EMW Maskottchen Edda auf dem E-Bike

Die Kommunen des Rheinisch-Bergischen Kreises bringen nachhaltige Mobilität gemeinsam voran. Während der Europäischen Mobilitätswochen (EMW) können Alternativen zur Nutzung des Autos ausprobiert werden: E-Bikes, Lastenräder, Elektroautos oder das Angebot des ÖPNV.

Kostenlose Testfahrten mit den Bergischen e-Bikes, eine große Lastenradschau und Straßenmalaktionen für Kinder – die Europäische Mobilitätswoche (EMW) im Rheinisch-Bergischen Kreis hat in diesem Jahr einiges zu bieten. Das Ziel der Aktionswoche ist es, Bürgerinnen und Bürgern die komplette Bandbreite nachhaltiger Mobilität vor Ort näher zu bringen.

Die EMW ist eine Kampagne der Europäischen Kommission und findet seit 2002 jährlich vom 16. bis zum 22. September europaweit statt. In diesem Jahr ist der Rheinisch-Bergische Kreis zum ersten Mal mit allen acht Kommunen dabei. „Auch in den vergangenen Jahren gab es im Kreis schon Aktionen im Rahmen der EMW.

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Doch in diesem Jahr haben wir unsere Kräfte gebündelt, Ideen gesammelt und gemeinsam ein vielfältiges Programm auf die Beine gestellt, um auf das Thema aufmerksam zu machen und die Menschen in Rhein-Berg einzuladen, verschiedene Mobilitätsangebote auszuprobieren“, freut sich Landrat Stephan Santelmann über die erfolgreiche Zusammenarbeit.

Unterstützt und mitgestaltet wird das Programm zudem von vielen Netzwerkpartnerinnen und Netzwerkpartnern wie der Rheinisch-Bergischen Wirtschaftsförderung mbH, dem ADFC, der wupsi, dem RVK, der Radstation Bergisch Gladbach, Cologne CargoBike, dem Nahverkehr Rheinland, dem Zukunftsnetz Mobilität NRW sowie Das Bergische.

Mobilität zukunfts- und klimafreundlicher zu gestalten und dabei die Bedürfnisse der verschiedenen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer im Blick zu halten – das ist für den Rheinisch-Bergischen Kreis seit vielen Jahren ein wichtiges Anliegen. Verankert ist dies auch im Mobilitätskonzept, das 2019 von der Politik verabschiedet wurde.

Neben Verbesserungen und Taktverdichtungen im Bereich des ÖPNV, der Planung von RadPendlerRouten und der Einrichtung von Mobilstationen gehören beispielsweise auch die Förderung von E-Lastenrädern für Unternehmen und Organisationen zu den Erfolgen. Denn nachhaltige Mobilität leistet einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz und ist damit wichtig, um die Region lebenswert und sicher zu erhalten.

Mit dem diesjährigen Motto „Aktiv, gesund und sicher unterwegs“ möchte die EMW in diesem Jahr zudem darauf aufmerksam machen, dass nachhaltige Mobilität wie Radfahren, Zufußgehen und die Nutzung des ÖPNV den Menschen in der Region direkt zugutekommt, indem sie zu einem gesünderen Leben und mehr Sicherheit beitragen.

EMW-Maskottchen Edda im Bus

Viele Aktionen im Rheinisch-Bergischen Kreis

Im gesamten Kreisgebiet sind während der EMW spannende Aktionen geplant. Das Maskottchen Edda begleitet den Rheinisch-Bergischen Kreis und die Kommunen in diesem Jahr bei der Vorstellung der verschiedenen Mobilitätsangebote und ist bei vielen Aktionen mit dabei.

Offiziell eröffnet wird die EMW am 16. September in Bergisch Gladbach mit der Aktion „Lappen Los“. Zwei Familien aus Bergisch Gladbach verzichten während der gesamten Aktionswoche auf das Auto und erhalten dafür ÖPNV-Tickets sowie ein E-Lastenrad – auf den Social Media Kanälen des Rheinisch-Bergischen Kreises kann verfolgt werden, welche Erfahrungen die beiden Familien damit machen.

„Auf dem Land gehörte das Auto früher zum Erwachsenwerden dazu und bedeutete für viele Autonomie. Heute geht das mit neuen Mobilitätsangeboten anders. ‚Lappen los‘ ist daher ein wunderbares Experiment, um den Alltag ohne eigenes Auto auszuprobieren“, sagt Bürgermeister Frank Stein aus Bergisch Gladbach.

In Kürten gibt es während der EMW am 18. September einen Informationstag zum Thema „Mobilität auf 4 Rädern“. Bürgerinnen und Bürger können hier einiges über Elektroautos und ihre Möglichkeiten erfahren. Die EMW soll für nachhaltige Mobilitätsformen werben. Viele Bürgerinnen und Bürger im Rhein-Berg sind natürlich schon längst regelmäßig mit dem Rad oder Bus und Bahn unterwegs. Belohnt werden die Nutzerinnen und Nutzer umweltfreundlicher Verkehrsmittel am 20. September am Bahnhof in Leichlingen und Bergisch Gladbach mit kleinen „Dankeschön-Paketen“.

In der Gemeinde Odenthal wird am 22. September die Schulung „Fit mit dem Pedelec“ angeboten. Das Pedelec ist eine relativ neue und beliebte Mobilitätsform, mit der das Bergische Land leichter zu erradeln ist. Doch insbesondere für ältere Menschen ist es nicht immer leicht, auf Anhieb mit den motorisierten Bikes zurecht zu kommen. Hier kann ein kleines Training helfen.

An den Mobilstationen im Rheinisch-Bergischen Kreis treffen verschiedene Mobilitätsangebote wie Bus und Bahn, die Bergischen e-Bikes und Car-Sharing aufeinander, um diese flexibel miteinander verbinden zu können. „Mobilstationen zum Anfassen“ – die Möglichkeit sich darüber zu informieren und die Angebote auszuprobieren – gibt es unter anderem am 20. September in Overath. „Mobilitätsangebote miteinander zu vernetzen ist wichtig, um auf dem Land eine gute Alternative zum Auto anzubieten. Die Mobilstationen bieten dafür verlässliche Strukturen“, so Overaths Bürgermeister Christoph Nicodemus.

In Rösrath wiederum wird am 17. September das „RöBike“ vorgestellt. Dieses E-Lastenrad können sich Rösratherinnen und Rösrather ganz einfach und kostenfrei in ihrer Stadt ausleihen. Das RöBike ist eines der E-Lastenräder, die eine Förderung durch den Rheinisch-Bergischen Kreis erhalten haben. „Die Idee des Lastenrads ist nicht neu. Doch es ist die E-Unterstützung, die heute neue Möglichkeiten bietet und durch die wir auch im Bergischen Land schwere Einkäufe transportieren können“, erklärt Bürgermeisterin Bondina Schulze, die hofft, dass das „RöBike“-Projekt viele Nachahmer findet.

Eine anschließende bunte Lastenradschau dieser „Flotte“ in Bergisch Gladbach zeigt, auf welch kreative und praktische Weise die Räder im Alltag genutzt werden können.

„Kinder in Bewegung“ ist eine Aktion des Kinderschutzbundes und findet unter anderem am 19. September in Wermelskirchen statt. Hier werden die jüngsten Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer nach ihrer Sicht gefragt. Sie können kreativ zeigen, wie sie sich die Zukunft der Mobilität in ihrer Stadt vorstellen und bei einem Malwettbewerb oder einem Bobby-Car Rennen gemeinsam aktiv werden.

Detaillierte Informationen zum weiteren Programm in den jeweiligen Kommunen gibt es im Internet.

Das vollständige Programm der EMW

RBK

Rheinisch-Bergischer Kreis

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