Schon zum zweiten Mal baut die Stadt auf dem sogenannten Carpark-Gelände in Lückerath eine große Container-Unterkunft aus. Die weitgehend demontierte Anlage wurde nach Beginn des Ukraine-Kriegs rasch reaktiviert, später erweitert. Jetzt wurden 98 Module neu gekauft, die bis zum Sommer bezugsfähig sein sollen.

Bis zu 300 Flüchtlinge können künftig auf dem Carpark-Gelände untergebracht werden, teilte die Stadtverwaltung jetzt mit. Nach der Reaktivierung der Anlage vor einem Jahr und dem Ausbau im Dezember seien 98 neue Container gekauft worden, die seit vergangener Woche angeliefert und aufgebaut werden.

Der Ankauf war im Dezember im Stadtrat beschlossen worden – um die Ukraine-Flüchtlinge in der Notunterkunft in der Hermann-Löns-Halle angemessen unterbringen zu können und für weitere Zuzüge gewappnet zu sein.

„Natürlich haben wir gehofft, dass Russland den Angriffskrieg gegen die Ukraine beenden und diese Investition nicht notwendig würde, aber da dem leider nicht so ist, müssen wir nun energisch handeln“, erläutert Ragnar Migenda, der als Beigeordneter für Stadtentwicklung und Klimaschutz auch für die Unterbringung von Geflüchteten zuständig ist.

Andere größere Standorte seien nach wie vor nicht in Sicht. „Es fehlen weiterhin dafür Flächen und oft das erforderliche Baurecht“, ergänzt Sabine Hellwig als zuständige Fachbereichsleiterin für Soziales.

Der Standort wird in weiten Teilen ein zweites Mal aufgebaut. Denn die Container der Anlage, die 2020 aus baurechtlichen Gründen außer Betrieb genommen werden musste, waren zum großen Teil abtransportiert und für die Auslagerung des Nicolaus-Cusanus-Gymnasiums eingesetzt worden.

Im Moment sind in der vom DRK betriebenen Anlage in Lückerath nach Angaben der Stadt 126 Personen untergebracht. Nach dem Ausbau könnten es ab dem Sommer bis zu 300 Personen werden.

Pläne, das Gelände in Lückerath für den Bau einer weiteren, dringend benötigten Kita zu nutzen, rücken damit in weite Ferne. Nun doch wieder die sogenannte Lena-Wiese in Lückerath für eine Kita zu nutzen, sei dennoch keine Option, hatte Bürgermeister Frank Stein im BürgerClub des Bürgerportals bekräftigt.

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Redaktion

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1 Kommentar

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  1. Wie damals beim ersten Bau wieder für einen Millionenbetrag?

    Ist zwischenzeitlich das Baugesetzt geändert worden, dass diese Einrichtungen jetzt länger genutzt werden können?