Einsatzstelle der Feuerwehr Bergisch Gladbach

In der Nacht von Freitag auf Samstag ist die Feuerwehr Bergisch Gladbach viermal zu größeren Einsätzen rausgefahren, in drei Fällen waren Gewerbehallen betroffen. Ein Halle mit kleinen Elektrofahrzeugen brannte komplett aus, in einer Zanders-Halle waren Sauerstoffflaschen im Spiel. Die Feuerwehr war mit 150 Leuten im Einsatz, alarmierte zum ersten Mal ihre neue Unterstützungseinheit und nahm ein Bürgertelefon in Betrieb.

Wir dokumentieren die Pressemitteilung der Feuerwehr GL

In der Nacht waren insgesamt bis zu 150 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst im Einsatz. Hinzu kamen Kräfte der Polizei, des LANUV und des Energieversorgers.

Erstmalig wurde gegen 23:15 Uhr die neue Unterstützungseinheit der Feuerwehr Bergisch Gladbach alarmiert. 15 Angehörige dieser Einheit kümmerten sich um logistische Hintergrundtätigkeiten sowie den Betrieb des Bürgertelefons der Feuerwehr Bergisch Gladbach.

+ Anzeige +

Der Leiter der Feuerwehr Bergisch Gladbach, Branddirektor Jörg Köhler, zeigte sich am Samstagmittag zufrieden und beeindruckt von der Leistungsfähigkeit seiner Feuerwehrkräfte. “Gemeinsam mit haupt- und ehrenamtlichen Kräften ist es uns gelungen in einer besonderen Nacht mit herausfordernden Aufgaben professionell Hilfe zu leisten. Es ist bemerkenswert, dass wir parallel zwei Großbrände so professionell abarbeiten können. Sehr froh macht es mich, dass sich niemand der Einsatzkräfte bei den Einsätzen ernsthaft verletzt hat.”

Jörg Köhler, Leiter der Feuerwehr Bergisch Gladbach. Foto: Thomas Merkenich

Die Ermittlungen zu den Brandursachen ist Aufgabe der Polizei. Aus Sicht der Feuerwehr handelt es sich um eine zufällige Häufung der Einsätze.

Großbrand Lagerhalle – Auf der Kaule – Stadtteil: Alt-Refrath

Am Freitagabend wurde die Feuer- und Rettungsleitstelle des Rheinisch-Bergischen
Kreises mit zahlreichen Anrufen über den Notruf 112 über eine starke Rauchentwicklung aus einer Lagerhalle des Gewerbegebietes Auf der Kaule im Stadtteil “Alt-Refrath” informiert.

Die Leitstelle entsandte umgehend die Feuerwachen 1 und 2, die Löschzüge 10 (Refrath), 7 (Stadtmitte), 9 (Bensberg), den Einsatzführungsdienst (B-Dienst), den Leitungsdienst (A-Dienst) und einen Rettungswagen an die Einsatzstelle.

Nach Eintreffen der ersten Einsatzkräfte an der Einsatzstelle konnte eine starke Rauchentwicklung aus einer freistehenden Lagerhalle bestätigt werden. Es kam zu einigen Verpuffungen und der Brandrauch zündete durch.

Foto: Feuerwehr Bergisch Gladbach

Der Einsatzleiter setzte mehrere Kräfte der Feuerwehr zu einer so genannten Riegelstellung zum Schutz der eng angebauten Nachbargebäude ein. Durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr blieb der Brand auf die ca. 800 qm große Lagerhalle beschränkt. Die Nachbargebäude sowie der angrenzende Gierather Wald konnten geschützt werden.

Gegen 21:30 Uhr wurden für den Grundschutz im Stadtgebiet die Feuerwachen 1 und 2 durch die Einheiten 5 (Schildgen), 6 (Paffrath/Hand) und 8 (Herkenrath) nachbesetzt sowie ein zweiter Einsatzführungsdienst (B-Dienst 2) in Dienst gestellt.

Aufgrund des enormen Löschwasserbedarfs an der Einsatzstelle waren das Hydrantennetz an der Einsatzstelle nicht zur Entnahme geeignet. Aus diesem Grunde wurde die Löschwasserversorgung vom Refrather Weg aus mit mehreren Leitungen sichergestellt.

Die Leitstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises wurde durch den Einsatzleiter
angewiesen, eine Warnung der Bevölkerung über die Warnapp “NINA” für die Stadtteile Refrath, Gronau und die Stadtmitte aufgrund der Rauchentwicklung auszugeben. Die Bevölkerung wurde gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Zusätzlich wurde der Messzug der Feuerwehren des Rheinisch-Bergischen Kreises alarmiert, um eine mögliche Schadstoffbelastung nachzuweisen. Eine Gefahr für die Bevölkerung konnte in der Umgebungsluft mit den Mitteln der
euerwehr ausgeschlossen werden.

Zusätzlich wurde das Landesamt für Natur,
Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) informiert, die
ebenfalls ein Messfahrzeug nach Bergisch Gladbach entsannt haben.

Der Vollbrand der Lagerhalle war gegen 23:00 Uhr unter Kontrolle. Gegen
Mitternacht konnte mit einem Schaumangriff begonnen werden. Die Löscharbeiten
dauerten die ganze Nacht an. Die letzten Einsatzkräfte verließen gegen 6:00 Uhr
die Einsatzstelle.

Im Umkreis um die Einsatzstelle kam es in der Nacht zu einem
Partikelniederschlag.

Mehr zum thema

Vorsichtsmaßnahmen nach Großbrand in Refrath empfohlen

Im Gewerbegebiet „Auf der Kaule“ ist in der Nacht eine Lagerhalle abgebrannt. Dabei wurden Ruß und weiße Partikel freigesetzt, die sich in der Umgebung in Refrath ablagerten. Das Landesamt für Natur-, Umwelt und Verbraucherschutz rät zur Vorsicht bis zu einer endgültigen Entwarnung und gibt konkrete Verhaltstipps für Refrath und Alt-Refrath. In der Luft seien keine erhöhten Schadstoffbelastungen nachgewiesen worden. Die Feuerwehr richtete ein Bürgertelefon ein.

Feuer Gebäude – Reginharstraße – Stadtteil: Bockenberg

Der Feuer- und Rettungsleitstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises wurde Feuerschein am Wohnpark Bockenberg gemeldet. Die Leitstelle entsandte umgehend die in Bereitschaft stehenden Einheiten auf den beiden Feuerwachen 1 und 2 an die Einsatzstelle.

Nach Eintreffen der Feuerwehr und umfangreicher Erkundung durch den Einsatzleiter konnte allerdings kein Feuer bestätigt werden. Das Einsatzende war bereits um 22:06 Uhr.

Feuer in Lagerhalle – An der Gohrsmühle – Stadtteil: Stadtmitte

Noch auf der Rückfahrt der Einheiten aus dem Einsatz im Stadtteil Bockenberg wurde die Leitstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises vom Wachdienst des ehemaligen Zanders-Geländes über eine Rauchentwicklung aus einer stillgelegten Lagerhalle informiert. Die Leitstelle entsandte alle freien Einsatzkräfte der Feuerwehr Bergisch Gladbach und einen Rettungswagen an die Einsatzstelle in der Stadtmitte sowie zur Unterstützung die Löschgruppe Dürscheid der Freiwilligen Feuerwehr Kürten.

Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte konnte ein brennender Container mit Abfällen in einer Halle festgestellt werden. In unmittelbarer Nähe befand sich eine Batterie mit 12 Sauerstoffflaschen, die von Flammen erfasst wurden. Es bestand Explosionsgefahr.

Gefährlicher Einsatz auf Zanders. Foto: Feuerwehr GL

Mit einem Löschangriff aus sicherer Entfernung konnte das Feuer schnell in Gewalt gebracht werden. Die Sauerstoffflaschen wurden mit Wasser gekühlt. Zwischenzeitlich galten zwei Personen als vermisst, die angeblich vor Brandausbruch in die Halle gegangen sein sollen. Dies hat sich glücklicherweise nicht bestätigt. Gegen 1:00 Uhr konnte die Einsatzstelle an den Insolvenzverwalter übergeben werden.

Feuer in Lagerhalle – An der Zinkhütte – Stadtteil: Heidkamp

Am Samstagmorgen wurde die Feuer- und Rettungsleitstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises erneut über Notruf 112 über eine Rauchentwicklung aus einer Lagerhalle informiert. Diesmal kam die Meldung aus dem Stadtteil Heidkamp in der Straße “An der Zinkhütte”. Die Leitstelle entsandte umgehend die Feuerwachen 1 und 2, die Löschzüge 6 (Paffrath/Hand), 7 (Stadtmitte), 9 (Bensberg), den Einsatzführungsdienst (B-Dienst, den Leitungsdienst (A-Dienst) sowie einen Rettungswagen an die Einsatzstelle.

Bei Eintreffen der ersten Kräfte konnte eine Rauchentwicklung bestätigt werden. Die Erkundung durch den Einsatzleiter ergab, dass es in einer Maschine zu einem Brand gekommen ist. Ein Löschangriff wurde umgehend eingeleitet.

Aufgrund der enormen Hitze in der Halle wurde die Deckenverkleidung erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Das Feuer konnte durch den Einsatz der Feuerwehr schnell gelöscht werden. Gegen 10:00 Uhr wurde die Einsatzstelle beendet.

Elmar Schneiders, Pressesprecher der Feuerwehr Bergisch Gladbach

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.