Die Altenberger-Dom-Straße soll umgestaltet werden. Foto: Thomas Merkenich

Um den Verkehr für die Stadtteile Schildgen und Katterbach erträglicher zu machen denkt die SPD darüber nach, den Zufluss über die Altenberger-Dom-Straße zu kontrollieren. Zunächst sollen die Auswirkungen im Rahmen einer Computer-Simulation geprüft werden.

Bei mehreren Informationsveranstaltungen, die im Rahmen der Pläne zur Neugestaltung der Altenberger-Dom-Straße (ADS) abgehalten wurden, gab es vermehrt Stimmen aus der Bürgerschaft, die neben den Verbesserungen für Fuß- und Radverkehr auch Maßnahmen zur Lösung der Problematik des Durchgangsverkehres und der Verhinderungen von Umgehungsverkehren durch Anwohnerstraßen forderten. Deshalb hat die SPD-Fraktion zum nächsten Verkehrsausschuss einen Antrag gestellt, die Verwaltung mit einer Prüfung von Maßnahmen zur Zuflussregelung und Verkehrsoptimierung in Schildgen und Katterbach durch eine Computersimulationen zu beauftragen.

+ Anzeige +

„Dieser Prüfauftrag legt einen Grundstein für die lange eingeforderten Verbesserungen der Verkehrsverhältnisse in Schildgen/Katterbach und damit auch der Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger dieses Stadtteil. Die Bürgerinnen und Bürger von Schildgen und Katterbach leiden seit Jahren unter dem unkontrollierten Zufluss und den Staus durch PKW- und LKW-Verkehr!“

Mit diesen Worten begründet der Schildgener und verkehrspolitische Sprecher der SPD-Fraktion Oliver Herbst den umfangreichen Antrag der sozialdemokratischen Ratsfraktion zur Prüfung einer Zuflussregelung für Schildgen und Katterbach. Herbst vertritt die SPD-Fraktion in interfraktionellen Gesprächen mit dem Bürgerverein Schildgen und Katterbach sowie Verkehrsexperten der Fraktionen. Bei den dort anwesenden Mitgliedern des BV traf der Antrag auf fruchtbaren Boden.

Hinweis der Redaktion: Das Bürgerportal steht neben seiner eigenen redaktionellen Arbeit für alle Vereine, Initiativen, Institutionen und demokratischen Parteien der Stadt als Plattform zur Verfügung. Bei diesem Text handelt es sich um einen Beitrag der SPD.

Ziel ist es mit der Prüfung Ergebnisse und Parameter zu ermitteln, mit denen die folgenden Ziele erreicht werden:

  • Eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität durch geringere Standzeiten des durchquerenden Verkehrs in Schildgen, insbesondere zu Zeiten mit höherem Verkehrsaufkommen von motorisiertem, Schildgen passierendem Individualverkehr. Es sollen nur so viele Fahrzeuge einfahren dürfen, wie dieser Stadtteil auch verträgt.
  • Eine Stauvermeidung in den Zufahrtsbereichen der zentralen Kreuzung Schildgens, bspw. durch Ampelschaltungen mit variierenden Rotphasen, und evtl. neuen Lichtsignalanlagen
  • Eine Verbesserung der Ampelschaltungen zur Verringerung von Gefahrensituationen, sowie Förderung von nicht motorisiertem Individualverkehr
  • Eine Stauvermeidung auf der Altenberger-Dom-Straße im Zentrum Schildgens, auf der Kempener Straße ab der Ampel an der Grundschule Katterbach in Richtung des Schildgener Zentrums
  • Eine Verringerung der Umgehungsverkehre durch den Fahner Weg, den Nittumer Weg, den Hoppersheider Weg, die Voiswinkler Straße und die Katterbachstraße
  • Eine Attraktivierung des Zentrums von Schildgen durch Verbesserung der Erreichbarkeit der Nahversorgung, auch für Ortsansässige, und auch zu Zeiten mit hohem Verkehrsaufkommen

Dabei ist der SPD bewusst, dass Maßnahmen zur Zuflussregelung und Verkehrsoptimierungen die Menge der Fahrzeuge, die Schildgen und Katterbach durchqueren müssen, nicht verringern können. Beispiele zeigen jedoch, dass sich die Auswirkungen des hohen Verkehrsaufkommens durchaus erheblich abmildern lassen.

Die Diskussion, sowie positive Erfahrungen mit der unbeabsichtigten Zuflussregelung durch Baustellenampeln am Schildgener Ortsteingang haben die SPD bewogen, einen Antrag im Ausschuss für Mobilität und Verkehrsflächen für eine computergestützte Simulation für eine Zuflussregelung, bzw. Optimierung der Ampelschaltungen in Schildgen/Katterbach zu stellen, mit dem Ziel, Verkehrsstaus und Umgehungsverkehr zu vermeiden, Emissionen zu reduzieren und eine Verbesserung der Lebens- und Aufenthaltsqualität der Bürgerinnen und Bürger insgesamt zu erzielen.

Wir sind davon überzeugt, dass eine mögliche Zuflussregelung die diese Ziele verfolgt insbesondere auch schwächeren Verkehrsteilnehmern zugutekommt.“ – fasst Oliver Herbst abschließend zusammen.

Weitere Beiträge zum Thema

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

7

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Hier wird der Stau einfach verlagert. Mehr nicht. Das, als Lösung für die Anwohner zu definieren, ist auch verdammt kurz gesprungen. Auch die Anwohner müssen dort durch, wenn Sie aus Köln, Leverkusen oder Odenthal nach Hause wollen.
    Da mittelfristig nicht mit einer Abnahme des Individualverkehrs zu rechnen ist, braucht es eine Umgehung. Das wird aber aus ideologischen Gründen nicht einmal gedacht. Naturschutz in allen Ehren. Aber was ist eigentlich mit Menschenschutz?

  2. Ich lese aus dem Beitrag gerade nicht, dass irgendjemand glaubt, den Verkehr „wegzaubern“ zu können. Vielmehr geht es doch darum, den ohne Verbote irgendwelcher Art wahrscheinlich nicht reduzierbaren KFZ-Verkehr so zu organisieren, dass er für die Menschen im Ort (und hierzu gehören auch – aber nicht nur – die Anwohner an potentiellen Schleichwegen) erträglicher wird.
    Daher kann ich einen Antrag, der zum Inhalt hat, Möglichkeiten hierzu zu berechnen und zu eruieren nur nachdrücklich unterstützen. Einen solchen Antrag von vornherein destruktiv und ohne erkennbare Expertise zunichte zu reden, ist da wenig hilfreich. Erst recht, wenn sich keine Ideen für umsetzbare Alternativen erkennen lassen.

  3. Ich bin mal gespannt, wie das mit dem Wegzaubern klappt…
    Generell sollten aber allen Seiten/Schleihwegstrassen so verändert werden, dass kein Durchgangsverkehr mehr möglich ist.
    Dies betrifft sicherlich:
    Fahner Weg, Nittumer Weg, Hoppersheider Weg, Voiswinkler Straße, Katterbachstraße aber auch Odenthaler Markweg, Im Aehlemaar und Sträßchen Siefen.

  4. Ich bezweifle, dass dies einen positiven Effekt bringen wird, ausser das Problem von A nach B zu verschieben.
    Ich bin für einen Tunnel zwischen Katterbach, bevor man von Katterbach nach Schildgen hochfährt, bis irgendwo zwischen Schildgen und Leverkusen.

  5. Man mag von der SPD halten was man will, zaubern kann sie weiß Gott nicht.

    Es gibt einen erheblichen Bedarf des Verkehrs vor allem morgens und nachmittags, so schnell es geht von L’kusen nach Odenthal, Schildgen und GL zu kommen und umgekehrt. Das potentiert sich, wenn sich der Kölner Autobahhnring zwischen Opladen und Heumarer Dreieck Richtung Stau entwickelt. Vor allem Fahrzeuge mit weiter entferntem Ziel fahren in L’kusen ab, Punkt!

    Wenn die Zufahrt aus Richtung GL, L’kusen oder Odenthal und die Rückfahrt dorthin per längeren Rot-Phasen beschränkt wird, werden sich Staus bilden, die bis Paffrath, Odenthal und L’kusen hinziehen und die Strecke von der Abfahrt L’kusen wird zu sein. Das nennt die SPD eine Verbesserung für Bürger und Verkehrsteilnehmer ohne Motor? Und der Zufluss von motorisierten Fahrzeugen wird die Situation entschärfen, wenn er bei gleicher Stückzahl nur geordnet ist? Gebr. Grimm lassen grüßen.

    – Wohin geht es denn nun mit dem Verkehr, den dieser Stadtteil nicht verträgt?
    – Wohin zaubern die neuen Ampeln denn den Teil des Verkehrs, der nicht gewünscht ist?
    – And so on!

    Man könnte meinen, die FDP schreibt da. Forderungen mit wenig bis keinem Nutzen, Sachlagen, die jeder aus GL kennen ohne Neuigkeiten, “Attraktivierung” (seltsames Substantiv?) durch bessere Erreichbarkeit der Nahversorgung – ohne Parkplätze zumindest für ältere Mitmenschen und solchen mit Behinderung? Dabei sollen die SPD-gedachten Maßnahmen auch und vor allem “schwächeren Verkehrsteilnehmern” zugute kommen!

    Die einzige, schon früh von Migende und Genossen abgelehnte, tatsächliche Verbesserung stellt eine Umgehung dar. DA spielen die Grünnen (Migenda) nicht mir, weil ihrer Meinung nach zu vile Grünes geopfert werden muss.

    Da stellt sich die immer moderne Frage: Was ist wichtiger, der Mensch mit nicht viel weniger Grün, wenn eine Umgehung sehr große Entlastung von Schadstoffen für eine unmittelbare Bevölkerung bringt oder das Grün, wenn es einer gesünderen Wohnansiedlung entgegensteht?

  6. Da bin ich gespannt, denn es wird die Altenberger-Dom-Straße vermutlich entlasten. Aber dadurch, dass es ja noch eine Ampel beim Friseur gibt, stelle ich mir die Regulierung nicht einfach vor. Ebenso wird es dann ggfs. vermehrt Stau z.B. auf der Kempener Straße geben.

  7. Bitte die „Umgehungsstraße“ Odenthaler Markweg/Sträßchen Siefen nicht bei der Planung vergessen. Als Anwohner merkt man direkt, wenn es sich auf der Altenberger-Dom-Str. und Kempener Str. staut – das Verkehrsaufkommen in der Siedlung, die teilweise sogar als Spielstraße ausgewiesen ist, steigt dann enorm