Mit dem Wasser kamen auch Tonnen von Schlamm. Die Unternehmen im Strundepark sind besonders betroffen. Foto: Thomas Merkenich

Das Land NRW stellt Betroffenen der Überschwemmungen eine rasche und unbürokratische erste finanzielle Hilfe in Aussicht. Kleinere Schäden werden dabei zwar nicht abgedeckt – aber dafür tritt die Stadt Bergisch Gladbach ein und stellt Geld aus dem Spendentopf zur Verfügung.

Schon Anfang der Woche hatte die Stadt Bergisch Gladbach ein Spendenkonto eingerichtet, auf dem nach einer ersten Meldung 17.000 Euro eingegangen waren. Wieviel es inzwischen ist, sagt die Stadtverwaltung nicht – aber sie will die Mittel sparsam und zielgerichtet einsetzen.

Daher appelliert Bürgermeister Frank Stein an die Hochwasseropfer, zunächst die Soforthilfe des Landes NRW zu beantragen.

+ Anzeige +

Hinweis der Redaktion: Alle Informationen und die Formulare für die Landeshilfe finden Sie hier.

Allerdings greift diese Hilfe bei Privatleuten, Betrieben und Landwirtschaften erst ab einer Schadenshöhe von 5000 Euro. Daher will die Stadt bei den Betroffenen einspringen, die einen geringeren Schaden erlitten haben.

Die Spenden der Bürger:innen „geben uns als Stadtverwaltung insbesondere die Möglichkeit, individuell und vor Ort Hilfe für Menschen zu leisten, die durch das Soforthilfe-Landesprogramm nicht berücksichtigt werden,“ erklärt Stein.

„Es gibt mit Sicherheit viele Menschen in der Stadt, die einen geringeren Schaden hatten, für die die Ersatzbeschaffung oder Wiederherstellung eine besondere wirtschaftliche Härte bedeuten würde“, erläutert der Bürgermeister. „Nicht jede oder jeder kann sich mal eben aus der Portokasse eine neue Waschmaschine kaufen oder die Renovierung der Kellerwände bezahlen. Diese Härtefälle wollen wir besonders unterstützen.“

Bürgermeister Frank Stein. Foto: Thomas Merkenich (Archiv)

Zudem seien aber auch Hilfen für besonders hohe Schäden möglich. „Wir wissen auch, dass es in der Stadt Betroffene gibt, die mit extrem hohen Schadenssummen zu kämpfen haben“, berichtet Stein. Ob und in welcher Höhe die Stadt hier helfen könne hänge davon ab, wieviele Anträge bei der Stadt eingehen und wie sich das Spendenaufkommen entwickelt.

Spenden sind weiterhin möglich, an:
Stadt Bergisch Gladbach
Kennwort: Hochwasserhilfe
IBAN DE17 3705 0299 0311 5844 77

Die Stadtverwaltung betont, dass die Spendengelder vollständig und ohne Abzug den Opfern des 14. Juli zur Verfügung gestellt werden.

Die formlose Antragstellung für Hilfen aus dem städtischen Spendenfonds für Schäden unter 5000 Euro sollen folgende Angaben enthalten:

  • Vollständiger Name und Adresse
  • Ungefähre Schadenssumme (sofern abschätzbar) oder Beschreibung der zwingend notwendigen Ersatzbeschaffung/Wiederherstellung
  • Eine kurze Darstellung, warum im vorliegenden Fall eine besondere Härte besteht
  • Angabe der Kontodaten (IBAN)

Die Anträge sollen per Mail geschickt werden an soforthilfe@stadt-gl.de.

Wer bereits einen Antrag gestellt hat werde direkt über die neue Situation unterrichtet.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.