Mitte 2023 soll die Laurentiusstraße zur Fahrradstraße werden. Foto: Thomas Merkenich

Beim Beschluss, die Laurentiusstraße zur Fahrradstraße umzuwandeln, blieb die Frage offen, wie der Durchgangsverkehr abgehalten werden kann. Nach Beratungen mit Polizei, Feuerwehr und Verkehrsbehörden liegt nun ein Vorschlag auf dem Tisch: Die Straße soll weitgehend abgeriegelt werden, und zwar bereits auf der Höhe der Buchmühlenstraße.

Mit der Umwandlung zur Fahrradstraße bleibt die Laurentiusstraße mit dem Auto befahrbar. Wer dort wohnt, zu einem der Geschäfte, Arztpraxen, Apotheke oder ins Marien-Krankenhaus will, wer etwas anliefert oder abholt, soll weiterhin sein Ziel ansteuern können. Und natürlich sollen Polizei und Feuerwehr jederzeit durchkommen. Gleichzeitig aber soll der Durchgangsverkehr rausgehalten werden.

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Um diese Ziele zu erreichen schlägt die Stadtverwaltung nach Beratungen mit Polizei, Feuerwehr und den eigenen Verkehrsleuten jetzt dem Stadtrat vor, mit einer virtuellen Barriere an der Einmündung der Buchmühlenstraße eine „indirekte Sackgasse“ zu schaffen.

Dabei handele es sich um eine visuelle Barriere in Form von Schildern und Straßenmarkierungen, die von Rettungsdiensten und Radfahrenden weiterhin passiert werden können.

Auch andere Fahrzeuge könnten diese Barriere umfahren – doch falle damit die Kontrolle sehr viel leichter.

Anlieger können entweder bis zur Buchmühlenstraße fahren (und über die Buchmühle wieder heraus) oder aber die Straßen Am Horn und Am Broich in den nordöstlichen Teil der Straße gelangen.

Andere Fahrzeuge, die sich trotz der frühzeitigen Beschilderung über die Paffrather Straße in die Laurentiusstraße begeben, sollen an der Einmündung der Buchmühlenstraße abgeleitet werden: über die sehr enge Straße, den Buchmühlenparkplatz und die Hauptstraße zur Schnabelsmühle. Wer eigentlich in Richtung Odenthal, Rommerscheid oder Kürten unterwegs ist, wird sich diesen Umweg über den Turbokreisel nur einmal zumuten.

Oder, wie es die Verwaltung formuliert: „Diese Variante reduziert die Durchgangsverkehre deutlich und erhöht somit das Nutzungspotenzial der Fahrradstraße sowie die Verkehrssicherheit. Gleichzeitig können Ordnungsverstöße kontrolliert werden, Rettungswege aufrecht erhalten bleiben und Grundstücke an den umliegenden Straßen über die Verbindung „Am Broich“ – Laurentiusstraße erreicht werden.“

Daher werde diese Variante auch von der Expertenrunde empfohlen. Zwei weitere Optionen wurden verworfen:

  • Die schlichte Ausweisung mit Schildern „Anlieger frei“, weil damit der Missbrauch nicht unterbunden werden kann.
  • Eine Einbahnstraße entlang des gesamten Straßenzuges – weil damit nur der Anliegerverkehr behindert wird, der Durchgangsverkehr aber eher beschleunigt.

Zunächst soll dies virtuelle Barriere in einem Verkehrsversuch erprobt werden, ab Anfang kommenden Jahres. Erst danach, und bei einer Bewährung der Regelung, sollen die Umbauarbeiten Mitte 2023 beginnen.

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G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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47 Kommentare

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  1. Vielleicht werden die Grünen bei der nächsten Kommunalwahl in die virtuelle Sackgasse einbiegen!?so wie es jetzt ist,ist es okay,nur neuer Asphalt wär für alle nötig!

  2. Es muss doch möglich sein, einen Kommentar kurz zu schreiben. Sonst haben nur sehr wenige Leser Lust, die Beiträge zu lesen. Deshalb meine große Bitte, meine Herren, fassen Sie sich bitte kürzer. Ich bin sicher, Sie schaffen das!

    1. Frau Apicella, wie kommen Sie zu der Auffassung, dass lange Beiträge Lesende abschrecken könnten? Wie Sie an den Kommentaren zu Herrn Unraus Beitrag sehen, ist er sehr wohl gelesen worden. Sie selbst haben – wie alle anderen auch – jederzeit die Wahl, Beiträge nicht zu lesen oder ein größeres Display zu nutzen als das Ihres Smartphones. Ihre ständige Mahnung ist jedenfalls ermüdend und unnötig.

    2. Wie kommen Sie auf „Sonst haben nur sehr wenige Leser Lust, die Beiträge zu lesen.“? Ich persönlich schreibe und lese z.B. sehr schnell, erfasse auch sehr, sehr lange Texte vollumfänglich, während ich scrolle. Ich finde es eher bedenklich, wenn keine Bereitschaft besteht, sich auch mit etwas mehr Lesestoff auseinanderzusetzen.

  3. Herr Unrau hat alles auf den Punkt gebracht!
    Wäre für unsere Stadt von Nutzen wenn Herr Bürgermeister Stein sich von solchen Leuten beraten ließe.
    Im Stadtkern liegt einiges im Argen was aber mit den Grünen und der FDP nicht zu bewältigen ist.

  4. Als besorgter Bürger meiner geliebten Heimatstadt Bergisch Gladbach beobachte ich mit zunehmender Sorge den steigenden Egoismus und die Streitkultur der Menschen grundsätzlich, aber eben auch in Bergisch Gladbach.

    Als aktuelle Beispiele nenne ich die unsäglichen Diskussionen über die Verkehrssituation in Bergisch Gladbach generell, aber insbesondere aktuell über die Laurentiusstraße, die Parkgebühren sowie die Altenberger-Dom Strasse.

    Die Umgestaltung der Laurentiusstraße zur Fahrradstraße ist weder notwendig noch sinnvoll! Zur Förderung des Radverkehrs wurde ja bereits die Laurentiusstraße für den gegenläufigen Radverkehr freigegeben, was ich ausdrücklich begrüße! Zudem wird derzeit die Odenthaler Straße ab der Laurentiusstraße für sicheren Radverkehr hergerichtet.

    Somit haben wir jetzt schon drei Möglichkeiten für Radfahrende vom östlichen Stadtteil sicher in die Stadtmitte und wieder hinaus zu gelangen. Und zwar: Laurentiusstraße in beide Richtungen, Odenthaler Straße mit direkter Verbindung zur Rad- und Busspur an der Schnabelsmühle, in beide Richtungen und sogar noch die schon immer von vielen benutzte Wegführung von der Odenthaler Straße über den Buchmühlenparkplatz (Einfahrt neben Kiesergebäude) in die Fußgängerzone oder weiter durch den Forumpark bis zum Kreisverkehr Schnabelsmühle.

    Somit ist für mich die Umwandlung zur Fahrradstraße in der jetzt vorgeschlagenen Art und Weise absolut unnötig und für ein Prestigeobjekt der jetzigen Stadtregierung untauglich!

    Die Verkehrsflüsse in diesem Bereich sind bisher jedenfalls völlig unproblematisch, keine Staus, keine sonstigen Behinderungen, keine Unfälle, selbst im Berufsverkehr nicht, zumal der derzeitige Umbau der Odenthaler Straße noch zu einer weiteren Verbesserung beiträgt.

    Die geplante Fahrradstraße und der daraus resultierende Umgehungsverkehr kann die Gesamtsituation durch Staubildungen und erhöhten CO2 Ausstoß, Zeitverlusten und auch der Beeinträchtigungen der Verkehrssicherheit nur nachteilig verändern!
    Die hieraus resultierenden nachteiligen Auswirkungen auf den Einzelhandel, den Besuch des Wochenmarktes sowie den Besuch und Aufenthalt in der Stadtmitte sind absehbar.

    Daher bin ich als „Ureinwohner“ davon überzeugt, dass es sich lohnt, dafür zu kämpfen, dass die Laurentiusstraße nicht zur Fahrradstraße wird, sondern eine wichtige Verbindungsstraße für alle Verkehrsteilnehmer bleibt!

    Die Durchsetzung von Ideologien bringt uns ebenso wenig weiter wie an der Vergangenheit festzuhalten oder über die in den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten gemachten Fehler zu lamentieren und Schuldzuweisungen auszusprechen.

    Gleiches gilt für die Umsetzung der verkehrlichen Maßnahmen in der Ortsdurchfahrt Schildgen, die Erhöhung der Parkgebühren aber auch für die Neugestaltung des Spielplatzes auf dem Peter-Bürling-Platz.

    Ich würde mir sehr wünschen, dass bei der jetzigen Zeitenwende und dem Beginn einer neuen Epoche alle Politikerinnen und Politiker näher zusammenrücken und ihr Parteibuch einmal zur Seite legen würden. Das gilt ganz besonders auch für die Stadtverwaltung selbst.

    Das alles kann nur erfolgen, wenn es gemeinsam betrieben wird, und da müssen alle Menschen an einem Strang ziehen und nicht Egoismen und Parteistrategien im Vordergrund stehen. Das bedeutet, die weitere Vorgehensweise muss auf einer viel breiteren Grundlage unter Einbindung von Entscheidungsträgern aus vielfältigen Bereichen aufbauen.

    Gerade die Verkehrssituation in Bergisch Gladbach erfordert eine gemeinsame Herangehensweise, bei der alle Verkehrsteilnehmenden gleichermaßen Berücksichtigung finden, also Autoverkehr, Radverkehr und Fußgänger.

    Das heisst, dass bevor Entscheidungen getroffen werden, zwingend mit all diesen Bereichen gesprochen werden muss, damit deren Aspekte in die Entscheidungsfindung einfließen können. Hierdurch ergibt sich nicht nur ein breites Fundament, sondern es eröffnet auch die Chance für andere Sichtweisen bzw. Möglichkeiten und nur das schafft Vertrauen für die weiteren Entscheidungen und Maßnahmen.

    Wichtig sind Vorgehensweisen, die jeder Einzelne verstehen und nachvollziehen kann und bei denen sich keiner benachteiligt fühlt.

    Genauso wichtig ist eine begleitende offene und einheitliche Kommunikation, die jeden Einzelnen auch erreicht. Nur das schafft die zwingend notwendige Akzeptanz.
    Unabdingbar ist es jetzt, Hoffnung in die Zukunft durch vernünftige, nachvollziehbare und vor allem verhältnismäßige Maßnahmen zu schaffen, sowie einen respektvollen Umgang miteinander herzustellen.

    Das Gebot der Stunde ist: Verständnis für den Anderen, Liebe und Nächstenliebe und nicht Egoismus, Hass und Hetze!

    Nur so kann eine Spaltung der Gesellschaft und hinsichtlich des Verkehrs insbesondere auch der Verkehrsteilnehmenden verhindert werden.

    1. Besser hätte man es nicht formulieren können, Herr Unrau! Vielen Dank für Ihre vernünftigen Worte, mit denen Sie nicht nur mir, sondern sicher auch sehr vielen anderen Menschen unserer Stadt aus der Seele sprechen.

    2. Bravo lieber Burkhard, besser kann man die aktuelle zeit- und nervenraubende Diskussion um die Laurentiusstrasse und Schildgen nicht beschreiben.
      Auch ich würde mir für die Zukunft unsere Stadt wünschen, dass der Versuch, mit aller Gewalt ( und nur aus ideologischen Gründen ) aus unserer weitläufigen, bergischen Stadt eine Fahrradstadt machen zu wollen, unterlassen wird.
      Miteinander reden, die diversen Wünsche aller Bürgerschichten abzuwägen, und die Bedürfnisse des, ohnehin schon sehr gebeutelten inhabergeführten Einzelhandels auch zu berücksichtigen ist jetzt ganz wichtig. Es war sehr erfrischend festzustellen, dass in der Gladbacher Innenstadt die Aussengastronomie unsere Fussgängerzone erheblich bereichert hat. Hier sitzen die Bürger aller Altersklassen und genießen die wiedergewonnene Freiheit nach Corona. Das gemeinsame zusammen Leben muss im Mittelpunkt stehen, und dazu müssen vor allem die politischen Machtstreitereien aufhören. Leider herrscht hier der Gedanke, “wir sind jetzt dran- und werden erst mal alles ändern- weil wir es ja jetzt können, nicht weil es für die Bürger besser ist !).
      Das wird sicher nicht einfach, auch weil sehr viele Bürger erst ihre Meinung mitteilen und an der öffentlichen Diskussion teilnehmen, wenn etwas nicht in ihrem Sinne entschieden oder ausgeführt wurde.
      Mein Wunsch wäre, die Bürger aller Alters- und Interessengruppen frühzeitig zur Teilnahme an der Stadtgestaltung zu motivieren. Leider werden aktuell nur fertige Vorschläge bzw. schon durch die Verwaltung und Politik entschiedene Maßnahmen zur Diskussion vorgestellt. Das könnte die Politikverdrossenheit vielleicht aufheben.
      Vielleicht, aber eine Versuch wäre es wert, oder!?

    3. Ich kann Herrn Unrau nur zustimmen. Wer solch einen ideologischen Schwachsinn durchzieht, hat nicht mehr alle Latten am Zaun. Erst macht man die Laurentiusstraße zur Einbahnstraße und dann noch quasi zur Sackgasse. Das hat nichts mit Verbesserungen für den Radverkehr zu tun sondern man will ausschließlich dem Autoverkehr den Stinkefinger zeigen. Als Resultat braucht man sich über zunehmende Aggressivität im Straßenverkehr nicht wundern, wenn der Autoverkehr über reine Wohngebiete oder einen Parkplatz mit enormen Umwegen abgeleitet werden soll.

    4. Kompliment Herr Unrau, für diesen wirklich guten Kommentar. Ich hätte nie gedacht, dass ich Ihnen einmal in voller Gänze zustimmen werden (sorry…).
      Die Perversion des Ganzen ist ja, dass die Grünen diese Fahrradstraße unbedingt als Grünes Prestigeobjekt wollen. Auch wenn das zu erheblich mehr Umwegfahrten und Belastungen der dortigen Bewohner, CO2 Ausstoß, Lärm, Benzinverbrauch, Staus etc. führen wird. Da muss man sich schon kneifen.
      Aber so etwas kristallisiert sich bei der Grünen-Politik immer mehr hinaus. Ideologisch getrieben, Scheuklappen auf und Blick geradeaus. So wie Habecks Wiederbelebung von Kohlekraftwerken, LGP Terminals, Fracking (natürlich nur im Ausland) und Gas aus Katar.
      Die Öffnung der Einbahnstraße für Radfahrer in beiden Richtungen ist gut und sinnvoll. Man sollte die erheblichen Fahrbahnschäden beseitigen und gut ist.
      Man muss sich das einmal vorstellen: Da kommen z.B. Krankenhausbesucher aus Köln, fahren bis kurz vor die Parkhauszufahrt Marienkrankenhaus, müssen dann rechts abbiegen und fahren 10 Minuten lang durch engste Straßen….um dann wieder 20 Meter hinter der Sperre aufzutauchen und in das Parkhaus einfahren zu können.
      Ich sage das einmal ganz offen. Diese Politik, mit dieser Verwaltung (Dezernenten, Bürgermeister, etc.) ist innerhalb der umliegenden Stadt- und Kreisverwaltungen „so bekannt“, dass sich niemand Qualifiziertes dort bewerben würde. Und es auch niemand macht. Engagierte und gute Ingenieure sollen sich unter diesem Führungspersonal einordnen, auf Kommando und widerspruchslos diesen Irrsinn planen und umsetzen? Lächerlich. Und deswegen muss die Verwaltung, weil sie überhaupt kein qualifiziertes Personal hat, sogar noch Planungs-/ Ingenieurbüros beauftragen, damit diese das für sie planen (denen ist das egal was sie machen, sie verdienen daran) oder diese wiederum andere Büros finden, die das machen. Was in jeder größeren Stadt zum selbstständigen Tagesgeschäft gehört und von qualifizierten Sachbearbeitern innerhalb von wenigen Tagen! abschließend bearbeitet ist.
      Auch wenn der Unmut der GLer zunehmend größer wird. Stein wird das mit den Grünen und der SPD (die FDP sowieso) durchziehen, bis das VG denen das Ganze vor die Füße schmeißt.

      1. Es ist einfach lächerlich, wie sie aus einer Fahrradstraße den Rundumschlag machen, der das Fass bei Ihnen zum überlaufen bringt.

        Ist in irgendeiner Form die Sackgasse beschlossen wurde? Nein. Es ist lediglich ein Vorschlag der Stadt. Die Politik, also auch die von Ihnen verhassten Grünen – ich sehe da aber in erster Linie die Ampel – hat noch nicht über dem Vorschlag der Stadt abgestimmt. Insofern bitte etwas weniger Superlative und weniger Schaum vor dem Mund.

        Nochmal: Es geht um eine einzige Straße. Es besteht kein Beschluss. Selbst wenn einer gefasst wird, wird es zunächst eine Probezeit geben, die dann den Nutzen möglicherweise belegt.

        Mein Wunsch:
        Tempo 20
        Fahrradstraße (Überholverbot)
        Asphalt erneuern
        Normal offen lassen

    5. Ich bin mir nicht sicher, ob der Kommentar von Burkhardt Unrau sein Ziel erreicht hat. Er ist um Ausgleich und Respekt bemüht, aber nur um dann doch den Begriff „Ideologie“ zu nutzen. In den Kommentaren tauchen dann die Begrifflichkeiten wie „ideologischer Schwachsinn“, „nicht mehr alle Latten am Zaun“ „Stinkefinger“, „Perversion“, „Lächerlich“ auf.

      Letztendlich kann eine Verkehrswende auf kommunaler Ebene nur unter Brechung des Widerstandes der Autofahrer durchgesetzt werden. Dies kann nur durch entsprechende politische Mehrheiten erreicht werden.

      1. „Letztendlich kann eine Verkehrswende auf kommunaler Ebene nur unter Brechung des Widerstandes der Autofahrer durchgesetzt werden.“
        Das ist eben links-grüne Politik. Selbst nicht genug Mehrheiten bekommen, aber zusammen mit anderen kleinen und kleinste Parteien eine Koalition zusammen geschustert. Und so können auch die „Looser“, fachlich z.T. völlig inkompetent, trotz ihrer mageren Wahlergebnisse mitreden oder ihre Ideologien ausleben.
        Und sollte das VG diesen Stuss als unzulässig erklären, dann klebt man sich eben auf die Laurentiusstraße oder besudelt Gemälde in der Villa Zanders. Würde mich nicht wundern wenn „Christaian-Andreas“ vorne dabei ist.

      2. Der Zusammenschluss von Parteien zu einer Koalition ist Teil unserer Demokratie. Und das halte ich auch für gut und sinnvoll. Unsere Ratsdamen und Ratsherren als „Looser“ oder „völlig inkompetent“ zu bezeichnen, ist beleidigend und hat mit politischer oder sachlicher Auseinandersetzung nichts zu tun.

        Die Anmerkung und Wortwahl von Christian-Andreas, zur Durchsetzung der Verkehrswende müsse der Widerstand der Autofahrer gebrochen werden, halte ich indes einerseits für befremdlich. Andererseits wird hierdurch doch letztlich klar und deutlich zum Ausdruck gebracht, welch Geistes Kind hier am Werk ist. Dies sollte ein Weckruf für alle sein, sich politisch engagiert und auch mit Zivilcourage solchem Gedankengut und den dahinter stehenden Menschen entgegenzustellen.

      3. Liebe Elena, jetzt aber mal bitte halblang. Mit Widerstand brechen ist gemeint, dass mehrheitsfähige Maßnahmen gegen die Interessen einer gewissen Personengruppe durchgesetzt werden müssen, die hoffentlich in der Minderheit sind. Es wird schlechterdings unmöglich sein, gewisse Kommentatoren von den Maßnahmen zu überzeugen. Klagen vor Gericht muss man dann eben in Kauf nehmen und durchstehen. Falls die Wortwahl befremdlich wahrgenommen wird, bitte ich um Entschuldigung. Mit Extremismus hat das aber nichts zu tun.

      4. RL, haha die Gladbacher Ampel soll links grün sein? Das ist aber sowas von eine Koalition der Mitte.

        Die von Ihnen bevorzugte Politik ist vermutlich eine rechtskonservative. Dafür gibt es hier im offenen BGL keine Mehrheit. Finden Sie sich damit ab.

      5. @ Paul Brings:
        „Mein Wunsch:
        Tempo 20
        Fahrradstraße (Überholverbot)
        Asphalt erneuern
        Normal offen lassen“
        Sie haben es bis heute nicht verstanden: Der Unterschied zwischen dem heutigen Zustand und einer Fahrradstraße ist das gestattete Nebeneinanderfahren von Radfahrern. Ob das unbedingt nötig ist, bei den geringen Mengen an Radfahrern? Warum Tempo 20 und nicht, wie in den meisten Fahrradstraßen, Tempo 30? Warum sollen Autofahrer Fahrradfahrer nicht überholen dürfen, wenn diese z.B. mit Tempo 10 die Laurentiusstraße hochfahren und genug Fahrbahnbreite vorhanden ist? Es ist Ihre reine Ideologie, gepaart mit kaum vorhandenen Fachkenntnissen. Sie wollen einfach keine Autofahrer mehr haben. Ende.
        „RL, haha die Gladbacher Ampel soll links grün sein? Das ist aber sowas von eine Koalition der Mitte. Die von Ihnen bevorzugte Politik ist vermutlich eine rechtskonservative. Dafür gibt es hier im offenen BGL keine Mehrheit. Finden Sie sich damit ab.“
        Ja, ich bin eher rechtskonservativ. Abwarten. Auch bundesweit ist Ihre „Koalition der Mitte“ (Lach) deutlich auf dem absteigenden Ast. Weil die Menschen diese linke inkompetente Bevormundungspolitik satt sind.
        „@Peter: Falsch. In der Laurentiusstraße sind mittlerweile sehr viele Radfahrer unterwegs.“
        Können Sie uns Zahlen mitteilen? Oder haben Sie nur ab und an mal, hier und da, was geguckt?? Was ist denn viel??
        „..aber in erster Linie die Ampel – hat noch nicht über dem Vorschlag der Stadt abgestimmt…“
        Ja, aber schon geschätzt Euro 30.000 bis 50.000 verbrannt. Für eine geöffnete Einbahnstraße auf Rumpelstrecke. Dazu das Parken mal hier, mal da, versetzt, markiert, beschildert, wieder zurück. Diverse Bürgerveranstaltungen. Moderatoren engagiert, Planungsbüros beauftragt. Normale Kosten für die Öffnung einer solche Einbahnstraße, Beschilderung mit ein bisschen Markierung, keine Euro 2.000!!

    6. Ein sehr guter Beitrag, Herr Unrau, der auch zeigt, dass „gegenseitige Versöhnlichkeit“ und Achtung eine wichtige Rolle spielen.

  5. Herr Stein, der ein guter Bürgermeister ist, muss sich leider nach dem Bündnis 90/Die Grünen richten.

    Die Laurentiusstraße zur Fahrradstraße zu machen ist aufgrund der Tatsache, dass nur wenige Fahrradfahrer diese Straße benutzen nicht zu verantworten. Die Entscheidung bringt dann in der Stadt ein Stauproblem.

    Der Wegfall der Parkplätze in Schildgen ist für viele Geschäfte der Konkurs.

    Ich verstehe nicht, dass die SPD und FDP diese Ideologie der Grünen folgen!!

    1. Genau so ist es, ohne die Grünen und ohne das “Vorwahlversprechen” Stein wird BM, wenn wir, die Grünen, einen hochbezahlten Dezernenten bekommen, wäre das nicht gelungen. Deshalb muss der BM nach der Grünen Pfeife spielen.
      Mich wundert nur, dass die SPD das so mitmacht!

    2. @Peter: Falsch. In der Laurentiusstraße sind mittlerweile sehr viele Radfahrer unterwegs.

      Herr Stein selbst ist bekennender Radfahrer. Projizieren Sie nicht jede Radwegmarkierung auf grüne Idiologie.

      Zu Schildgen: Alles ist doch eine Verbesserung zum jetzigen Zustand. Ich kenne keine ausladendere „Einkaufsstraße“.Zu ihrer These gibt es keine Fakten. Und meines Wissens gibt es auch noch keinen Beschluss.

  6. BM Stein und Konsorten haben sich in dem Thema völlig verrannt. Die simpelste Lösung wäre eine Einbahnstraße, geöffnet für Radfahrer in Gegenrichtung. So wie es heute der Fall ist. Fahrbahn sanieren. Ende. Aber der Grüne Koalitionspartner besteht aus ideologischen Gründen, fernab der Vernunft, auf Fahrradstraße. Obwohl sie nichts anderes sind als in beide Richtungen befahrbare Einbahnstraßen. Und Radfahrer dürften dort nebeneinander fahren. Egal, so ist Grün eben…

    Die in den umliegenden Städten und Kreisen bekannte “Kompetenz“ der Bergisch Gladbacher Stadtverwaltung, besonders FB Ordnung und Verkehr, versucht hier etwas zurecht zu basteln, was nicht funktionieren wird.

    Aktuell wurde das Thema „Anlieger frei“ aufgegeben, nachdem man diese „Fachleute“ monatelang auf die Unwirksamkeit hingewiesen hat. Dafür müssen dann nun auch alle Anwohner der Laurentiusstraße bluten, indem sie auf halber Strecke – ihr eigenes Haus in 20 Meter Entfernung sehend – nun noch einen mehrere hundert Meter langen Umweg über stark verwinkelte Straßen, Hauptstraße, verschiedene signalisierte Kreuzungen fahren müssen. Was für ein Desaster.
    Hauptsache Fahrradstraße bleibt!

    Neben den durch diese Umwegfahrten massiv steigenden Umweltbelastungen und auch weitere verkehrliche Belastungen der Hauptstraße, dürften die auf der Laurentiusstraße Gewerbetreibenden erhebliche geschäftliche Nachteile erlangen. Und hier gibt`s ein weiteres großes Problem der Verwaltung. In solchen Fällen muss sie die Notwendigkeit solcher verkehrlichen Maßnahmen begründen können. Und das kann sie nicht, das wird sie auch nicht können.

    Um entsprechende Zahlen vorweisen zu können, müsste sie hierfür umfangreiche Verkehrsuntersuchungen durchführen lassen. Hierzu unterscheidet man in Binnenverkehr, Zielverkehr, Quellverkehr und Durchgangsverkehr. Diese Verkehrsarten kann man aber kaum auf so einem kurzen Straßenabschnitt ermitteln, sondern macht man üblicherweise in einem Gebiet. Schon ein größeres Problem.

    Für die Ermittlung muss man die Kennzeichen der Ein- und Ausfahrenden Fahrzeuge an bestimmten Punkten erfassen. Fährt ein Fahrzeug z.B. bei Punkt A ein und kommt in einer kurzen festgelegten Zeit bei Punkt B nicht an, handelt es sich um Zielverkehr. Kommt ein Fahrzeug bei Punkt B an, wurde aber bei Punkt A nie erfasst, handelt es sich um Quellverkehr. Wurde es bei Punkt A erfasst und in einer bestimmten Zeit auch bei Punkt B, dann handelt es sich – richtig – um Durchgangsverkehr.

    Solche Untersuchungen müssen üblicherweise an Dienstagen oder Donnerstagen, mit mindestens einer Woche Abstand zu Schulferien, zu drei Tageszeiten durchgeführt werden.

    Das ist simpelste Vorgehensweise bei Ermittlung der Verkehre, dürfte für BM Stein und Konsorten, auch die meisten Politiker, völliges Neuland sein. Und vermutlich wurde das auch nie gemacht.

    Vielleicht hat man gerade einmal ein Seitenradar aufhängen lassen, um grundsätzlich die Verkehrsmengen zu ermitteln. Das sagt aber nur aus wie viele Fahrzeuge an dem Messpunkt zu bestimmten Zeiten vorbeigekommen sind. Dazu Längenklassen etc.

    Dennoch alles in allem nichtssagend. Es könnten ja zu 100 % Anlieger der Laurentiusstraße gewesen sein? Dazu dürfte die Mengen in der Spitzenstunde kaum über 400 liegen und sind damit als gering zu betrachten.

    So, und nun möchte BM Stein mit den Politikern und Verwaltungsexperten massiv in ein Verkehrsnetzt eingreifen, was zu erheblichen Umwegfahrten und damit Umweltbelastungen, aber Fahrtkosten der Gewerbetreibenden und Anwohner führt, ohne die Sinnhaftigkeit oder gar Notwendigkeit einer solchen Maßnahme begründen zu können.

    Das Ding, Herr Stein, haut Ihnen das VG um die Ohren.

    Alles in allem ist das Ganze ein Paradebeispiel, wie desolat und hilflos die Protagonisten in GL Politik und Verwaltung agieren. Zumindest im Bereich Verkehrswesen.

    Und das die Bürger hier völlig zurecht auf die Barrikaden gehen, ist mehr als nachvollziehbar.

    Das Thema Laurentiusstraße wird GL noch lange bewegen, oft werden im Rathaus auch spät abends noch die Lichter leuchten.

    1. Das dieses Vorhaben vom VG keine Chance hat, ist dem BM und der Ratsmehrheit doch egal, kostet ja nicht deren Geld, sondern das Geld des Souverän, von dem auch der Verwaltungsvorstand fürstlich bezahlt wird. Schade ist dabei nur, das die Stadtverwaltungsmitglieder auch unter solchen ideologisch begründeten Maßnahmen leiden müssen. Ich glaube, das diesen Leuten auch keinen Spaß macht sich für diesen Unsinn täglich einzusetzen.

  7. Laurentiusstrasse
    Zunächst will ich sagen, ich bin ein Autofahrer und auch ein Fahrradfahrer. Dieser ganze Hickhack für oder gegen Fahrradstrasse ist schon mehr wie nervig. Jede Interessengruppe will ihre Vorstellung durchdrücken. Es werden Zwischenlösungen präsentiert, die wieder und wieder zerkaut werden. Ich glaube hier nicht mehr an den gesunden Menschenverstand. Warum keine Geschwindigkeitsbeschränkung auf z.B. 15km/h.. und zusätzlich Radaranlagen. In Paffrath gibt es eine Straße mit 10 km/h. In Dellbrück mit 20 km/h. Und es funktioniert. Zu befürchten ist jedoch, dass sich dann mehr Fahrradfahrer verkehrswidrig verhalten, als Autofahrer.
    Ich lese regelmäßig im Bürgerportal, aber das Thema Laurentiusstrasse mit dem ganzen Gezänk, ist mir mittlerweile zu viel.

  8. Der „Schwerbehindertenausweis“ mag so heißen, die Menschen nennt man solche „. . . mit Behinderuntg“, aber das ist lediglich political correctness.

    Welches Verkeghrsmittel ich nehmen würde, könnte ich mir das aussuchen, ist nicht der Punkt. Welches zur Wahl stehen würde, müsste schon geklärt sein, bevor sinnlose Fragen gestellt werden. Das Wunschdenken, GL zur Fahrradstadt zu machen, dafür die von mir angeführten Fehlgriffe, von Ihnen als „Entwicklung“ bezeichnet, Herr Richter, aus wahlpolitischen Gründen zu nehmen und die dann zu tollen Veränderungen zu stilisieren, hilft selbst Ihnen nicht. Es gibt nicht mal ein Verkehrskonzept in GL, was dazu führen wird, dass die Verwaltung nach Einzug der vielen Tausend zusätzlichen Bewohnern an mehreren Orten vollends in die Ratlosigkeit stürzen wird.

    70 und mehr Jahre versäumten alle Parteien, sich um Verkehrsstrukturen zu kümmern. Nun soll es, weil man „Ampel“ heißt, übers Knie gebrochen werden und die geneigten Wähler lassen sich zu solch unsinnigen Aussagen verleiten wie „Die Vorherrschaft der Autos muss endlich enden“ und „Motorisierter Individualverkehr war gerstern, jetzt sind wir (Radfahrer) dran“ und beklatscht Stückwerk wie die Laurentius- und nun die Odenthaler Starße. Damit kommt niemand weiter. Wenn nicht im Zuge eines sicher dringend benötigten Vertkehrswandel die teilnehmer gleichebrechtigt behandelt werden, wird es nie zu einem Konsenz kommen und solch irrige Meinungen wie teilweise hier verbreitet werden nicht enden.

  9. Was für ein Blödsinn, wieder einmal, von BM Stein und seinen Konsorten. JEDE/R Kraftfahrer, JEDE/R, kann an der Einmündung Laurentiusstraße/ Buchmühle geradeaus fahren. Er/ sie kann angeben in den dortigen Geschäften, auch den bis in die Nacht offenen Kiosk, etwas kaufen zu wollen. Oder sich die Immobilienangebote der drei anliegenden Makler ansehen zu wollen. Auch nachts. Oder einfach die Öffnungszeiten der Arztpraxen ansehen zu wollen. Das ist Fakt. Ich persönlich wurde in ähnlicher Situation von einem BG Polizisten verwarnt. Er hatte erschreckende Fachmängel, war aber unbelehrbar und hochnäsig, wies jeden Einwand ab. Das Ganze endete mit einer kleinlauten Entschuldigung der KP Behörde. Über das Thema Laurentiusstraße und das Agieren der Stadtverwaltung kann man seit Jahren nur ungläubig den Kopf schütteln. Fast hilflos versucht man etwas ganz schlechtes durchzuhauen, ignoriert jeden Hinweis, meint alles besser zu wissen. Dieses Konstrukt wird krachend zusammenbrechen.

    1. Auch wenn das jeder „kann“ sollte man sich vielleicht auch mal die Frage stellen, ob man „muss“.
      Ich muss ja nicht alles tun, nur weil ich es kann.

      1. Wenn ich eine klare Verkehrssituation schaffen will, dann sollte sie auch rechtssicher sein. Wieso gibt man dann (mittlerweile) einen deutlichen fünfstelligen Betrag aus, wenn das Ziel (Fahrradstraße, Heraushalten des Durchgtangsverkehrs) überhaupt nicht zu erreichen ist? Alles was diese Verwaltung im verkehrlichen Bereich und im Ordnungsbereich macht, ist ein Desaster.

    2. Sehr geehrte(r) RL, die virtuelle Barriere kann man zwar überfahren, man darf es aber nicht.

      Wer in den oberen Teil der Laurentiusstraße ein Anliegen hat, muss sie über die Straße „Am Broich“ ansteuern. Wer sich darüber hinweg setzt (und nicht in einem Feuerwehr- oder Rettungswagen sitzt), macht das sehr sichtbar – und muss mit einer empfindlichen Strafe rechnen. Gerade das ist ja der Sinn dieser virtuellen Barriere.

      1. ALLE Verkehrsteilnehmer haben dieselben Fahrmöglichkeiten, wie die Anwohner. Unter den genannten Argumentationen. Nachdem man das den Experten BM Stein, Ordnungs- und Verkehrsbehörde und Politikern x mal erklärt hat, scheint man das nach Monaten nun endlich verstanden zu haben. Deswegen gibt es kein „Anlieger frei“ mehr. Immerhin.
        Es gibt keine „virtuelle Barriere“. Das ist ein Phantasieprodukt, entstanden offensichtlich zu spätester Stunde einer GL(Möchtegern)Fachsitzung…….
        Es gibt nur eine eindeutige StVO konforme Verkehrsregelung, Beschilderung und Markierung. Davon abweichende Regelung oder Ausnahmen müssten vom Landrat jeweils einzeln genehmigt werden. Der Landrat hat schon heute mit den verkehrlichen Experimenten und Chaos in GL mehr als genug zu tun und wird einen Teufel tun, der Stadt GL weitere solcher Experimente zu genehmigen. Zumal es in der StVO ausreichend Möglichkeiten gibt. Zur Anwendung benötigt man aber Fachpersonal…..
        Dem Konzept folgend müssen alle Kraftfahrer, auf der Laurentiusstraße in FR Odenthaler Straße fahrend, an der Buchmühle rechts abbiegen und dann durch diverse Nebenstraßen tuckelnd und über Hauptstraße, Odenthaler Straße, Am Broich wieder auf die Laurentiusstraße fahren. Auch alle Anwohner, Anlieger.
        Was Die Grünen niemals verstehen werden, dass dies zu massivsten Umwegfahrten, Staus und letztlich einen erheblichen zusätzlichen Ausstoß an CO2 und natürlich Lärm führen wird. Und das alles warum? Weil sich einige Grünköppe vor Jahren in den Kopf gesetzt hat, GL soll eine Fahrradstraße bekommen. Basta.
        Das sind wie Habecks Kohlekraftwerke anstatt AKW usw..
        Hier aber kommt es zu massiven Erschwernissen bei der Erreichbarkeit der Gewerbetreibenden auf der Laurentiusstraße. Die geplante Maßnahme ist reine Willkür, verkehrsplanerisch und ökologisch nicht begründbar und durchaus geschäftsschädigend. Ich bin mir sicher, innerhalb kürzester Zeit kippt das VG diese „Maßnahme“.

    3. „Was Die Grünen niemals verstehen werden, dass dies zu massivsten Umwegfahrten, Staus und letztlich einen erheblichen zusätzlichen Ausstoß an CO2 und natürlich Lärm führen wird. Und das alles warum? Weil sich einige Grünköppe vor Jahren in den Kopf gesetzt hat, GL soll eine Fahrradstraße bekommen. Basta.“

      Ausser Polemik und „basta“ recht inhaltslos. Im Netz schreiben kann man ja, was man will. Ich könnte wetten, sie sind in der Nachbarschaft beliebt als Besserwisser…

  10. Die virtuelle Sackgasse hilft in erster Linie den Anliegern: wenn alle den Rechtsabbieger beachten, gibt es keinen Durchgangs(Schleich)verkehr.
    M.E. Könnte auch die Einfahrt in das Parkhaus Marienkrankenhaus vom Markt kommend zugelassen werden – das setzt aber voraus, dass alle anderen „brav“ rechts abbiegen (sollten der Versuch ergeben, dass „virtuell“ nicht reicht, müßte eine physische Barriere (zumindest Pfosten) eingebaut werden – und das würde dann die Zufahrt zum Parkhaus verbauen…)

  11. Wenn die Zuordnung von öffentlichem Verkehrsraum von der Anzahl der Nutzer abhängen soll (wie so mancher Argumentation hier zu entnehmen ist: wenig Fahrradfahrer = kein Fahrradschutzstreifen oder Radweg nötig), dann würde ohne Zweifel die komplette Innenstadt den Fußgängern gehören.

    Breit angelegte Fußwege würden die vorhandene Fahrbahnbreite deutlich verschmälern, Parkplätze würden zugunsten von Sitzmöglichkeiten für zu Fuß gehende Bürger*innen entfallen. D

    as Geschrei der autofahrenden Menschen wäre laut. Es spielt keine Rolle, an welche „Interessengruppe“ ihr von eurem heiligen Auto-Verkehrsraum abgebt. Ihr werdet Raum abtreten müssen, so oder so.

    Die Mobilitätswende hat längst begonnen. Mensch darf sich daran gewöhnen, Altgewohntes wird sich ändern. Das Auto verliert seinen Hoheitsstatus mehr und mehr. Das Auto im uns bekannten Sinne ist nicht zukunftsfähig.

  12. Wäre das nicht mal wieder eine Gelegnheit, ein neues Straßenschild zu erfinden, wie es schon an der Einfahrt zur unteren Hauptstraße geschah? Ein Schild, das BG aus dem einfäligen Summpf anderer Gemeinden, die es versäumen, sich um Fahrräder zu kümmern, heraushebt? Vielleicht rund mit weißem Grund, blauem Rand und abgebildetem Auto, das geschoben wird?

    Von wo kommen Sie, Herr Richter, und wo wollen Sie hin, wenn Sie unbedingt die Laurentius-Radstraße fahren wollen und derart dafür kämpfen? Es gibt dort keinen Fahrrad-Zuweg noch einen, auf dem man weiterfahren kanne. Was also soll Ihre Polemik? Und die Mütter mit Kindern, Senioren und „Menschen mit Behinderung“ (so heißt das und nicht Schwerbehinderte!) können dann „staufrei ihre Fahrten verrichten“? Meinen Sie wirklich Bergisch Gladbach, wo die sich dann durch die erhöhten Verkehrsaufkommen über andere Straßen quälen und zusammen mit künftig stark zunehmendem Verkehr erhebliche Co2- Mengen einatmen müssen?

    Die Scheinheiligkeit, die Sie anderen vorwerfen, ist tatsächlich Ihnen eigen, wenn Sie Ihre Argumente ernst meinen!

    1. Danke Herr Havermann für ihre persönliche Ansprache. Ihr Fragen werde ich versuchen, zu beantworten. Meine Frau, die übrigens jede mögliche Fahrt mit ihrem Pedelec unternimmt, hat einen „Schwerbehindertenausweis“ – das zur sprachlichen Korrektheit.

      Die Laurentiusstraße ist ein Entwicklungsprojekt. Jede kluge demokratische Politik setzt auf Entwicklungen, nicht auf unwidersprechbaren fertigen Lösungen (wie z.B. in Diktaturen). Es gilt, Wege aus Sackgassen zu finden. Dazu muss jedoch die Sackgasse als solche erkannt werden. Die Klimakrise ist global und nicht nur auf BGL bezogen.

      Antworten müssen allerdings auf allen Ebenen, also auch regional (Stichwort Laurentiusstraße), gefunden werden. Einfach ist das nicht – das hat aber auch niemand behauptet. Welches Verkehrsmittel würden Sie denn vorschlagen, um den Co2-Gehalt in unserer Stadt zu verringern; und u.a. den Menschen mit Behinderung in ihren PKWs freie Fahrt?

    2. „Es gibt dort keinen Fahrrad-Zuweg noch einen, auf dem man weiterfahren kanne.“

      Eine bizarre Behauptung. Alle Straßen und Wege, auf denen das Radfahren nicht untersagt ist, sind Zuwege und weiterführende Wege für Radfahrer. Es ist weder verboten noch unmöglich, sich mit dem Fahrrad auf einem Untergrund zu bewegen, der nicht explizit als Radverkehrsanlage ausgewiesen ist.

  13. Um den Sinn dieser scheinbar abwegigigen Maßnahmen zu erfassen, reicht es aus, einfach mal das Auto gegen ein Fahrrad einzutauschen. Dieses vernünftige Verhalten hilft dann übrigens auch den Müttern mit kleinen Kindern, Schwerbehinderten und Senioren, welche auch mit bestem Willen nicht auf den PKW verzichten können. Denn diese könnten dann staufrei und mit relativ geringer Umweltbelastung ihre Fahrten verrichten und fänden die erforderlichen Parkplätze, um ihre Ziele auf kürzeren Wegen zu Fuß zu erreichen.

    Die Scheinheiligkeit, mit der das Gros der rüstigen Autofahrer diese Personengruppen für ihre eigene Bequemlichkeit heranziehen, schreit langsam zum Himmel.

  14. Langsam sollte es auch der Letzte gemerkt haben, die ganzen Maßnahmen wie Radspuren und auch die Fahrradstraße soll nur vordergründig den Radverkehr sicherer machen. Ziel ist es eindeutig, den Autoverkehr maximal zu be- und verhindern.

    Dabei nimmt man auch billigend in Kauf, dass auf den verbleibenden Straßen Staus extrem zunehmen werden. Die dadurch entstehende zusätzliche Umweltbelastung scheint aber nicht zu interessieren.

    Die meisten Fahrten sind übrigens beruflich veranlasst. Dabei müssen mitunter größere Strecken zurückgelegt werden, nicht zuletzt, weil mit Zanders ein großer stadtnaher Arbeitgeber weggefallen ist. Nicht jeder kann aufgrund des Alters oder körperlicher Einschränkungen jeden Tag das Fahrrad nutzen, aber das scheint nicht zu interessieren.

    Hier werden ohne Not Zeit und Geld verschwendet und das leider ohne erkennbaren Nutzen. Man muss sich nur die Radstreifen auf der Kölner Str. anschauen. Dort fahren aufgrund der starken Steigung seit Jahren max. 2 – 3 Räder am Tag. Dafür sind aber die Parkstreifen entlang der Straße weggefallen und man konnte den Anwohnern mit größter Genugtuung den Stinkefinger zeigen. Hätte man statt dessen die Sahlerstr. mit Radstreifen ausgestattet, hätten wenigstens viele radfahrende Schüler davon profitiert.

    Übrigens, was hat denn die Radfahrer bis jetzt davon abgehalten, die Laurentiusstraße als Abkürzung zur Odenthaler zu benutzen oder hat es dort Unfälle mit Fahrrädern gegeben, die unbedingt eine Fahrradstraße erfordern?

    Der angebliche Schleichverkehr resultiert meiner Meinung nach hauptsächlich aus dem Besucherparkhaus des Marienkrankenhauses. Die Autos müssen ja schließlich irgendwie wieder aus dem Parkhaus ausfahren.

    Auch hier nimmt man keine Rücksicht auf Anwohner und bietet statt dessen kostenpflichtige Parkplätze auf der Parkpalette an der Buchmühle an.

    Die Anwohner werden sich hoffentlich bei der nächsten Wahl daran erinnern, wer ihnen das eingebrockt hat. Wenn man die Innenstadt immer mehr verdichtet, siehe Steinbüchel- oder Cox-Gelände, produziert man zwangsläufig immer mehr Individualverkehr. Dieser wird sich nicht durch ideologische Radstreifen und Fahrradspuren bewältigen lassen, sondern nur durch Konzepte für alle Verkehrsmittel. Dazu muss auch unbedingt der öffentliche Nahverkehr deutlich verbessert werden.

    Aber als einzige Lösung die Bevölkerung aufs Fahrrad zu zwingen, wird vielleicht in einer Großstadt funktionieren. In Bergisch Gladbach ist das schon aufgrund der Höhenunterschiede nicht realistisch.

  15. Wie verhält es sich mit der Zufahrt ins Parkhaus vom Krankenhaus? Von beiden Seiten möglich?
    Und die Buchmühlenstrasse wird dann einspringen – weil in Richtung Laurentiusstrasse ja nicht mehr abgebogen werden kann?!

    1. Laut Kartenausschnitt kommt man zum MKH-Parkhaus nur noch von oben, über den Broich. Was meinen Sie mit „Buchmühlenstraße einspringen“.

      1. Sorry.. Einspurig natürlich! Weil keiner mehr von der Buchmühle auf die Laurentiusstr. fährt / fahren darf.

  16. Die einfachste Lösung ist, den ganzen u sinnigen kostspieligen Aufwand unterlassen.
    Nur für die Fahradfahrerlobby unser aller Steuergeld und die Arbeitszeit aller beteiligten Behörden zu verschwenden, ist nicht zu fassen. Dieser Versuch für die wenigen Radfahrer, die man in der jetzigen Jahreszeit dort zählen kann, ist eine Unverhältnismässigkeit, die im Herbst und Winter noch zunehmen wird. Das ist genauso, wie einen Flugplatz mitten in unbesiedeltem gebiet zu bauen, um damit mehr Menschen dorthin zu locken. Wo ist denn bitte die Berechtigung dafür, solch einen Unsinn mit unser aller Steuergeld zu machen! Wieviel Radfahrer nutzen den heute die Laurentius Strasse?

    1. „Wo ist denn bitte die Berechtigung dafür, solch einen Unsinn mit unser aller Steuergeld zu machen!“
      -> ich denke die Themen Luftreinhaltung und Begrenzen des Klimawandels durch Reduktion der CO2-Emissionen sind durchaus gewichtige Gründe, Investitionen in eine Anpassung des Individualverkehrs zugunsten umweltfreundlicherer Lösungen zu tätigen.
      Die Argumentation über die Finanzierung über Steuergeld halte ich insofern für schwierig, da die externalisierten Kosten des Kfz-Verkehrs (Unterhalt der Infrastruktur, Folgekosten durch Luftverschmutzung und Lärm, etc.) meines Wissens die Einnahmen aus der Kfz-Steuer weit übersteigen und deshalb letztlich ebenfalls von der Allgemeinheit über Steuergeld getragen werden.
      (https://www.zeit.de/mobilitaet/2022-01/soziale-kosten-strassenverkehr-auto-studie; https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0921800921003943)

      Es handelt sich hier mit Sicherheit um eine Interessensabwägung. Die Gewichte haben sich aus meiner Sicht in den letzten Jahren aufgrund diverser Ereignisse wie Extremwetter zugunsten klimafreundlicher Verkehrslösungen verschoben, sodass es durchaus einen gesamtgesellschaftlichen Konsens zu geben scheint, der Lösungen wie die Laurentiusstr. als Fahrradstraße für sinnvoll hält. Dies zeigen meiner Ansicht nach auch sowohl die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung zum Thema Laurentiusstr. (auf lokaler Ebene), wie auch die jüngeren Wahlergebnisse auf Lokal-, Landes und Bundesebene.

      Anstrengungen, Verbesserungen herbeizuführen, pauschal als „kostspieligen Aufwand“, Verschwendung, unverhältnismäßig oder „Unsinn“ zu bezeichnen, halte aus diesen Gründen für unangebracht.

      „Wieviel Radfahrer nutzen den heute die Laurentius Strasse?“
      -> aus meiner persönlichen Erfahrung gar nicht so wenige.
      Dazu soll auch gesagt sein, dass das Befahren der Laurentiusstr. mit dem Fahrrad entgegen der Einbahnstraße aus meiner Sicht aktuell sehr gefährlich ist und deshalb vermutlich auch von einigen Radfahrern gemieden wird.
      Gründe hierfür sind aus meiner Sicht:
      – der Schutzstreifen entgegen der Einbahnstraße ist sehr eng
      – die Fahrbahn ist in schlechtem Zustand
      – Kfz fahren häufig über 30km/h (meiner Erfahrung nach)
      Die Kombination dieser Faktoren führt dazu, dass der Schutzstreifen entgegen der Einbahnstraße von unsichereren Radfahrern/Kindern oder bspw. auch mit einem Kinderfahrradanhänger nicht (sicher) genutzt werden kann.

      1. Und die Radfahrer, die ihn nutzen sind auch mit mehr als 30 km/h unterwegs.. nicht nur die entgegen kommenden Autofahrer!

      2. Mit der Feststellung, dass sich auch einige Radfahrer nicht an die festgelegten Regeln (in diesem Fall Tempo 30) halten, haben Sie mit Sicherheit recht. Das sollte natürlich nicht so sein.
        Ich sehe aber den unmittelbaren Zusammenhang zum diskutierten Thema nicht.

        Ich sehe folgende mögliche Interpretationen:
        a) Radfahrer meiden die Laurentiusstr. deshalb, weil andere Radfahrer zu schnell fahren -> ließe sich sicherlich diskutieren
        b) Radfahrer meiden die Laurentiusstr., weil sie es für zu gefährlich halten, auf der Strecke über 30km/h schnell zu fahren -> ergibt für mich keinen Sinn
        c) Das Fehlverhalten Einzelner sollte generell der Verbesserung der Radinfrastruktur entgegenstehen -> dem kann ich persönlich nicht zustimmen.