Traditionsgemäß schmücken die Drittklässler der GGS An der Strunde den Weihnachtsbaum im Rathaus. Jetzt stieg Bürgermeister Frank Stein wieder auf die Leiter, um die Baumspitze zu krönen. Kinder und Lehrerinnen befestigten ihren selbstgebastelten Baumschmuck.

Was für eine Aufregung am Donnerstagmorgen, den 2. Dezember 2021, im Foyer des Historischen Rathauses Stadtmitte. 15 Mädchen und Jungen der Gemeinschafts-Grundschule An der Strunde waren ins Rathaus gekommen, um den Weihnachtsbaum mit selbstgebasteltem Baumschmück zu verschönern.

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Diese Tradition ist schon mehrere Jahre alt; die dritten Grundschulklassen übernehmen regelmäßig diese Bastelaufgabe. So kam eine Abordnung der 3a, 3b und 3c ins Foyer unter Begleitung der Lehrerinnen Vivienne Braun und Stephanie Franz-Koch. Engel, Sterne, Herzen und Tannenbäume hatten die Kinder aus Eisstilstäbchen und Papier gebastelt, die sie nun an der drei Meter hohen Nordmanntanne aufhängten. 

Bürgermeister Frank Stein ließ es sich nicht nehmen, die kleinen Gäste persönlich zu begrüßen. Als er vor dem Baum stand, stellten die Kinder und er fest, dass auf der Spitze noch Dekoration fehlte. Also schritt Frank Stein zur Tat, nahm die große Leiter und kletterte zur Freude der Grundschülerinnen und Grundschüler bis ganz oben. Dort platzierte er den goldenen Engel. „Ich finde es großartig, dass Ihr dazu beitragt, den Baum bunt und einladend zu schmücken“, bedankte sich Frank Stein.

Da noch etwas Zeit war, konnte er den Kindern den Großen Ratssaal, das kleine Trauzimmer und das ehemalige Gefängnis zeigen. Die Jungen und Mädchen im Alter von acht und neun Jahren waren sehr interessiert und teilweise auch beeindruckt. „Ich möchte gerne in diesem Schloss wohnen“, wünschte sich ein Mädchen.

Neugierig wurde Frank Stein gefragt, wie er denn auf die Idee gekommen sein, Bürgermeister zu werden. „Eine gute Frage“, antwortete der 59-Jährige. „Ehrlicherweise wurde die Idee von verschiedenen Personen an mich herangetragen. Dann habe ich gut überlegt und entschieden, dass ich kandidieren möchte. Das war jetzt möglich, da meine beiden Kinder erwachsen sind. Als Bürgermeister hat man nämlich wenig Zeit für die Familie, und das hätte ich nicht gewollt, als meine Kinder so alt waren, wie Ihr es jetzt seid“, erklärte er. „Ich freue mich über Euer Interesse an der Stadtverwaltung, behaltet das bei! Und vielleicht arbeitet Ihr eines Tages auch hier oder engagiert Euch politisch“, gab Frank Stein der Gruppe mit auf den Weg. 

Zum Abschluss verteilte er ein kleines süßes Dankeschön und gab auch noch weitere Leckereien mit in die Schule für die anderen 45 Kinder, die leider zum Schmücken nicht mit ins Rathaus kommen konnten.

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