristig gestern abend eingerichtete Notunterkunft im Schulzenturm Kleefeld ist bereits wieder aufgelöst. 

Die Schäden an den städtischen Immobilien werden zurzeit noch aufgenommen.

StadtGrün hat ebenfalls Schäden an Grünanlagen festgestellt und ist mit der Beseitigung befasst. An der Kürtener Straße müssen Bankette abgefangen werden, ein Fußweg im Strundetal ist gesperrt. Auch im Bensberger Stadtgarten sind Sperrungen erforderlich. 

Der städtische SAE wird weiterhin die Arbeiten zur Schadensbeseitigung koordinierend begleiten.

Die Stadt warnt weiterhin vor Nachwirkungen der Unwetterlage: 

– Halten Sie sich weiterhin von Gewässern fern, deren Strömung leicht unterschätzt werden kann!
– Achten Sie auf Bäume, die durch den aufgeweichten Boden umstürzen könnten!

Pressestelle Stadt BGL

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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1 Kommentar

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  1. Als Anrainer von der Strunde stelle ich mir die Frage, wie es dazu kommen konnte, dass das Rückhaltebecken so stark überlastet war, dass bei Rodemich eine Sturmflut über die Ufer trat.

    Eine fachliche Klärung fehlt für mich als direkt Betroffener sehr.

    Es muss dafür eine Erklärung geben – das Becken sollte doch genau so etwas verhindern, vor allem in Hinblick auf dessen Erweiterung.