Verteilung der Süßigkeiten - Pfarrei von Pfarrer Arvydas Liepa in Gelgaudiškis

In diesem Jahr galt es ein ganz besonderes Zeichen zu setzen. Es standen nicht nur Hilfebedürftige im Fokus des gemeinnützigen Vereins „Hilfe Litauen Belarus e.V.“ – sondern auch das Miteinander der beiden Partnerstädte Bergisch Gladbach und Marijampole.

Trotz steigender Coronainfektionen in Litauen machten sich sieben geimpften Hilfstransporteure, unter Leitung des 1. Vorsitzenden Ulrich Gürster, auf den beschwerlichen Weg gen Osten. Mit zwei Privat-Pkw und zwei voll beladenden Anhängern mit dringend benötigten Hilfsgütern fuhr man in die Nacht hinein, um nach etwa 20 Stunden Fahrt, leicht erschöpft, in Marijampole anzukommen.

„Mit im Gepäck waren sieben gepackte private Bananenkartons für eine sozialschwache Familie, sowie zehn gefüllte Bananenkartons von der evangelischen Kirchengemeinde aus Bergisch Gladbach für die evangelische Pfarrei in Marijampole.“ Mit diesen Worten lenkte Ulrich Gürster den Blick auf die über den Tellerrand hinausschauende Städtepartnerschaftshilfe.

Die Freude vor Ort war auch bei der Bistumscaritas und allen anderen Institutionen sehr groß. Man befürchtete, bedingt durch Corona, schon ein Abflachen des Miteinanders. So besuchten die Hilfstransporteure unter anderem auch das staatliche integrative Schulzentrum  „Žiburėlio mokykla-daugiafunkcis centras.“

Von den 200 Kindern und Jugendlichen haben etwa 25 Prozent leichte oder auch schwere Behinderungen. Freudig wurden dort die pädagogischen Spielzeuge, das Schulmaterial und viele weitere Dinge entgegengenommen. Neue Projekte wurden besprochen, um die schulische Lernqualität für die Kinder mit Behinderungen zu verbessern.

Nach zwei intensiven Tagen des Besuchens verschiedener Einrichtungen waren die mitgenommenen Hilfsgüter verteilt. Der Schlusspunkt des Hilfstransportes wurde am „Berg der Kreuze“ gesetzt. Jeder der sieben Hilfstransporteure hatte aus Bergisch Gladbach ein ausgedientes großes Kreuz mitgenommen, um dieses als Zeichen der Verbundenheit am Berg der Kreuze aufzustellen.

„Wir staunten nicht schlecht, auf über 100.000 Kreuze verschiedenster Ausführungen zu treffen,“ äußerte sich sehr beeindruckt Hans Joachim Nix, Logistik- und Fahrzeugmanager im Verein Hilfe Litauen Belarus e.V. Nach etwa 3.300 km Fahrt kamen schließlich alle wieder wohlbehalten zurück, allerdings nicht mit leeren Anhängern.

Für den „Arbeitskreis der Künstler Bergisch Gladbach e.V.“ nahmen die Hilfstransporteure, die bei der Ausstellung „poziuris II“ im Kulturzentrum von Marijampole ausgestellten Kunstwerke wieder mit zurück. Mittlerweile sind die wirklich tollen Kunstwerke bei ihren Eigentümern angelangt.

„Mit diesem ganz besonderen Hilfstransport hat Hilfe Litauen Belarus auch noch zusätzlich intensiv Städtepartnerschaft gefördert und gelebt“ teilt Ulrich Gürster strahlend mit.

Informationen über Hilfe Litauen Belarus e.V. erhalten sie auf der Website des Vereins.

Hilfe Litauen Belarus e.V.

Seit 1994 engagieren wir uns in Litauen und Weißrussland bzw. Belarus. Diese Zeit ist nicht nur geprägt von materieller Hilfe, sondern auch von Freundschaft, Nächstenliebe und Solidarität mit den Menschen jenseits der auch heute zum Teil noch wenig durchlässigen Grenzen. Um auch zukünftig die...

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