„Warum schon in der Schulzeit oder Ausbildung an eine Berufsunfähigkeitsversicherung denken?“, fragen sich viele junge Menschen. Mihriban Kamza und Fabius Lange von der Kreissparkasse Köln in Bensberg erklären, in welchen Fällen das von Vorteil sein kann.

Wenn es eine Versicherung gibt, die mitunter wenig Beachtung findet, dann ist das die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). Warum ist das so und warum ist eine BU trotzdem wichtig?

Mihriban Kamza, Privatkundenberaterin: Niemand beschäftigt sich gern mit dem Gedanken, eines Tages aus gesundheitlichen Gründen vielleicht nicht mehr arbeiten zu können. Tritt dieser Fall allerdings ein, gibt es von staatlicher Seite bestenfalls eine geringe Erwerbsminderungsrente. Um die Lücke zum letzten Einkommen zu schließen und weiter den Lebensunterhalt gut bestreiten zu können, ist also eine private Vorsorge nötig. Die Absicherung der Arbeitskraft ist aus meiner Sicht eine der wichtigsten Vorsorgen, direkt nach der Privathaftpflicht. 

Fabius Lange, Versicherungsexperte: Und anders als weithin angenommen, sollte man sich idealerweise schon in jungen Jahren mit diesem Thema befassen. 

Aber in der Schulzeit oder im Studium hat der Berufsweg doch noch nicht einmal begonnen. Warum also schon so früh mit Berufsunfähigkeit beschäftigen?

Mihriban Kamza: Die meisten Menschen sind in jungen Jahren bei bester Gesundheit, und das macht sich in günstigeren Beiträgen bemerkbar. Insofern kann es von Vorteil sein, dem Einkommen einen Schritt voraus zu sein und früher einzusteigen.

Fabius Lange: Dabei kommt es auch auf die spätere Berufswahl an. So hatte ich kürzlich ein Beratungsgespräch mit einem Schüler, der mit Unterstützung der Eltern noch während der Schulzeit eine BU-Rente von 750 Euro absicherte – für einen Beitrag von 47 Euro im Monat. Er entschied sich später für eine Lehre als Zimmermann. Für dieselbe Absicherung hätte er nach dem Ausbildungsbeginn bereits 123 Euro aufwenden müssen. Obwohl er also früher und damit länger in die BU einzahlt, spart er auf Dauer durch den frühen Abschluss.

Mihriban Kamza: Neben den handwerklichen Berufen profitiert auch bei sozialen oder künstlerischen Tätigkeiten häufig, wer frühzeitig das Einkommen absichert.

Wie sieht das beim klassischen Bürojob aus? 

Mihriban Kamza: Fällt die Wahl auf einen kaufmännischen Beruf, ist der Beitragsunterschied sicherlich nicht so hoch wie bei den vorgenannten Berufszweigen. Doch möglichst jung und gesund zu sein, ist bei einer BU immer vor Vorteil. Ich bin rückblickend sehr froh, dass ich meine BU mit dem Beginn meiner Ausbildung bei der Kreissparkasse abgeschlossen habe. Heute läge mein Beitrag schon ein gutes Stück höher.

Fabius Lange: Für Azubis gibt es übrigens besondere Einsteiger-Tarife, die das anfangs noch recht geringe Einkommen berücksichtigen. Dabei sind die Beiträge in den ersten fünf Jahren bewusst niedrig gehalten, dafür ab dem sechsten Jahr – wenn der einstige Auszubildende inzwischen im regulären Erwerbsleben angekommen ist – etwas höher. Bezogen auf das vorgenannte Beispiel wären somit auch anfangs 25 Euro und später 50 Euro für den Schüler sowie anfangs 65 und später 130 Euro für den Zimmermann möglich gewesen.

Mihriban Kamza: Mit einer Nachversicherungsgarantie lässt sich zudem der Versicherungsumfang ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöhen. Möglich ist das zum Beispiel bei bestimmten Lebensereignissen wie Schul- und Ausbildungsabschluss oder in den ersten Versicherungsjahren auch ereignisunabhängig. 

Worauf sollte ich allgemein beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung achten? 

Fabius Lange: Das Angebot an Versicherungen ist sehr vielfältig, ebenso wie es die Lebenssituationen junger Menschen sind. Dabei bestimmen Alter, Beruf oder Berufswunsch, Gesundheit und die abzusichernde Einkommenshöhe den Monatsbeitrag einer BU.

Mirhiban Kamza: Um ein passgenaues Angebot zu erhalten, empfiehlt sich daher eine vorherige Beratung. Wir helfen bei Fragen gerne weiter. Sprechen Sie uns einfach in einer unserer Filialen oder auf einem anderen gewünschten Weg an.

Zur Person: Mihriban Kamza (28) ist Privatkundenberaterin in der Regional-Filiale Bensberg der Kreissparkasse Köln. Fabius Lange (29) unterstützt dort die Kundenberatung als Versicherungsexperte der KSK-Finanzvermittlung GmbH, einer Tochtergesellschaft der Kreissparkasse Köln für das Versicherungsgeschäft.

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