Die AWO als Bauherrin und Träger hat den Bau der neue Kita Reiser / Mondsröttchen gestartet. Sie solle mit 93 Plätzen eine spürbare Entlastung für den besonders kinderreichen Stadtbezirk Bensberg und Kaule bringen.

Im Bereich der Bergisch Gladbacher Stadtteile Bensberg und Kaule entsteht in den nächsten Monaten eine neue Kindertagesstätte: Die AWO Rhein-Oberberg als Bauherrin und Trägerin der künftigen Einrichtung beginnt noch im alten Jahr mit den Arbeiten auf dem Grundstück am Schnittpunkt der Wohnstraßen Reiser und Im Mondsröttchen.

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Am Mittwoch wurde mit dem ersten Spatenstich die Bauphase eröffnet. Die Vertreterinnen und Vertreter der AWO Rhein-Oberberg, Stadt, Architekturbüro und Baufirma trafen sich zu einer Feierstunde vor Ort und würdigten die Bedeutung der neuen Einrichtung als wichtigen Schritt, die Familien- und Kinderfreundlichkeit der Stadt Bergisch Gladbach zu erhalten und weiter voranzubringen.

Auch pädagogisch topmodern

Bergisch Gladbach ist ein beliebter Wohnort für junge Familien. Wo viele Kinder leben, werden auch viele Kindergartenplätze benötigt; um das Angebot zu erweitern, plant und realisiert die Stadt Bergisch Gladbach in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Trägern zusätzliche Einrichtungen. In den Stadtteilen Bensberg und Kaule ist die Nachfrage besonders hoch und die Erhöhung der Zahl an Betreuungsplätzen entsprechend dringlich.

Die Kreisvorsitzende der AWO Rhein-Oberberg, Beate Ruland, ist überzeugt, dass im Mondsröttchen etwas ganz Besonderes für die Kinder entstehen wird: „Die AWO hat ein anerkannt gutes pädagogisches Konzept, und dazu gehört auch eine entsprechende Konzeption des Gebäudes“

Mit der fünfgruppigen Einrichtung entsteht ein pädagogisch topmodernes und allen Ansprüchen der zeitgemäßen Bauphysik entsprechendes Gebäude. Die Einhaltung der aktuellen Energiestandards ist ebenso selbstverständlich wie die Ausrüstung mit einer Photovoltaikanlage, einem Gründach und einer Wärmepumpenheizung.

Die AWO Rhein-Oberberg betreibt bereits vierzehn Einrichtungen im gesamten Stadtgebiet. Zum Spatenstich war auch Bürgermeister Frank Stein eingeladen, um gemeinsam mit den am Bau beteiligten Aktiven den symbolischen Akt des ersten Erdaushubs zu vollziehen.

Familien in GL willkommen

„Bergisch Gladbach versteht sich als Kommune, die junge Familien willkommen heißt. Der Neubau von Kindertagesstätten hat in den vergangenen Jahren aber oft nicht Schritt halten können mit der enorm steigenden Nachfrage“, erklärt Stein.

„Unser Jugendamt tut gemeinsam mit den Trägern der Einrichtungen sein Bestes, um allen Familien mit Betreuungsbedarf eine Lösung anzubieten. Ich bin sehr froh, dass wir mit dem Projekt Reiser-Mondsröttchen bald eine spürbare Entlastung erfahren.“

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Das geplante Gebäude setzt sich aus vier Baukörpern mit jeweils zwei Etagen zusammen. Hier ist an alles gedacht, was eine attraktive Kindertagesstätte ausmacht. Ob für ruhige Beschäftigung, Beratung und Elterngespräche, Bewegung, Aktivität, Rollenspiel und Zusammentreffen, für Kreativität, Forschung und Spielen, Verwaltung und Versorgung – die Räumlichkeiten sind übersichtlich gegliedert und ermöglichen eine einfache Orientierung für Kinder, Erzieherinnen und Erzieher sowie Gäste.

Direkter Ausgang ins Freie

Helle und offene Spielflure verbinden die jeweiligen Räume miteinander. Die Kinder finden hier Bildungs- und Spielangebote für jeden Geschmack.

Alle Aufenthaltsräume der Kinder haben einen direkten Ausgang ins Freie. Dadurch kann der Freiraum auch als Erweiterung der verschiedenen Themenbereiche genutzt werden. Die Fenster sind mit tiefen Fensterbänken ausgestattet und so niedrig positioniert, dass sie von den Kindern als Sitznischen genutzt werden können.

Bis zu 93 Kinder

In der zukünftigen Einrichtung werden in fünf Gruppen bis zu 93 Kinder ab einem Alter von vier Monaten betreut. Die Eröffnung der Kindertagesstätte ist für Sommer 2024 geplant. Ein Name für die Kindertagesstätte soll in einem demokratisch partizipativen Verfahren mit den zukünftigen Mitarbeitenden unter Beteiligung der Eltern und Kinder gefunden werden.

Wie die 25 AWO-Kindertagesstätten im Oberbergischen, soll nun auch die Einrichtung im Rheinisch-Bergischen Kreis einen Namen einer verdienten AWO-Frau erhalten: „Neben der bekanntesten AWO-Frau, Marie Juchacz, die die AWO vor 103 Jahren gründete und eine der ersten Frauen war, die in den Reichstag gewählt wurde, gab es zahlreiche weitere Frauen, die sehr engagiert und in teils sehr ärmlichen und teilweise auch politisch gefährlichen Gesellschaftsbereichen für die Gleichstellung der Frau und für das Recht aller Menschen auf gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft (Bildung und Erziehung, Politik, Gesundheitsvorsorge usw.) gekämpft haben.

Immer auch im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe“, erklärt Beate Ruland, „So wollen wir den Mitarbeitenden, wie aber auch den Familien und letztendlich auch den Kindern, den bedeutenden historischen Hintergrund der AWO, des Trägers ihrer Einrichtung, näherbringen“.

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