Fotos: Thomas Merkenich

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Für die Eltern von Kindern in den vierten Klassen stehen wichtige Fragen an: Welche Schule in Bergisch Gladbach ist die Richtige? Und wie hoch ist die Chance, an dieser Wunschschule einen Platz zu bekommen? Grundsätzlich stehen genug Plätze in allen Schulformen zu Verfügung betont, die Stadt Bergisch Gladbach. Engpässe gibt es dennoch.

Rund 1200 Schülerinnen und Schüler werden zum kommenden Schuljahr aus den Grundschulen an die Haupt-, Real- und Gesamtschulen sowie Gymnasien in Bergisch Gladbach wechseln, kalkuliert das Schulamt. Für alle diese Kinder stünden ausreichend Plätze in den jeweils gewünschten Schulformen zur Verfügung, betont die Stadt auf Anfrage.

Eine Garantie, dass man genau an seiner Wunschschule einen Schulplatz erhalte, könne sie aber nicht geben, so die Stadt. Schüler:innen aus benachbarten Städten (vor allem Köln) könnten nicht damit rechnen, in beliebten Schulen in Bergisch Gladbach unterzukommen.

Aber wie sieht es in den jeweiligen Schulen aus? Dazu gibt die Stadt detailliert Auskunft. Sie betont jedoch, dass die Infos auf Erfahrungen beruhen, genaue Prognosen für das Anmeldeverhalten in 2023 seien nicht möglich.

Gymnasien

Bei den fünf Gymnasien im Stadtgebiet sei absehbar, dass einige der Schüler:innen bei ihrer Wunschschule keinen Platz erhalten und und innerhalb des Stadtgebiets ausweichen müssen. Davon war zuletzt vor allem das frisch sanierte Otto-Hahn-Gymnasium betroffen.

Die Anmeldung an allen Gymnasien läuft vom 6.2.2023 bis 17.2.2023.

IGP

Gesamtschulen

Hier ist es die Integrierte Gesamtschule Paffrath (IGP), bei der wie üblich mit Ablehnungen zu rechnen sein. Daher führt die IGP ein vorgezogenes Anmeldeverfahren durch; damit genug Zeit für eine Alternative bleibt. Dafür kommt dann vor allem die Nelson-Mandela-Gesamtschule (NMG) in Frage.    

Anmeldezeitraum
IGP: 20.1. bis 27.1.2023
NMG: 6.2. bis 17.2.2023

Das Schulzentrum im Kleefeld umfasst Real- und Hauptschule. Foto: Thomas Merkenich

Realschulen

Von den vier Realschulen hat in den letzten Jahren nur die Otto-Hahn-Realschule (OHR) Ablehnungen ausgesprochen. Da auch hier die Ablehnungsquote relativ hoch war hat die Bezirksregierung auch für diese Schule ein vorgezogenes Anmeldeverfahren verfügt.

Wer bei der OHR nicht zum Zug kommt werden auf jeden Fall bei der Johannes-Gutenberg-Realschule (JGR), der Realschule Herkenrath (RSH) oder der Realschule Im Kleefeld (RSK) einen Schulplatz erhalten.

Anmeldezeitraum
OHR: 23. bis 27.1.2023
JGR, RSH und RSK: 6. bis 17.2.2023

Hauptschule

Die Hauptschule am Kleefeld ist die einzige, die es überhaupt noch im Kreis Rhein-Berg gibt, die Zahl der Plätze ist mehr als ausreichend. In der Regel werden dort nur ein oder zwei Züge aufgenommen und sehr kleine Klassen gebildet, berichtet die Stadt. Erfahrungsgemäß steigt die Zahl der Schüler:innen aber ab der Klasse 7, weil sie vermehrt von anderen Schulformen zur Hauptschule wechseln.

Anmeldezeitraum Hauptschule: 6. bis 17.02.2023  

Die Unwägbarkeiten

Mit genauen Aussagen zu den Anmelde- und Aufnahmezahlen ist das Schulamt sehr vorsichtig, weil es eine Reihe von nur sehr schwer zu kalkulierenden Unwägbarkeiten gebe.

So ist völlig unklar, wieviele Kinder aus der Ukraine die weiterführenden Schulen ab dem kommenden Sommer besuchen werden. Für die Aufnahme in die verschiedenen Schulen ist das kommunale Integrationszentrum (KI) beim Kreis zuständig. Es prüft, in Zusammenarbeit mit der Stadt, welche Schule für welches Kind in Frage kommt, ob muttersprachliche Klassen, Willkommensklassen oder Intergrationsklassen gebildet werden.

Unsicher ist auch, wieviele Kinder aus der Region und aus dem stark überlasteten Kölner Schulsystem nach Bergisch Gladbach drängen. Allerdings hatte der Stadtrat schon vor Jahren beschlossen, dass die Schulen gebietsfremde Schüler:innen ablehnen können, wenn es mehr Anmeldungen als Plätze gibt.

Breites Informationsangebot

Alle Schulen bieten Infoabende oder Tage der offenen Tür an, bei denen man sich intensiv informieren und das Klima der jeweiligen Schule erschnuppern kann.

Das Schulamt selbst hatte schon Anfang November zu einer Informationveranstaltung über alle Schulformen hinweg eingeladen. Eine dort gezeigte Präsentation, unter anderem mit Steckbriefen aller Schulen, ist auf der Homepage der Stadt Bergisch Gladbach einsehbar.

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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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3 Kommentare

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  1. Dies ist bereits der zweite Artikel in diesem Herbst, in dem erwähnt wird, die Eltern hätten bei der Auswahl der weiterführenden Schule die Qual der Wahl. Haben die Kinder keinerlei Mitspracherecht? Mit etwa 9 Jahren sollten sie doch wenigstens ihre Wünsche äußern dürfen und die Entscheidung letztlich familienkonsensual getroffen werden. So haben wir es seinerzeit jedenfalls – und völlig selbstverständlich – gehandhabt.

    1. Von einer Qual ist in diesem Beitrag keine Rede, auch nicht von Mitspracherechtes. Wir richten uns an die Eltern nicht an Neun- oder Zehnjährige, daher geht unsere Ansprache auch an die Eltern.

    2. Wünsche äußern – warum nicht. Doch derart weitreichende und auf komplexen Grundlagen beruhende Entscheidungen treffen werden Neunjährige dagegen kaum können. Und man sollte ihnen auch keine Entscheidungen abverlangen, für die sie dann auch eine (Teil-)Verantwortung tragen müssten, denn das überfordert Kinder und wird ihren entwicklungsbedingten Begrenzungen nicht gerecht.

      Wenn sogar Eltern schon oft genug mit der Wahl der Schulform überfordert sind, wie soll man dann von Kindern eine informierte Entscheidung verlangen können?