Das Gebäude der AOK soll ab 2026 als Stadthaus genutzt werden.

Spätestens im Januar 2026 sollen große Teile der Verwaltung aus den alten Stadthäusern in das AOK-Gebäude einziehen, berichten Grüne und SPD in einer gemeinsamen Erklärung. Für sie ein großer Erfolg von Bürgermeister Frank Stein und seinem Team.

Vor knapp zwei Jahren bot ein CDU-Vertreter im Stadthausausschuss dem Ausschuss-vorsitzenden Dr. Friedrich Bacmeister (Grüne) eine Wette an, dass die Verwaltung in dieser Legislaturperiode keine neuen Räume beziehe. Auch wenn sich dieses Ziel vielleicht knapp nicht erreichen lässt (Einzug spätestens Dezember 2025/Januar 2026), kommt der jetzt von der Verwaltung vorgelegte Vorschlag zur Anmietung des alten „AOK-Gebäudes“ mit seinem verbundenen Zeitplan diesem Ziel sehr nah.

Er ist nicht weniger als ein Meilenstein auf dem Weg zu einem modernen und innovativen Verwaltungsstandort.

Das Wettangebot erfolgte nach der ersten Sitzung des neu gegründeten Ausschusses für den Stadthausneubau. Dort hatte die damalige Ampel-Koalition nach intensiver Diskussion entschieden, sich vom selbstgebauten Stadthaus am Bahnhof zu verabschieden.

Wie richtig diese Entscheidung war, zeigt sich heute: Dieses Stadthaus hätte nicht 80 bis 100 Millionen Euro gekostet, sondern mindestens 120 bis 150 Millionen Euro. Ein einfaches Weiterverfolgen dieses Projektes wäre nicht nur eine Katastrophe für den Haushalt unserer Stadt geworden, die Bürgerschaft hätte dafür keinerlei Verständnis gehabt.

Hinweis der Redaktion: Das Bürgerportal steht als Plattform für alle Vereine, Initiativen, Parteien und Einrichtungen der Stadt zur Verfügung. Dieser Beitrag stammt der Fraktionen von Grünen und SPD.

Und hätte uns ein Stadthaus beschert, welches im Hinblick auf moderne Arbeitswelten und ökologische Baustandards nicht im Ansatz zukunftsfähig gewesen wäre.

Nun hat die Verwaltung mitgeteilt, dass ein Mietvertrag über die ehemaligen AOK-Gebäude an der Bensberger Straße unterschriftsreif ist. Der Verwaltung unter Führung des Bürgermeisters kann dazu nur gratuliert werden. Sie hat einen neuen Standort für das Stadthaus gefunden. Die jahrzehntelange Odyssee für die Mitarbeiterschaft scheint ein zeitnahes Ende zu finden. Eine klare Perspektive ist in greifbarer Nähe.

Friedrich Bacmeister vertritt die Grünen im Stadtrat. Foto: Max Schmidt

Dazu Dr. Friedrich Bacmeister, Vorsitzender des Stadthausausschusses: „Ich ziehe meinen Hut vor der Leistung des Stadthaus-Teams. Sie haben energisch und zugleich beharrlich und flexibel das Projekt vorangetrieben – und bieten nun den Mitarbeitenden endlich ein adäquates Arbeitsumfeld. Zugleich danke ich dem Personalrat, dass er diese neue Arbeitswelt konstruktiv begleitet.“

Der stellvertretende Vorsitzende Corvin Kochan (SPD) ergänzt: „Ich freue mich, dass am neuen Standort Räume entstehen, die den heutigen Anforderungen an modernes Arbeiten entsprechen. Digitalisierung und New Work werden uns im Stadthaus-Ausschuss in den nächsten Jahren noch intensiv beschäftigen. Die Zeit der menschenunwürdigen Arbeitsumstände in den alten Stadthäusern geht endlich zu Ende.“

Die Mietkonditionen sind marktüblich, begrenzen die Inflationsrisiken und stellen die Stadt von Kostensteigerungen, die sie nicht zu vertreten hat, frei. Das wurde durch ein renommiertes Fachbüro geprüft und bestätigt.

Dr. Friedrich Bacmeister und Corvin Kochan: „Das zeigt, dass wir auch wirtschaftlich den richtigen Weg wählen. Unsere Fraktionen werden in den anstehenden Beratungen in den Fachausschüssen und im Rat den Vorschlägen des Bürgermeisters selbstverständlich zustimmen. Wir hoffen auf eine möglichst große, fraktionsübergreifende Mehrheit. Das wäre ein starkes Zeichen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung.“

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Grüne SPD

Hier werden gemeinsame Pressemitteilung von Bündnis 90 / Die Grünen und der SPD in Bergisch Gladbach veröffentlicht.

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1 Kommentar

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  1. Ob dieser Stadthausdeal ein wirtschaftlicher Erfolg für die Kasse ist wird abzuwarten sein. Woher allerdings die hier genannte Hochrechnung der Baukosten von bis zu 150 Mio. kommen ist mir nicht eingängig, und scheint eher eine Ausrede und Begründung zu sein, dass der Neubau von der Ampel nicht weiterverfolgt wurde.
    Die wirtschaftlich bessere Möglichkeit des “sell and lease back” wurde ja garnicht in Betracht gezogen. Das Grundstück einem Investor zu verkaufen, der das Gebäude erstellt- und dann zu einen fest vereinbarten Mietpreis an die Stadt vermietet, hätte für eine, genau auf die Nutzung des Gebäudes zugeschnittene Lösung gesorgt.

    Die sehr gute Lage und die Ausstattung scheint ja auch zu passen und der BM und unsere Minderheits Rest Ampel hat einen Grund sich feiern zu lassen .