Foto: Mechtild Münzer

Eine Ernteaktion führte Familien und Kinder aus dem nahe gelegenen Wohnpark Bensberg und dem Platzer Höhenweg auf die Streuobstwiese am Kardinal-Schulte-Haus. Dort konnten die Kinder viel über die verschiedenen Apfelbäume und die Verwertung von Äpfeln erfahren.

Im Rahmen des Programms „Aufholen nach Corona“ der Stadt Bergisch Gladbach, initiiert von der Flüchtlingsbetreuerin und ehemaligen Ratsfrau Mechtild Münzer, erfuhren die Kinder und ihre Mütter bei schönstem Herbstwetter, wie unterschiedlich Apfelbäume wachsen und wie vielfältig Äpfel aussehen und schmecken können.

+ Anzeige +

In diesem Jahr trafen wir uns auf der Wiese unterhalb des Kardinal-Schulte-Hauses. Diese Wiese wird vom Bergischen Streuobstwiesenverein gepflegt, der diese Aktion gemeinsam mit dem Bauernhof im Koffer an den Start gebracht hatte. Dort waren wir auch bereits im Frühjahr zu einer Aktion zur Obstblüte im Rahmen des Programms „Aufholen nach Corona“ zusammengekommen. Nun konnten wir also sehen, wie sich die Blüten im Laufe des Sommers in herrliche Äpfel verwandelt hatten, die noch in großer Zahl an den Bäumen hingen.

Durch die lange Trockenheit im Sommer waren nur wenige Äpfel vom Baum gefallen und verdorben, so dass gleich mit dem Sammeln und Schütteln begonnen werden konnte – vorsichtig und bedächtig, damit weder Kinderköpfe noch Äpfel unnötig Schaden nahmen.

In diesem Jahr wurden Rote Sternrenette, Croncels und Boskoop geerntet. Um die Unterschiede zu erschmecken, wurden von jeder Sorte direkt welche auf der Wiese probiert. Köstlich!

Viele Hände sammelten schnell mindestens 10 große Säcke Äpfel zusammen. Zu Fuß, die Äpfel in einer Karre hinter sich herziehend, und mit dem Auto transportiert, trafen sich dann alle Beteiligten am Bergischen Museum wieder. Dort war an diesem „Familien-Herbsttag“ eine mobile Mostpresse am Start, bei der wir unsere Äpfel ablieferten.

Zunächst wurden die Äpfel gewogen – 180 kg ! – und von den Kindern gewaschen. Gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen von Most und Trester wurden sie noch in den Schredder gefüllt, bevor das Obst dann in aller Ruhe durch die Presse und die Pasteurisierung als köstlicher Saft in den entsprechenden Schläuchen abgefüllt wurde.

Das dauerte etliche Stunden. Diese Zeit verging bei dem warmen Herbstwetter recht schnell. Der Genuss von frischem Apfelkuchen sowie die Nutzung der Angebote auf dem Museumsgelände, wie zum Beispiel die Herstellung von Quittenfruchtaufstrich, und das freie Spiel in dem schönen Garten ließen keine Langeweile aufkommen.

Sonnen- und apfel-saft-satt gingen der Nachmittag zu Ende und alle Beteiligten nach Hause. Ein weiteres Beispiel wie in unmittelbarer Nähe der Wohnorte lebensnah Umweltbildung betrieben werden kann – und wie nah Leckeres wächst.

image_pdfPDFimage_printDrucken

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.