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Die Erwerbslosenberatungsstelle der Stadt ist relativ unbekannt. Durch die Umbenennung in „Beratungsstelle Arbeit“ soll sie stärker ins Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt werden. Zu den klassischen Hilfestellungen bei der Arbeitsvermittlung, Ausbildung und Fortbildung kommt jetzt der neue Schwerpunkt Arbeitsausbeutung hinzu. Die Beratungen sind kostenlos.

Seit 1994 gibt es das Angebot einer unabhängigen Erwerbslosenberatungsstelle in wechselnder Trägerschaft in Bergisch Gladbach. Seit Januar 2011 ist die Beratungsstelle in Trägerschaft der Gl-Service gGmbH, einem gemeinnützigen Projektträger mit der Stadt Bergisch Gladbach als alleiniger Gesellschafterin.

Die GL Service gGmbH ist anerkannter Träger der Jugendhilfe und betreibt Maßnahmen, Dienste und Einrichtungen der Jugend- und Altenhilfe, der Bildung und Erziehung sowie des Wohlfahrtswesens, insbesondere zur Beschäftigungsförderung und Qualifizierung für den Arbeitsmarkt.

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Kostenfreies Beratungsangebot

Die Beratungsstelle Arbeit in Bergisch Gladbach bietet Menschen ohne Arbeit oder in schwierigen Beschäftigungssituationen

  • fachlich qualifizierte Beratungsangebote zu Themen wie Qualifizierung und Beschäftigung,
  • sie bietet Hilfe und Unterstützung bei der Erstellung von marktgerechten Bewerbungsunterlagen,
  • bei der Suche nach einem neuen Job,
  • bei der Sicherung des Lebensunterhalts,
  • bei der Beantragung von Leistungen,
  • bei der Überprüfung von Leistungsbescheiden,
  • im Umgang mit Behörden
  • oder bei wirtschaftlichen, psychosozialen und sozialrechtlichen Fragen.

Neuer Beratungsschwerpunkt: Arbeitsausbeutung

Seit Januar 2021 gibt es einen neuen Beratungsschwerpunkt im Bereich der Information und Beratung gegen Arbeitsausbeutung. Als ausbeuterisch sind Beschäftigungsverhältnisse einzuordnen, bei denen vorgeschriebene gerechte und angemessene Arbeitsbedingungen umgangen werden, zum Beispiel durch Umgehung des gesetzlichen Mindestlohns, Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz oder fehlende Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

  • Die Informationen umfassen Themen wie Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, gerechte Entlohnung, Sonderleistungen, Kurzarbeiter- und Krankengeld, Gleichstellung, Gendering, Diskriminierung, Kündigung unter anderen mehr.
  • Die Beratungsstelle Arbeit eröffnet damit Wege zu weiteren Hilfsangeboten und stellt erforderliche Kontakte her.
  • Die Beratung findet in Sprechstunden, telefonisch, digital oder aufsuchend statt.

Somit bietet die Beratungsstelle Arbeit in Bergisch Gladbach erwerbslosen, von Arbeitslosigkeit bedrohten oder von Arbeitsausbeutung betroffenen Menschen, Berufsrückkehrenden oder Beschäftigten mit aufstockenden SGB-II-Leistungen Orientierung, Beratung und Begleitung.

Die Beratung ist kostenfrei, vertraulich und erfolgt unabhängig von ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, von Geschlecht, Alter, sexueller Orientierung oder Behinderung.

Wo ist diese Beratungsstelle?

Die Räumlichkeiten der Beratungsstelle Arbeit befinden sich in der
Tannenbergstraße 53-55 im Stadtzentrum, in unmittelbarer Nähe der Fußgängerzone.

Für eine ausführliche Beratung ist eine Terminvereinbarung unter der Rufnummer 02202  285995 erforderlich. Öffnungszeiten sind Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr und Freitag von 9 bis 12 Uhr.

Unterstützung bei der Klärung von Rechtsangelegenheiten

Ob Fragen zum Thema Arbeitsrecht wie zu einer Kündigung oder zum Arbeitsvertrag, zu Überstunden und Zeitkonten oder zum Tarifvertrag oder zum Arbeitsschutz: die Beratungsstelle Arbeit in Bergisch Gladbach bietet als Anlaufstelle zur Klärung von rechtlichen Fragen Hilfe und Unterstützung, auch durch entsprechende Weitervermittlung an Fachanwälte für Arbeitsrecht.

Ebenso ist bei der Klärung von Sozialrechtsangelegenheiten wie beispielsweise durch die Prüfung von Rechtsansprüchen im Rahmen der Leistungsgewährung anwaltliche Unterstützung sichergestellt. Die Beratungsstelle führt selber keine beratenden Tätigkeiten, die durch das Rechtsdienstleistungsgesetz geregelt sind, durch.

Diese sind zum Beispiel über einen Gutschein für eine einmalige Rechtsberatung im Amtsgericht erhältlich, womit dann ein Anwalt konsultiert werden kann. Die Beratungsstelle Arbeit verhält sich entsprechend der Vorgaben und Bestimmungen des Rechtsdienstleistungsgesetzes.

Die Beratungsstelle Arbeit bietet auch weiterhin bei den klassischen Aufgaben wie beispielsweise Beratung zu Ausbildung und Umschulung, Fortbildung und Weiterbildung, Unterstützung bei der Stellensuche und Vermittlung, Hilfestellung bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen, Bewerbungstraining in Vorbereitung eines bevorstehenden Bewerbungsgesprächs oder auch Beratung und Unterstützung bei der Beantragung von Leistungen und der Leistungssicherung an.

Auch Rat und Hilfe im Umgang mit Behörden und die Weitervermittlung an andere Fachstellen gehören mit zum Leistungsspektrum. Als Ansprechpartnerin steht den Bürgerinnen und Bürgern des Rheinisch-Bergischen Kreises Frau Gabi Ramms zur Verfügung.  

ESF-Kofinanzierung für ein landesweites Beratungsnetzwerk gegen Arbeitsausbeutung in NRW

Die Beratungsstellen Arbeit sind kofinanziert aus ESF-Fördermitteln. Sie sind ein zentraler Bestandteil des landesweiten Beratungsnetzwerks gegen Arbeitsausbeutung. Hierfür kooperieren die Beratungsstellen u.a. mit den bestehenden landes- und bundesgeförderten Beratungsprojekten für Arbeitnehmerfreizügigkeit, faire Mobilität und faire Integration sowie mit lokalen Netzwerkpartnern. Mit dem landesweiten Netzwerk gegen Arbeitsausbeutung wird in Nordrhein-Westfalen eine flächendeckende, kostenlose und leicht zugängige Beratungsstruktur eingerichtet.

Die Arbeits- und Lebensbedingungen von Beschäftigten insbesondere aus Osteuropa bei Kontrollen in Schlachthofbetrieben haben, so Arbeitsminister Karl-Josef Laumann, große Probleme aufgezeigt. Arbeitsausbeutung und prekäre Beschäftigung sind nicht nur ein Problem der Fleischbranche, so Karl-Josef Laumann weiter, weshalb Unterstützungsangebote für Menschen ohne Arbeit oder in schwierigen Beschäftigungssituationen wichtig sind.

Pressestelle Stadt BGL

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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