Markus Hetzenegger in seinem Edeka-Markt in Sand. Foto: Thomas Merkenich

Markus Hetzenegger schließt seinen kleinen Supermarkt in Herkenrath Ende August endgültig. Gleichzeitig arbeitet der Kaufmann beharrlich daran, seinen mehr als zwölf Jahren alten Plan für einen modernen Supermarkt (und einiges mehr) im Ortskern doch noch zu verwirklichen. Wo es klemmt und welche „Hausaufgaben“ er selbst, aber auch die Stadt noch erledigen müssen, haben wir uns genau erklären lassen.

Die Geschichte des „Nahversorgers Herkenrath“ ist eine fast unendliche Geschichte. Voller Umwege und Schuldzuweisungen. Daher ist Markus Hetzenegger, dem Investor und Betreiber der Supermärkte in Sand, Herkenrath und Moitzfeld, am Anfang unseres Gesprächs eine Klarstellung wichtig: „Es gibt kein schwarz / weiß – so einfach ist die Sache nicht.“

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Er sei immer von den örtlichen Politikern und ebenso von der Stadtverwaltung unterstützt worden, „von Bürgermeister Stein und dem Beigeordneten Migenda genauso wie zuvor von Bürgermeister Urbach“, sagt Hetzenegger. Von Protesten gegen die Stadt, Unterschriften-Sammlungen oder Petitionen hält der Kaufmann daher Abstand – und was auf Facebook läuft, das weiß er gar nicht.

Wer verstehen wolle, warum sich das Projekt so lange hinzieht, der müsse auf den Anfang im Jahr 2010 schauen, sagt Hetzenegger. Damals, in den ersten Etappen der Planung seien einige Weichen falsch gestellt worden. Das habe dazu geführt, dass sein zunächst überschaubares Projekt eines Nahversorgers für Herkenrath immer größer und immer komplexer wurde.

Zuletzt seien aber wichtige Korrekturen gemacht worden. Nun müssten alle Seiten „nur noch“ ihre restlichen Hausaufgaben erledigen, damit es mit der Eröffnung vor seinem Ruhestand noch etwas werde, sagt der 57-jährige Kaufmann. Im besten Falle, so sein sehr optimistischer Ausblick, könne es in drei Jahren soweit sein.

Zur Sache: Ab September gibt es in Herkenrath keinen Supermarkt mehr, einen weiteren Betrieb des kleinen alten Geschäfts könne er nicht mehr leisten, ohne das ganze Familienunternehmen zu gefährden, sagt Hetzenegger. Und führt u.a. die Miete, hohe Energiekosten und ein verändertes Einkaufsverhalten an.

Am 31. August sei dort endgültig Schluss. Nur der benachbarte Getränkemarkt bleibe offen; sein Angebot könne um einige Haushaltswaren wie etwa Toilettenpapier erweitert werden, ein größeres Sortiment sei aber nicht drin. Umso wichtiger sei es ihm, den neuen Markt so rasch wie möglich zu bauen.

Vom Personal in Herkenrath werde niemand entlassen, sagt Hetzenegger – und bedankt sich ausdrücklich bei allen Mitarbeiter:innen in seinen Märkten für ihre Loyalität und ihren Einsatz.

Bescheiden gestartet

Zunächst also ein Blick zurück, in die Geschichte des Projektes. Eigentlich wollte er 2010 nur einen mittelgroßen Supermarkt für Herkenrath neu bauen, und zwar möglichst am südlichen Ortseingang, berichtete Hetzenegger. Ein überschaubares Projekt der Familie, das wahrscheinlich schon längst realisiert worden wäre.

Allerdings habe es von der Bezirksregierung und von allen Seiten der lokalen Politik Bedenken gegen diesen Standort gegeben. Und auch der damalige Stadtbaurat Stephan Schmickler habe argumentiert, ein Einkaufszentrum müsse im Ortskern liegen.

Also wurde das Areal in der Ortsmitte ausgeguckt, hinter der Bebauung der Straße „Straße“, auf Höhe der Einmündung „Ball“. Hier führt ein Feldweg zwischen grünen Wiesen hinab ins Volbach-Tal. Auch hier ging es Hetzenegger zunächst um ein kleineres Projekt, für einen eigenen Markt.

Auf der grünen Fläche im Zentrum der Karte (südlich von „In der Flade“ soll das Einkaufszentrum entstehen. Karte: OpenStreetMap

Der Abschied vom Nahversorger

Doch schnell, berichtet Hetzenegger, wurde der Aufwand immer größer – und damit klar, dass sich die Kosten für einen Supermarkt alleine nicht rechnen. Wenn man schon eine Zuwegung bauen und den Verkehr neu ordnen, anliegende Grundstücke hinzukaufen und für eine großangelegte Entwässerung sorgen müsse, dann lohne sich das nur für ein großes Einkaufszentrum – und nicht für einen Nahversorger. Tatsächliche habe er bisher schon eine Millionensumme für Planung und Grundstückskäufe ausgegeben.

Noch einmal fühlte Hetzenegger damals im Stadtrat nach, ob angesichts dieser Sachlage bei dem ursprünglichen Standort am Ortseingang nicht doch noch etwas gehe? Die Antwort sei „Nein“ gewesen – und die Familie Hetzenegger habe sich trotz einiger Bedenken auf die Aufstockung eingelassen.

„Wir sind immerhin seit 129 Jahre als Kaufleute hier vor Ort, da wollten und konnten nicht riskieren, dass ein anderer Investor uns das Geschäft wegnimmt“, sagt Hetzenegger heute.

Der Stammsitz in Sand vereint nach der Renovierung einen modernen Supermarkt mit nostalgischen Ecken, die Hetzenegger mit historischen Ladeneinrichtungen bestückt hat.

Also überlegte er mit seinen Beratern und Ratgebern neu, plante nun einen Discounter und einen großen Drogeriemarkt mit ein. Damit erreichte das Projekt mit einer reinen Verkaufsfläche von mehr als 3000 Quadratmetern eine neue Dimension.

Vorgesehen sind aktuell ein Hetzenegger-Edeka-Markt mit 2000 Quadratmeter Verkaufsfläche. Deutlich mehr als im Stammgeschäft in Sand mit 1200 Quadratmetern. Hinzu kommen der Discounter mit 1000 qm, ein Drogeriemarkt mit 600 qm, eine Apotheke, Post, Bäcker und Außenterasse. Zufahrten, Parkplätze, etc.

Wenn die Stadt ins Spiel kommt …

Vor allem zwei Themenbereiche bremsten das Projekt dann über viele Jahre aus: die Entwässerung des gesamten Geländes und angrenzender städtischer Flächen sowie die Zu- und Abfahrt für das Einkaufszentrum.

Komplexe planungsrechtliche Fragen, die viel Detailarbeit bei den Planern auf beiden Seiten erfordern – im Kern aber vor allen an den Rechten von anliegenden Grundstückseigentümer zu scheitern drohten.

Zwar habe er grundsätzlich, berichtet Hetzenegger, als Einheimischer und als langjähriger Kaufmann große Unterstützung und Vertrauen im Ort – und daher seien die Anlieger gesprächsbereit. Doch sobald die Stadt Bergisch Gladbach ins Spiel kommt, werde es schwierig.

Der Hintergrund: Die Stadt hat bei allen Grundstücksgeschäften ein Vorkaufsrecht. Sollte man nun an Hetzenegger verkaufen, so eine Befürchtung, und das ganze Projekt dann doch noch scheitern, käme das Grundstück wieder auf den Markt – und die Stadt würde es sich womöglich sichern. Um das zu verhindern wird also erst gar nicht verkauft.

Um die Blockade zu lösen hat Hetzenegger nun bei der Stadt angefragt, ob sie in konkreten Fällen auf ihr Vorkaufsrecht verzichten könne. Immerhin: In diese Sache gebe es einen „offenen Dialog mit dem Investor“ erklärt die Stadt auf Nachfrage. Sie deutet aber auch darauf hin, dass es – bei der Zuwegung – eine andere Lösung geben könnte.

Problem Zuwegung

Der erste Knackpunkt, die Zuwegung, ist inzwischen weitgehend geklärt: Die Zufahrt auf das Gelände erfolgt von der Kreuzung Ball / Straßen, die einen weiteren Arm Richtung Süden erhält (der im Moment nur aus dem Feldweg „In der Flade“) besteht. Nach einigen Anpassungen der Pläne sieht es nun so aus, dass Hetzeneggers Grundstück und der bestehende Feldweg (im Eigentum der Stadt) dafür ausreichen.

Die Abfahrt vom Gelände erfolgt weiter südlich, auf die Straße „Straßen“. Hier hatte Hetzenegger bereits frühzeitig die notwendigen Grundstücke gekauft.

Problem Entwässerung

Der zweite Knackpunkt, die Entwässerung des Geländes, ist noch offen. Zunächst – auch das aus heutiger Sicht ein früher Fehler – war geplant worden, für die Entwässerung der städtischen und privaten Flächen eine große Anlage zu bauen, und sich die Kosten zu teilen.

Hier verhinderten die Vorbehalte gegenüber der Stadt Zugeständnisse der Anliegenden. Daher ist der ursprüngliche Plan inzwischen verworfen worden, die Bauwerke wurden getrennt und Hetzenegger plant jetzt nur die Entwässerung des eigenen Grundstücks. Bei diesem Prozess, das betont er ausdrücklich, habe sich der Beigeordnete Migenda sehr eingesetzt. Der hatte das Projekt 2021 von seinem Kollegen Harald Flügge übernommen.

Zwar seien auch hier noch eine Klärung der Grundstücksverhältnisse und Absprachen mit den Nachbarn notwendig, Hetzenegger ist aber zuversichtlich, bald zu einem Abschluss zu kommen.

Allerdings muss auch die untere Wasserbehörde bei der Kreisverwaltung ihr Einverständnis geben; hier gibt es Differenzen, ob der Ball gerade beim Investor oder der Stadt liegt. Der Kreis, sagt Hetzenegger, wolle sich der Sache erst annehmen, wenn die Stadt ein Gesamtkonzept fertig hat.

Weitere Hausaufgaben

Die Stadtplanung hatte Hetzenegger zuletzt aufgetragen, die Pläne noch einmal zu überarbeiten, damit die Gebäude nicht so hoch aufragen und sich der Umgebung besser anpassen. Ein Punkt, den er inzwischen erledigt habe, berichtet Hetzenegger und präsentiert entsprechende Unterlagen. Das habe nebenbei den Effekt gehabt, dass es für die Zuwegung nun mehr Platz auf dem eigenen Grundstück gebe.

Noch offen im Bauleitverfahren sind laut Stadtverwaltung einige Abstimmungs- und Detailfragen. Zum Beispiel zur Gestaltung der Parkplätze und Freianlagen sowie zum Photovoltaik-Konzept.

Der Zeitplan

Die Stadt wartet nach eigenen Angaben jetzt darauf, dass Hetzenegger seine Hausaufgaben erfüllt hat. Erst dann könne die Verwaltung einen Entwurf des Rechtsplans zur Offenlage und die ergänzenden Regelungen im städtebaulichen Vertrag ausarbeiten.

Die Stadt selbst betont, das Projekt mit Hochdruck zu verfolgen. Sie sei „z.B. dabei, sämtliche nachbarschützenden und Umweltbelange entsprechend ihres in der bauleitplanerischen Abwägung beizumessenden Gewichts ordnungsgemäß abzuarbeiten“. Zunächst sei es die Aufgabe des Investors, „die erforderlichen Planungen und Konzepte zu veranlassen und mit der Stadt abzustimmen“.

Grundsätzlich, das wird bei Hintergrundgesprächen deutlich, gehen die Stadtplaner trotz aller Widrigkeiten und Verzögerungen davon aus, dass das Projekt nicht scheitert, sondern tatsächlich realisiert wird. Auf zeitliche Prognosen lässt sich jedoch niemand ein.

Ungünstige Rahmenbedingungen

Allerdings haben sind nun – abgesehen von den projektspezifische Schwierigkeiten – in den vergangenen Monaten auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschlechtert. Angesicht der hohen Zinsen und explodierender Baukosten wäre die Umsetzung jetzt schwierig, räumt Hetzenegger ein. Er gehe aber davon aus, dass sich der Markt wieder etwas beruhige – und ist daher ganz froh, nicht jetzt mit dem Bau beginnen zu müssen.

Mittel- und langfristig aber, da ist sich der Kaufmann sicher, steht die Kalkulation. Die Bevölkerung rundum wachse, der Bedarf für ein regionales Einkaufszentrum am Standort Herkenrath sei eindeutig.

Er für seinen Teil, sagt Markus Hetzenegger, wolle auf jeden Fall alles tun, damit diese Durststrecke so kurz wie möglich wird.

Damit dieser Wunsch Realität wird wäre es aber auch nötig, dass die Verwaltung das Schlagwort der „Entbürokratisierung“ erst nehme und die Verfahren beschleunige, kritisiert Hetzenegger: „Es gibt in der Stadt einfach immer wieder viel zu viele Bedenken – die könnten doch auch mal Neune gerade sein lassen!“

Auch in Moitzfeld sichert Hetzenegger mit einem kleinen Laden (400 qm) die Nahversorgung. Ein solches Kioskkonzept sei in der Immobilie in Herkenrath aber nicht umsetzbar.

Fazit: Wenigstens drei Jahre kein Nahversorger

Selbst wenn es Hetzenegger gelingt, „schon“ in drei Jahren den neuen Supermarkt zu eröffnen – die Herkenrather:innen müssen ab August in andere Orte ausweichen. Alternativen gibt es in Dürscheid, Sand und Gladbach; allesamt nahe gelegen, aber nur mit Auto, E-Bike, Bus oder Taxi zu erreichen.

Für die Überbrückungszeit wären bürgerschaftliche Lösungen denkbar – wie zum Beispiel ein Einkaufsdienst für mobilitätseingeschränkte Personen, Mitfahrangebote, ein Bürgerbus oder ähnliches.

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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  1. Es ist mehr als traurig, dass Herkenrath vom “Nahversorger” Abschied nehmen muss! Wie sollen sich Menschen ohne PKW in Herkenrath demnächst mit Lebensmitteln und mehr versorgen? Der Unternehmer hat in einer Sozialen Marktwirtschaft eine soziale Verantwortung für die Menschen, die hier leben.

    Er kann nicht einfach nur nach ökonomischen Gesichtspunkten vorgehen, sondern muss auch andere Aspekte einbeziehen – vor allem, wenn er mit anderen Märkten gutes Geld verdient.

    Unterstreichen kann man auch nur, was andere Kommentare betonen: Der Herkenrather Markt ist übersichtlich und daher “praktisch”, aber man hätte ihn sicherlich mit begrenzten Mitteln renovieren und besser gestalten und damit mehr Kunden anziehen können. Auch die Öffnungszeiten – z. B. Geschäftsschluss im Winter um 18.30h – trugen sicher nicht zu mehr Kunden und damit größerer Wirtschaftlichkeit bei.

    Das Argument, man könne ja nach Dürscheid oder Sand fahren, mutet in Zeiten von Klimawandel und mehr Klimaschutz schon grotesk an. Bleibt eine weitere Ungereimtheit: Wieso kann der Mini-Markt in Moitzfeld wirtschaftlich betrieben werden, während der in Herkenrath – bei sicherlich mehr Einwohnern im Stadtteil – geschlossen werden muss? Betreiber und Stadt sollten ihrer Verantwortung gerecht werden!

    1. Einen Teil der Antworten auf Ihre fragen finden Sie im Beitrag:

      Einen weiteren Betrieb des kleinen alten Geschäfts könne er nicht mehr leisten, ohne das ganze Familienunternehmen zu gefährden, sagt Hetzenegger. Und führt u.a. die Miete, hohe Energiekosten und ein verändertes Einkaufsverhalten an.

      Das Gebäude des kleinen Supermarktes in Moitzfeld gehört Hetzenegger, das Gebäude in Herkenrath nicht. Dass der Betrieb tatsächlich wirtschaftlich ist hat niemand behauptet.

      Der Hinweis, dass die Herkenrather nun nach Dürscheid oder Sand ausweichen müssen, ist kein Argument. Sondern ein Hinweis.

      1. Die Miete lässt sich senken (besser als Leerstand für den Eigentümer), die Energiekosten sind bereits wieder gesunken. Und hinter dem Gebäude ist genug Platz für einen Anbau, um den Laden zu vergrößern.

        Wenn Hetzenegger clever ist, hofft er auf genau so eine Lösung und will die Stadt mit der Schließung dazu drängen, aktiv zu werden. Denn ob das Riesen-Einkaufszentrum jemals kommt, steht m.E. in den Sternen…wie soll sich eine solche Investition im kleinen Herkenrath rechnen?

  2. Das Ganze steht und fällt halt mit der Straßenbahn-Verlängerung nach Herkenrath (oder gar Spitze). Ohne diese kann der Ortsteil nicht weiter wachsen und ist das angedachte Einkaufszentrum deutlich überdimensioniert. Wo sollen die Kund:innen herkommen, die eine so große Investition rechtfertigen?

    Leider gibt es bisher keine Klarheit bzgl. der Zukunft der Linie 1, und damit auch keinerlei Planungssicherheit für alles Weitere in und um Herkenrath.

    1. Ich wünschte, es wäre tatsächlich so, wie Sie sagen. Aber leider ist die Verlängerung der Linie 1 als Straßenbahn endgültig und unwiderruflich vom Tisch.
      (https://in-gl.de/2023/02/07/fahrerlos-von-bensberg-nach-spitze-studie-spricht-shuttles-hohe-wirtschaftlichkeit-zu/)

      Die Station hätte auch genau an dieser Stelle hinkommen sollen, wo zukünftig der neue Hetzenegger geplant ist.

      Ich finde beides (Schließung Hetzenegger & Nicht-Verlängerung der Straßenbahn) eine maximal schlechte Entscheidung, an der u.a. unsere Politik maßgeblich beteiligt ist.

      1. “Endgültig und unwiderruflich” ist gar nichts. Es gab auch schonmal eine Entscheidung pro-Seilbahn – davon spricht kein Mensch mehr. Spätestens wenn klar wird, dass die Shuttletrasse viel teurer wird als gedacht und außerdem die Masse der Pendler:innen nicht transportieren kann, wird alles wieder aufgeschnürt.

  3. Ich finde es wäre wichtig, dass ein anderes Unternehmen hier einsteigt. Es ist inzwischen eine ziemliche Monopolstellung.
    Dass Herkenrath schlecht besucht wurde, lag wohl daran, dass der Markt absichtlich heruntergewirtschaftet wurde. Null investiert, Regale, Kühltruhen,… wilde Zusammenstellung. Regale dann schlecht gefüllt. Dann die Öffnungszeiten.
    Kein Wunder, dass deshalb viele sich ins Auto setzen und andere Ketten ansteuern.

  4. Großes Kompliment an die Familie Hetzenegger, die schon viel investiert hat und immer noch bauen möchte. Es ist ein Trauerspiel, dass es in Herkenrath keinen Supermarkt mehr gibt.

    Die Städteplaner sollten bedenken, dass sie irgendwann nicht mehr mobil sein werden als man es sich wünscht! Also gebt Gas bei der Planung und Umsetzung.

    Die Stadt legt eben großen Wert und steckt viel Energie in die Neugestaltung der Laurentiusstrasse.
    (Hier muss nichts zu kommentiert werden!)

    Ich drücke allen Herkenrather die Daumen, dass das Projekt bald umgesetzt werden kann.

    1. nur so als tipp: wer “nicht gut zu fuß” ist, hat auch oft kein “Händchen” fürs Online-einkaufen.. :-)
      da braucht es mehr als klick und wisch und wech…

    2. Für ältere Menschen ist der Besuch des Supermarkts oft wichtig. Bisschen Bewegung, Menschen sehen… Ware aussuchen.
      Bietet Lieferservice nicht und kostet zudem Geld. Gerade das haben Rentner oft auch nicht im Übermass.
      Gerade für die älteren Menschen ist der Wegfall des Supermarkts eine kleine Katastrophe.

  5. Sehr schade, dass der kleine Supermarkt zumacht. Als Herkenrath-Verbundener kann ich aus dem Alltag nur sagen, dass der aktuelle Laden vollends ausreicht. 3 Jahre ohne Nahversorger ist ein Unding für die va älteren Anwohner. Einen so großen neuen Markt braucht man nicht im “Dorf” – Strundetal ist um die Ecke. Da muss man dann aber künftig immer mit dem Auto hin, wenn man mal die Milch vergessen hat. Sehr schade. Problematisch sehe ich auch das Verkehrsaufkommen, sollte denn tatsächlich ein Klotz in die Wiese gestellt werden. Mehrere Schulen und Kitas sind im Ortskern. Schon jetzt ist es mit den Kindern und dem Verkehr nicht immer einfach. Apotheken gibt es im Übrigen schon zwei aktuell. Wozu eine dritte? Insgesamt bedenklich.

    1. Zu dem Thema Apotheken sei gesagt das es auch nur noch eine sein wird. Die Apotheke von Frau Bitz schließt ebenfalls im Herbst ohne nachfolge. Also wird es in Herkenrath keine drei Apotheken geben.

      Dies nur als kleiner Side Fact ;)

  6. Hallo – ich liebe die kleinen Supermärkte, den in Herkenrath und in Moitzfeld!! Mit Herkenrath müsste nicht sein – er hat Charme und ein gutes Sortiment! Das Fleisch von den Teufelskerlen und die alten Wägelchen ,, übersichtlich und man muss nicht immer suchen!!
    Warum macht man für viel Geld alles neu? 0815! Wenn das Alte doch schön ist ?
    Leider wird da oben entschieden – oft totale Fehlentscheidungen – siehe Schloßstrasse mit Marktplatz! Kitas auf der Lena Wiese wo doch die Bienen gute Bedingungen brauchen – wenn Zanders zu macht – da gibt’s genug Platz für Kitas – openair Kino – begegungstätten Kunst – Musik – Kultur – Wohnungen – Schwimmbad ?? Usw! Man sollte mehr an das Wohl der Bürger denken – sehen wir Paris !!! Nur zufriedene Menschen bringen Arbeit – Gesundheit und Wohlstand !! Die dann wieder die Wirtschaft ankurbeln ! Lg

  7. Der Edeka Markt Hetzenegger in Sand ist mein absoluter Lieblingsmarkt in Bergisch Gladbach. Er ist gemütlich, sauber, regional und gleichzeitg sozial. Unzählige Soziale Projekte zeichnen den Herrn Hetzenegger aus. Die Hilfe für Ukrainische Flüchtlinge, den Sander Sportverein, die Tafel und die Ruhige Stunde für Menschen mit besonderen Bedürfnissen sind nur ein paar davon. :)
    Er ist ein Kaufmann der Weitsicht hat und Werte hat. Das merkt man.

    Aber hier wird ein bisschen mit den Zahlen und Formulierungen getrickst.
    Wir kennen das alle:
    Man hat einen Mitarbeiter der unfähig ist zu arbeiten. Der zu Spät kommt und der gerne mal einen zu viel Trinkt.
    Hokus Pokus und dann steht in der Bewertung:
    Er war stets bemüht seine Aufgaben zu machen. Außerdem wurde er im Kollegenkreis geschätzt für sein überaus geselliges Verhalten. Zu seiner Arbeitsstätte kam er in der Regel pünktlich. :D

    Das ist ein schlauer Schachzug vom Team Hetzenegger. Aber auch ein Manipulativer ! Die Einheimischen sollen denken: ´,,Oh Mann, wann haben wir endlich wieder einen Nahversorger. Würde die Stadt mal endlich mit der unsinnigen Bürokratie aufhören.
    Die Lage ist doch so einfach. Und das obwohl so viele Menschen mobilitätseingeschränkt sind….´´

    Denn bei fast allen Punkten die genannt werden kommen große Fragezeichen. Auf die er nicht eingeht.
    ,,Mittel- und langfristig aber, da ist sich der Kaufmann sicher, steht die Kalkulation. Die Bevölkerung rundum wachse..´´ Zitat Ende
    Vertraut man der Seite BergischGladbach.de sieht man eindeutig wie die Zahlen runter gehen. Im Jahre 2005 hatte Herkenrath 3.758 Einwohner und im Jahre 2020 sage und schreibe 3.649.
    Auch in der Umgebung ist von dem Wachstum nichts zu sehen. Nehmen wir als Beispiel Bärbroich. Von 1.402 auf 1.265 GESUNKEN.

    Ich merke von dem Wachstum nichts. Bei anderen Stadtteilen wie z.B. Heidkamp sieht das anders aus. Hier wird überall gebaut und neue Nachbarn ziehen ein.

    Zitat: ,,Damit dieser Wunsch Realität wird wäre es aber auch nötig, dass die Verwaltung das Schlagwort der „Entbürokratisierung“ erst nehme und die Verfahren beschleunige, kritisiert Hetzenegger: „Es gibt in der Stadt einfach immer wieder viel zu viele Bedenken – die könnten doch auch mal Neune gerade sein lassen!“

    Hier geht es ein riesiges Arreal. Kein Kleiner Supermarkt. 3000 m2 !!!! Und das im kleinen Herkenrath.
    Nebenbei steht da ein altes Wegekreuz. Und nebenbei muss eine ganze Wiese bebaut werden und wahrscheinlich ein Teil des Waldes weg für die Anfahrt. Und nebenbei muss man noch gucken wie das mit dem Wasser ist….
    Da bin ich als Bürger aber froh das es Bürokratie gibt. Denn Umweltschutz und Denkmalschutz ist mir wichtig. :)
    Ebenso die Sicht aufs Bergische Land die nun kaputt geht. Und sollte sich dieser riesige Supermarkt im Herkenrath nicht unterm Strich rentieren dann freue ich mich sicher nicht über höhere Steuern.

    ,,Hier führt ein Feldweg zwischen grünen Wiesen hinab ins Volbach-Tal. Auch hier ging es Hetzenegger zunächst um ein kleineres Projekt, für einen eigenen Markt.´´
    Weg mit der Natur ! Weg mit den kleinen landwirtschaftlichen Betrieben ! Weg mit den Wegekreuzen! Weg mit dem Naherholungsgebiet für Wanderer ! Weg mit der kleinen idyllischen Ruhe für die Anwohner ! Weg mit der beruhigten Verkehrssituation ! Obwohl er immer von einem Laden sprach wirds nun ein großer ? Und obwohl der alte aus zu hohen Kosten und Nachfrage nicht geklappt hat wird es jetzt mit einem noch größeren klappen ? Jetzt muss endlich ein riesiges Ding da hin.

    Vielleicht sollten die Gespräche wie geschrieben steht nicht im ,,Hintergrund´´ laufen.
    Sondern offen und transparent. Die Meisten Bürger wollen einen Supermarkt vor Ort schon klar.
    Aber ich weiß nicht ob die meisten Bürger weniger Bäume, Wiesen, Wege, Sicht aufs Land und Natur in Herkenrath wollen. Und ob sie da so ein großes Ding haben wollen. Und dazu mehr, viel mehr Stau in Herkenrath.

    Daher ist es vielleicht wichtig das erst das Gesamtkonzept passt ? Wenn das nicht passt kann die Stadt gerne Ja sagen oder wenn es nicht passt sollte sie auch den Mut haben Nein zu sagen.
    Da sollte einfach mehr Erlichkeit in die Debatte. Und mehr Harmonie auf alle Belange der Bürger.

    1. Was soll uns dieser Beitrag sagen? Ich weiß und verstehe ihn nicht. Der Familie Hetzenegger sei Dank für die Standhaftigkeit und Ausdauer.

    2. Das der Markt in Sand schön ist, nutzt den alten oder behinderten Menschen in Herkenrath rein gar nichts. An das Problem können sich die Bewohner von Moitzfeld sicher noch gut erinnern,

    3. Ich pflichte Ihnen da voll und ganz bei, der Laden in Moitzfeld ist auch klein und scheint sich ja zu lohnen, ist allerdings nicht EDEKA. Warum geht sowas nicht in Herkenrath?
      Eine idyllische Landschaft wird zerstört werden, im Volbachtal dann auch, denn dort soll das Wasser der versiegelten Flächen ja hin, inkl. Regenrückhaltebecken auf einer artenreiche Wiese.